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Heine für alle
22. Dezember 2005
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| Heinrich Heines Gedichte für
Groß und Klein. Bild:
SN/dtv |
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Die Gedichtsammlung „Heinrich Heine für
Große und Kleine“ versucht, den großartigen
deutschen Autor auch jüngeren Menschen näher
zu bringen.
Heinrich Heine, geboren am 13. Dezember 1797 (Datum
unsicher) in Düsseldorf, wo er auch seine Schulzeit
verbrachte, machte zuerst eine kaufmännische Lehre,
was wohl eher als untypisch für einen heranwachsenden,
großen Lyriker gelten kann. Im Alter von zwanzig
Jahren veröffentlichte er erste Gedichte in der
Zeitung „Hamburgs Wächter“. Er studierte
an den Universitäten Bonn, Berlin und Göttingen,
wo er 1825 auch zum Dr. jur. promovierte. 1831 entschied
sich Heine, aufgrund der mangelnden Berufsperspektiven,
nach Paris zu übersiedeln. Dort lernte er auch
seine spätere Ehefrau Augustine (genannt Mathilde)
Mirat kennen. Heine stirbt am 17. Februar 1856 und
wird drei Tage später auf dem Friedhof Montmartre
in Paris beerdigt.
Heinrich Heine war Publizist, Lyriker, Satiriker
und Ästhet. Er scheute sich nicht davor, den Eliten
in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur mit
viel Scharfsinn und manchmal auch Spott gegenüber
zu treten. Der Satz „Der Witz war seine Waffe“,
wie es in diesem Buch formuliert ist, trifft es ziemlich
gut.
Einige seiner wichtigsten Publikationen sind das „Buch
der Lieder“ (1827), „Neue Gedichte, Deutschland.
Ein Wintermärchen“ (1844), „Atta Troll.
Ein Sommernachtstraum“ (1847) und seine „Memoiren“ (1884,
posthum).
Das Buch, herausgegeben von Jan-Christoph Hanschild
im Deutschen Taschenbuch Verlag, beinhaltet vor allem
ausgewählte Gedichte aus dem „Buch der Lieder“ und
aus „Neue Gedichte“. Die gelungenen Illustrationen
Reinhard Michls, eines bayrischen Zeichners, machen
dieses Buch auch für Kinder und Jugendliche interessant.
Sie untermalen die ohnehin schon sehr satirischen Gedichte
Heines mit einer zusätzlichen Portion Witz - bei
manchen Illustrationen ist ein Schmunzeln kaum zu unterdrücken.
So wie bei der Illustration, die die Begleitung zu
diesem Gedicht Heines ist:
„Augen, die nicht ferne
blicken
Und auch nicht
zur Liebe taugen,
Aber ganz entsetzlich drücken,
Sind des Vetters
Hühneraugen.“
Nachschauen und –lesen
lohnt sich . . .
#doris felber
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