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Schweinehund
20. April 2006
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| Die ersten Kilometer sind immer
die schwierigsten. Bild:
SN/wodicka |
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Von sportlichen Vorsätzen zum Frühlingsbeginn,
den ersten gejoggten Kilometern - und der wohlverdienten
Pizza danach.
Wie die Insekten, die
nach dem Winter wieder erwachen, schleppen sich in
den letzten Tagen motivierte Freizeitsportler auf
den Straßen
und Forstwegen. Frisch erholt und mit den
besten Vorsätzen beginnt man
sich in die neue Saison zu stürzen, um dieses
Jahr vielleicht etwas länger als letztes Jahr
durchzuhalten.
Da werden neue Schuhe und Fitnesskleidung probiert
und viel Geld in hübsche Ausrüstung investiert
- immerhin passt ja die vom Vorjahr nicht mehr wirklich
zur Figur und zum sonnigen Frühlingswetter.
Zudem drückt noch immer das schlechte Gewissen
vom ungenutzen Abo im Fitnessstudio und eigentlich
sollte man sich ja ohnehin mehr bewegen.
Durchgestylt und bewaffnet mit MP3-Player oder einem
Kollegen, der mindestens genauso motiviert ist, begibt
man sich auf den Weg zur perfekten Sommerfigur um nach
den ersten paar Kilometern zu bemerken, dass schwitzen
nicht wirklich zum persönlichen Stil passt und
dieser „Sport“ eigentlich
ziemlich anstrengend ist. Die Gedanken an „Germany’s
Next Topmodel“ zwingen
den inneren Schweinehund aber dann doch noch in die
Knie ...
Wohl
oder übel
einigt man sich trotzdem, die vereinbarte Strecke
ein wenig abzukürzen, um
dann nach guten zwanzig Minuten wieder am Ausgangsort
zu landen. Nach dieser enormen Anstrengung hat man
sich aber nun eine Pizza verdient. Den Abend sollte
man vielleicht auch etwas ruhiger angehen: Vielleicht
vor dem TV mit Chips? Man muss seine
Ernährung
ja an den enormen Kalorienverbrauch anpassen. Jetzt
ist man schließlich Sportler
und es macht ja eigentlich jede Menge Spaß ...
Trotzdem: Morgen ist aber erst einmal ein Ruhetag
angesagt ;-)
#roland lindner
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