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Daheim bei U2
5. September 2005
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| FRITZ-Mitarbeiterin Doris und
Freunde in Bono's Heimat Dublin. Bild:
SN/doris |
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Ein Wochenende voller Guinnes
und Irish Pubs, ehrfurchtsein-flößender Sehens-würdigkeiten
und fettem Nachtleben: FRITZ erzählt vom Kurzurlaub
in Dublin.
Dublin ist eine Stadt, die jeden mit offenen Armen
empfängt und herzlich in sich aufnimmt. Abgesehen
von den zahlreichen Sehenswürdigkeiten, dem regen
Nachtleben und dem breiten Angebot an Einkaufsmöglichkeiten,
zeichnen vor allem die Menschen die irische Hauptstadt
aus. Von der toleranten Einstellung der Iren kann sich
so mancher Mitteleuropäer eine Scheibe abschneiden.
An dem Wochenende, an dem wir Dublin besuchten, herrschte
Ausnahmezustand, da die bekannteste Band Irlands, U2,
drei Shows spielte. Da wir als fleißige Fans
uns rechtzeitig Karten besorgt hatten, flogen wir voller
Erwartung in die Stadt, um uns deren bekannteste Musiker
live anzusehen.
Weil wir erst spät am Abend ankamen,
beschlossen wir, nur schnell auf ein kleines Getränk
zu gehen. Doch das bunte und lustige
Nachtleben zog uns in seinen Bann: erst zur Sperrstunde,
in Irland spätestens um halb drei, verließen
wir gezwungener Maßen das nette Pub. Am nächsten
Tag genossen wir unser erstes original „Irish
Breakfast“, das aus Speck, Ei, Würstel,
Bohnen und Blutwurst besteht. Ein kleiner Tipp: Blutwurst
heißt auf Englisch „(Black) Pudding“,
also Vorsicht bei der Bestellung.
Danach erkundeten wir die Innenstadt und
besichtigten das Trinity College, in dem das „schönste
Buch der Welt“ ausgestellt wird. Das „Book
of Kells“ ist eine alte Handschrift aus dem 9.
Jahrhundert und wirklich bemerkenswert gut erhalten,
also auf alle Fälle einen Besuch wert. Ebenfalls im
Trinity College befindet sich eine alte Bibliothek,
die eine gediegene Ruhe ausstrahlt und sofort die Leselust
weckt. Weiters besuchten wir die St. Patrick’s
Cathedral und die Christ Church, beides sehr imposante
Kirchen, die auch überzeugte Atheisten in
eine besinnliche Stimmung reißen. Danach stärkten
wir uns mit Fish and Chips.
Den zweiten Abend verbrachten wir wie auch den ersten
mit lieben Bekannten aus Salzburg. Zuerst genossen
wir das angenehme Ambiente im Restaurant des Clarence
Hotel, gegründet von Bono Vox und The Edge. Kulinarisch
kommt jeder in dem wohl angesagtesten Restaurant der
Stadt auf seine Kosten. Nach dem Essen
besuchten wir den gefüllten
Innenhof der Temple Bar, eines der wenigen Pubs, die
eine kleine Raucherzone haben. Danach ging es weiter
in Gogartys Irish Bar, um mit Leuten aus der ganzen
Welt U2 Lieder zu singen und Party zu machen. Das Temple
Bar Viertel lässt wirklich keine Wünsche
offen: eine Riesenauswahl an Restaurants, Pubs und
Clubs macht das Ausgehen zu einem wahren Genuss.
Am Freitag ließen wir das Frühstück
ausfallen um einmal ordentlich auszuschlafen. Danach
besichtigten wir das berühmte Guinness Storehaus,
ein siebenstöckiges Gebäude, das nicht mit
technologischen Aufwänden geizt und deren Höhepunkt
eindeutig die Guinness Bar im siebten Stock ist.
Eine riesige Glasfassade schließt die runde Plattform
ein, sodass man einen großartigen Blick über
die ganze Stadt hat.
Ein ebenso interessanter Bau ist die St. Jameson
Destillerie. Sie verbindet ein altes traditionelles
Backsteinhaus mit modernen Glaseinbauten. Innen ebenso
interessant wie außen, bietet
diese alte Destillerie Führungen an, bei denen
man genaueres über die Herstellung des berühmten
Irish Whiskey erfährt und am Ende noch ein Schlückchen
dieses leckeren Gebräus probieren kann.
Kunstinteressierte werden sich auch im Museum of
Modern Art wohlfühlen, indem u.a. irische Künstler
ihre Werke ausstellen. Um einen guten Überblick über
Dublin zu bekommen, sind die City Tours sehr empfehlenswert.
Die Doppeldeckerbusse fahren den ganzen Tag durch die
Stadt und bedienen sich dem Hop on – Hop off
System. Die Busfahrer kommentieren dazu die Sehenswürdigkeiten
der Stadt, manche von ihnen mit typisch irischem Humor.
So rückte der letzte Tag näher, an dem
wir uns noch das Writers Museum anschauten, um uns
danach für das Konzert zu stärken.
U2 in Dublin zu sehen und mitzuerleben, ist unbeschreiblich.
Die Stimmung und Atmosphäre ist gigantisch und
die Jungs aus dem Arbeiterviertel im Norden Dublins,
geben sich hier besondere Mühe, ihre Fans zu begeistern:
es ist ihnen wahrlich gelungen!
Dublin ist eine Reise wert. Der irische Charme,
die ungezwungene Atmosphäre und das gute kulturelle
Angebot wird niemanden enttäuschen. Trinkt man
dann noch gerne Bier, wird man sich eventuell überlegen,
den Wohnsitz zu ändern.
#doris
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