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Cyber-Zombie
3. Februar 2005
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| Nury VIttachi beleuchtet
die Computerwelt von der
"anderen" Seite. Bild:
SN/dtv |
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Computer-Hacker Eric stirbt bei dem Versuch, sein
Gehirn auf einen Großrechner zu übertragen.
Nury Vittachis Science-Fiction-Roman "Cyberboy".
Erics Leben wird erst für seine Umwelt interessant,
als er schon längst tot ist. Was auf den ersten
Blick etwas komisch aussehen mag, ist eigentlich ganz „leicht“ erklärt:
Man nehme einen Elektronenkraniographen und übertrage
damit sein Gehirn auf einen PC der heimischen Militärbasis.
Wem dazu die Mittel oder das nötige Können
fehlen, der ist mit "Cyberboy" - zumindest in der Theorie
- bestens bedient.
Aber Vorsicht vor Nachahmung: Denn selbst Eric -
Mitglied einer globalen Hackerverbindung, bei der er
unter dem Namen „Hackmeister Zero“ mitarbeitet
- stirbt bei dem Versuch, sein Gehirn in den Supercomputer
einzuspeisen.
Aber gleichzeitig mit seinem physischen Tod beginnt
sein digitales Leben auf der Festplatte. Erics Wissen
auf dem Rechner erhält eine Online-Verbindung
zu seinem Körper und so kann er auch diesen
wieder steuern. Er hat außerdem nun Zugriff auf sämtliche
Informationen des Internets und kann diese immer und überall
abrufen. Das dies zu Problemen führt ist wohl
absehbar. Manche Informationen sind eben nicht für
alle Menschen geeignet - wie zum Beispiel die
privaten E-Mails der Lehrer . . .
Wird Eric durch seine neue Art mehr von den Schülern
aufgenommen oder entwickelt er sich durch seine Veränderung
zu einem totalen Außenseiter?
Nury Vittachi schildert sehr genau die
Zustände
in den Schulen. Menschen mit Schwächen werden
von der Masse nicht akzeptiert, auch wenn sie das noch
so sehr wollen. Bis sich plötzlich zwei Menschen
treffen, die ein tolles Team bilden und auf einmal
Stärke ausstrahlen.
Realistische Darstellungen der Charaktere und die kleinen
philosophischen Phasen über den Sinn des Lebens
runden die wirklich spannende Geschichte rund um den „Cyberboy“ ab.
#roland lindner
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