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CSI Salzburg
8. April 2006
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| Gestorben wird immer, aber nicht
immer gleich: Gerichtsmedizinische Obduktionen
bringen Klarheit.. Bild:
SN/ratzer |
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Das etwas andere Studienfach: Hautnah bei lehrreichen
Obduktionen im Sektionssaal der Gerichtsmedizin Salzburg
dabei sein.
TV-Serien rund um das Thema Gerichtsmedizin boomen.
Erfolgsformate wie "Medical Detectives", "CSI" und "Crossing
Jordan" gewähren uns täglich Einblick in
die faszinierende und doch etwas unheimliche Welt von
Obduzenten, sprich: Rechtsmedizinern.
Das Gerichtsmedizinische Institut in der Christian-Doppler-Klinik
bietet Studenten die einmalige Möglichkeit, selbst
Teil eines (realen) Sektionsteams zu sein.
Wenn jemand stirbt, ist nicht immer ist sofort klar,
woran oder durch wen. Deshalb ist die zentrale Aufgabe
der Gerichtsmedizin Salzburg, Todesursachen und Krankheitsbilder
von Verstorbenen festzustellen und gegebenenfalls unklare
Sachverhalte zu entwirren. Stimmt beispielsweise der
ermittelte Tathergang mit den (Einwirkungs-)Spuren
am Körper der Leichen nicht überein, kommt
das Obduktions-Team rund um Institutsleiterin Univ.-Prof.
Dr. Edith Tutsch-Bauer ins Spiel und liefert anhand
der forensischen Leichenschau wichtige und für
die Klärung von Verbrechen oft essenzielle Hinweise
und Beweise.
Zum Ablauf der Übung "Postmortale Befunderhebung":
Um zwei Wochenstunden für das jeweilige Studium
angerechnet zu bekommen, müssen insgesamt zehn
Obduktionen besucht werden. Es ist auf alle Fälle
ratsam, sich bereits frühzeitig anzumelden. Bis
ein Platz frei wird, können durchaus mehrere Semester
vergehen! Die Obduktions-Termine stehen dann - logischerweise
- relativ kurzfristig auf der Fakultäts-Homepage.
Besonders heikle Sektionen sind durch ein Rufzeichen
gekennzeichnet und sollten nur von hartgesottenen Teilnehmern
besucht werden. Es kommt nämlich immer wieder
vor, dass Studenten im Sektionssaal umkippen.
Hautnah bei Obduktionen dabei zu sein ist hochinteressant
und unvergesslich - es kostet allerdings auch etwas Überwindung.
Spätestens nach dem zweiten Mal hat man sich jedoch
an Geruch und Prozedur gewöhnt und kann das Obduzieren
aus einem rein wissenschaftlichen Blickwinkel betrachten.
Für diejenigen Studenten, denen die Lehrveranstaltung "Postmortale
Befunderhebung" zu extrem erscheint, bietet das Institut
noch weitere Übungen an, die nicht "an der Leiche" stattfinden.
#stephan kliemstein
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