|
Brasil-Blog #7
8. Oktober 2005
Was bisher geschah" oder "Der Versuch einer Halbzeit-Analyse":
FRITZ-Mitarbeiter Günther berichtet über
sein Auslandssemester in Rio.
Pünktlich zur Halbzeit versuche ich ein kurzes
Resümee zu ziehen - wobei ich bereits jetzt sicher
bin, es nur ansatzweise zu schaffen. Es passiert einfach
zu viel in dieser Hitze hier, als dass ich alles beschreiben
könnte. Trotzdem werde ich es probieren. Ganz
im Stile der treffenden Kurzfassungen eines Herbert
Prohaska. Zwar ohne "Zauberstift" (TV-Fußballfans
wissen, wovon ich rede), dafür aber mit der nötigen
Prise exotischer Tropenstimmung, die ich hoffentlich
realistisch auf die heimischen PCs schicke.
Eines vorweg: Es ist tatsächlich mittlerweile
fast die Hälfte meines Aufenthalts in Brasilien
abgelaufen. Die Zeit hier verfliegt, doch wenn ich
an Österreich denke (und vor allem an meine Lieben
zuhause) ist das andererseits schon viel zu lange her.
Mittlerweile habe ich zwar die Eingewöhnungsphase
hinter mich gebracht, trotzdem ist der Alltag in Rio
ganz und gar nicht alltäglich. Es gibt wirklich
jeden Tag genug "aaaahhh"- und "ooohhh"-Momente - sei
es ein netter Plausch mit einem Brasilianer beim obligatorischen "Cafezinho" oder
ein kläglicher Surfversuch meinerseits am "Praia
de Ipanema".
Aber auch Ausflüge in das Rio abseits von Caipirinha,
Samba und Uni beziehungsweise in die Umgebung der brasilianischen
Metropole kamen nicht zu kurz. In den letzten Wochen
besuchte ich das Festival "Conexoes Urbana" (siehe
Brasil-Blog
#6), den Kitesurf-Weltcup in
Cabo Frio (eine Küstenstadt nördlich von
Rio) und ein Moby-Konzert in Rio de Janeiro.
Nur das Wetter spielt in den letzten Wochen leider
nicht mit. Viel Regen und "kühle" Temperaturen
um die 20 Grad sind die Folge einer anhaltenden Schlechtwetterfront.
Andererseits ist das gar nicht so schlecht - zumindest
was die Arbeit für das Studium betrifft. Ich bin
jedenfalls zuversichtlich, dass sich das Wetter schnell
bessern wird. Immerhin hatten wir gerade Frühlingsanfang
und dieser lässt doch durchaus Hoffnung aufkommen.
Im nächsten Blog werde ich von meinem Kurzbesuch
in der Millionenmetropole São Paulo berichten
sowie von einem Konzerterlebnis der besonderen Art.
Als musikinteressierter Ausländer habe ich es
mir nicht nehmen lassen, Karten für das "Slipknot"-Konzert
in der Clarohall in Rio de Janeiro (Südamerikas
größte Halle) zu kaufen. Also dann, vai
com deus, liebe Grüße aus RJ.
#günther schmidhuber
|