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Brasil-Blog #3
27. August 2005
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| FRITZ-Mitarbeiter Günther auf
dem Weg zum Zuckerhut.. Bild:
SN/schmidhuber |
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Von echtem Sommer, der atemberaubenden Aussicht
vom Zuckerhut und kleinen Affen auf der Uni. FRITZ-Mitarbeiter
Günther berichtet aus Rio de Janeiro.
Rio ist ein Traum! Ich weiß, es tut mir ja auch
Leid - in Salzburg verdirbt euch ein verpatzter Sommer
die Ferien und ich komm hier Woche für Woche mit
den Geschichten vom winterlichen Badespaß an.
Aber was soll's, genug des Mitleids: Hier ist es wirklich
der absolute Wahnsinn! Ich war gerade auf der Spitze
des Zuckerhuts, habe über Rio geblickt und kann
nun verstehen, dass diese Stadt für viele Menschen
zu den schönsten der Welt gehört.
Die Wucherungen der Hochhäuser halten die Berge
wie eine Anakonda ihre Beute, aber ohne dass für
den Betrachter ein Gefühl des "Erwürgens" entsteht.
Obwohl es in der Realität leider oftmals nicht
so ist, hat man bei diesem Anblick den Eindruck eines
Gleichgewichts zwischen Mensch und Natur.
Eigentlich wollten wir ja auf die Uni gehen, doch
da es in der ersten Woche hier lediglich Campusführungen
für erstsemestrige Studenten gibt - und fast wolkenloser
Himmel uns eine tolle Aussicht versprach - entschieden
wir uns kurzerhand für eine Gondelfahrt auf den
Zuckerhut. Die angesprochenen Erstsemester müssen
sich übrigens leicht bekleidet und mit Farben
beschmiert durch Rio plagen, um bei Passanten Geld
für das Fest ihrer Fakultät aufzutreiben.
Ich bin froh, dass wir Österreicher von diesem
so genannten Freshman-Brauch nicht infiziert wurden.
Überhaupt ist das Studieren hier etwas anders
als bei uns zuhause: Die einheimischen Studenten kommen
bereits mit etwa 17 Jahren an die Universität
und haben mit 21 oder 22 schon ihr Diplom in der Tasche.
Auch nicht schlecht, oder?
Meine Vorlesungen haben nun auch bereits begonnen
und ich bin vorerst positiv überrascht. Obwohl
ich sprachlich sicher noch einiges aufzuholen habe,
verstehe ich schon genug von den Kursen, um sie als
interessant und lehrreich einzustufen. Die Gruppen
sind meist klein gehalten und somit ist man sich auch
des persönlichen Kontakts zum Professor sicher.
Nettes Detail am Rande: Auf dem Campus hat man gute
Chancen, kleinen Äffchen zu begegnen, die sich
sogar mit Apfelstücken füttern lassen.
Bis demnächst, euer
#günther schmidhuber
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