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Weblog - Rio de Janeiro - Günther Schmidhuber
Brasil-Blog #10
Von Dschungelcamps, dem Amazonas und Abschied vom Sommer. FRITZ-Mitarbeiter Günther berichtet das letzte Mal aus Brasilien.

#10: Abschied von der Copacabana
#9: Weihnachtsdeko & kaputte Surfboards
#8: Sao Paulo & Slipknot-Konzert
#7: Kitesurf-Weltcup, Moby & Rio
#6: Inseln & Favela-Party
#5: Grünzeug & Flugstunden
#4: Strandverkäufer
#3: Gondelfahrt zum Zuckerhut
#2: "Warmer" Sand
#1: Trinkfeste Opas in Rio
#0: Strand in Sicht

Freerider-Camp - SAAC - Lawinen - LVS-Gerät
Freerider-Camp
Das Fahren abseits der Piste birgt viele Gefahren. FRITZ hat an einem Lawinen-Camp teilgenommen, bei dem gelernt wird, die Risiken besser einzuschätzen.

USA-Blog #3
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Xmas International
Brasil-Blog #10
USA-Blog #2
Brasil-Blog #9
Aikido
Buchtipp: Soundcheck
USA-Blog #1
Brasil-Blog #8


King Kong
Der wohl größte und bekannteste Affe neben Donkey Kong erklimmt die Konsolen und den PC.

Trinkfeste Opas in Rio
5. August 2005

Brasilien-Tagebuch #1: Erste Bilder aus Rio

FRITZ-Mitarbeiter Günther über seine ersten Erfahrungen in Rio. Bild: SN/gue/dini

 

In der brasilianischen Wirklichkeit ange-kommen: Von renn-begeisterten Bus-fahrern, Sonnenbaden im Winter und der ersten Party in Rio.

Jetzt ist es tatsächlich soweit, Rio de Janeiro als Wohnort ist seit einer guten Woche Realität für mich und ja, ehrlich gesagt weiß ich nicht, womit ich beginnen soll.

Brasilien empfing mich in unschöner Aufmachung, Regen, Kälte, alles, was man sich von einem Land mit tropischem Klima nicht vorstellt. Die Favelas (Armenviertel) der Stadt sind permanent präsent und bilden hinter den bekannten Strandbezirken einen drohenden großen Bruder, der nie schläft. Gerade für neuangekommene Ausländer ist er schwer einzuschätzen und deshalb noch bedrohender.

Rio de Janeiro ist eine Stadt der Kontraste, mehr als ich es mir je vorstellen konnte. Hier schlafen Obdachlose auf der Straße, während fünf Meter weiter die finanziell Bessergestellten ein Glas Rotwein aus Italien genießen. Die Schönheit und der außerordentliche Hang zur Selbstdarstellung finden hier ebenso reichlich Platz wie das exzessive Nachtleben und die große Anzahl derer, die ihren Alltag als Lebenskünstler meistern.

Der Strand, der nur ungefähr 5 Gehminuten von unserem Appartement entfernt liegt, ist atemberaubend. Schon am zweiten Tag wurde ich von 29 Grad und strahlender Winter(!!)-Sonne zum Sonnenbaden verleitet. Die Wellen tosen mit einer beeindruckenden Größe (zwischen 2 und 4 Meter) auf den „Praia de Ipanema“. Sie machen längere Schwimmversuche zwar unmöglich, sind dafür aber umso unterhaltsamer, was Darüberhechten, Unten-durch-tauchen und natürlich auch Surfen bzw. Bodyboarden betrifft.

Bereits an unserem ersten Wochenende in Rio besuchten wir ein Straßenfest, das eigentlich von Brasilianern für Brasilianer gedacht und gemacht ist. Alles wirkte sehr ehrlich und echt: Junge Capoeiristas tanzen hier wie in Trance und die starken Cocktails zeigten schnell Wirkung. Fotos dazu werden in den folgenden Blogs noch folgen.

Am zweiten Tag des Wochenendes wurden wir von einer Salzburger Studentin zu einem Geburtstags- und Abschiedsfest eingeladen. Ihr Auslandsjahr in Rio geht gerade zu Ende und das wollte sie ganz standesgemäß brasilianisch feiern. Ohne recht zu wissen, was uns erwartet, nahmen wir eine etwa zweistündige Busfahrt quer durch Rio in Angriff. Dass die Busfahrer hier fahren, als gebe es kein morgen beziehungsweise keine anderen Verkehrsteilnehmer, hab' ich schon erwähnt, oder? Hier wird mit quietschenden Reifen bei der Haltestelle ein anderer Bus überholt, während sich die Insassen mit weißen Fingerknöcheln an die Sitze krallen. Als wir dann auch noch erklärt bekamen, dass die Busse ab 23.00 Uhr bei Rot über die Ampeln fahren dürfen (!!!), war die die nächste große Überraschung für uns behütete Salzburger perfekt.

Doch zurück zu dem Geburtstagsfest. Wir wurden sehr familiär empfangen: von der kompletten Gastfamilie, bis hin zu den angrenzenden Nachbarn war jeder gekommen, um bei deftiger Grillkost und Bier mit viel Gelächter den heißen Nachmittag zu genießen. Vor allem der trinkfeste 77-jährige Opa der Familie schien Gefallen an uns „neuen Österreichern“ gefunden zu haben. Viele Geschichten wurden erzählt, natürlich gab es sofort Diskussionen über Fußball und etliche Cervejas. Der Höhepunkt war der Bauchtanz einer Mitbewohnerin unserer Gastgeberin.

Bei unserer Rückfahrt sahen wir noch etwas, das hier auf jeden Fall Erwähnung finden sollte. Wenn in Rio die Ampeln an vielbefahrenen Straßen (= fast alle) auf Rot schalten, kann es schnell passieren, dass zwei junge Männer auf die Straße eilen, sich der eine auf die Schultern des anderen stellt und, nachdem er sich die Augen verbunden hat, zu jonglieren beginnt. Derartige Aktionen stehen in Rio an der Tagesordnung und werden schnell nicht weiter beachtet.

Wie ihr seht gibt es genug zu berichten aus der „cidade maravilhosa“. Ich werde versuchen, euch so oft wie möglich darüber zu informieren, was so in Rio de Janeiro passiert. Im nächsten Blog wird auf alle Fälle ein Strandabschnitt speziell für Homosexuelle, ein Hippiemarkt und die ersten Kontakte mit der Partneruniversität Rio de Janeiro vorkommen, soviel sei schon jetzt verraten. Also dann, bis bald!

#gue

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Brasilien-Tagebuch #1: Erste Bilder aus Rio
 

 

Trinkfeste Opas
in Rio

 
 

IMBILD
Brasil #1
Erste Bilder aus Rio.

 
 

INTERNET
Capoeira-Community im WWW www.capoeira.com
Capoeira-Community

de.wikipedia.org/..
Informationen rund um Rio de Janeiro.

 
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