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Magie zum Quadrat
1. September 2004
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| Die Leiden des alten Dschinns
Bartimäus. Bild: SN/Randomhouse |
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"Bartimäus - Das Amulett von Samarkand"
von Jonathan Stroud ist ein höchst vergnüglicher
Roman über die Anfänge eines Zauberlehrlings
und die Leiden seines Dschinns Bartimäus.
Die Glühbirnen versagen, es wird dunkel im Zimmer.
Nur einige Kerzen spenden noch etwas Licht. Aus dem
Nichts steigt plötzlich Schwefeldampf und eine
dicke Rauchwolke auf, die ein gelb glühendes Augenpaar
beherbergt. Vor der dichten Rauchwolke steht ein zitternder,
zwölfjähriger Zauberlehrling, der mit piepsiger
Stimme versucht, dem Rauch seinen Namen zu entlocken.
"Bartimäus", antwortet das schwebende
Etwas mit einer vollen und tiefen Stimme, die dem Jungen
noch mehr Angst einflößt.
Na toll, da ist Bartimäus nun, ein 4000 Jahre
alter Dschinn der schon vielen großen Zauberern
zur Hand ging und sich nie ein Blatt vor dem Mund nimmt.
Er, der unzählige magische Tricks kennt und auch
weiß wie man sie anwendet. Ausgerechnet Bartimäus
wird von einem zwölfjährigen Dreikäsehoch
beschworen - wie peinlich!
Aber Bartimäus muss dem Ruf des jungen Zauberlehrlings
Nathanael nachkommen, da gibt es auch für so einen
erfahrenen Dschinns keine Ausnahme und wiederwillig
gibt Bartimäus nach. Der Auftrag von Nathanael
lautet, das Amulett von Samarkand aus dem Besitz des
heimtückischen und ehrgeizigen Zauberers Lovelace
zu stehlen und es dann bei Nathanaels Meister zu verstecken.
Bartimäus macht, wie ihm geheißen - nicht
wissend, dass Lovelace ein Zauberer der übelsten
Sorte ist. Doch Lovelace kommt den Beiden auf die Spur,
verfügt dieser doch um einige magischeren Erfahrungen
mehr als der junge Nathanael und erobert sich das wertvolle
Amulett (es beinhaltet eine ungeheuere Zauberkraft)
zurück.
Somit kann Lovelace seinen perfiden Plan, die ganze
englische Regierung zu stürzen, ausführen.
Wenn da Nathanael und Bartimäus nicht wären,
die mit mehr Glück als Verstand dem fiesen Zauberer
einen gewaltigen Strich durch die Rechnung machen und
ihn mit einigen ungewöhnlichen Mitteln schlagen
können.
"Bartimäus - Das Amulett von Samarkand"
ist Jonathan Strouds erster Teil der Bartimäus-Triologie
und erzählt mit viel Witz, Fantasie und Rasanz
die Geschichte von Nathanael und dem Dschinn, die sich
in einer Welt der Zauberer, Kobolde und Magie befinden.
Ein dichter Roman, in dem die verschiedensten Figuren
klug miteinander verwoben sind. Vor allen Dingen ist
es Bartimäus Charakter, der unwiederstehlich frech
und charmant ist und den Leser auf eine vergnügliche
Weise durch den Roman führt.
"Bartimäus - Das Amulett von Samarkand"
ist nicht nur ein düstere Geschichte über
Magie, sondern auch eine abenteuerliche Achterbahnfahrt
mit einem humorvollen Blick auf eine ungleiche Freundschaft.
Und wenn der erste Teil schon so spannend ist, bleibt
nur noch die Frage: Wwann kommen die anderen?
#renate bernarello
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