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Xmas International
16. Dezember 2005
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| Türkische Weihnachtsgrüße nach
Salzburg. Bild:
SN/feichtner |
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Von China über den Libanon bis Peru: Zehn
Kulturkreise trafen in Salzburg zu einem etwas anderen
Weihnachtsfest zusammen.
"Internationaler Weihnachtsmarkt in der KHG"
- neugierig geworden durch den Namen und die persönliche
Einladung einer Mitorganisatorin der Veranstaltung
stapfte ich an einem fast perfekten Adventabend
durch die Salzburger Altstadt, deren kitschiger Schönheit
nicht einmal ich mich ganz entziehen konnte, in die
Katholische Hochschüler Gemeinde (KHG), um mich überraschen
zu lassen, was wohl dahinter steckt.
Wenige Minuten später stand ich inmitten von
zehn Nationen, die allesamt ihre Art und Weise vorstellten,
wie sie zuhause diese Jahreszeit verbringen - deshalb
Jahreszeit, weil auch einige der Mitveranstalter aus
Kulturkreisen stammen, die Weihnachten
in der unsrigen Form nicht kennen.
Dennoch haben sie uns anlässlich dieses Festes
einen kleinen Einblick in ihre Kultur gegeben - und
dafür
an dieser Stelle ein großes Dankeschön.
Noch ein bisschen überwältigt von dieser
Vielfalt an kleinen Kunstwerken, traditionellen Kleidungen,
landestypischem Essen und vielen Sprachen begann auch
schon das Programm in Form von Liedern und kleinen
Erzählungen.
So wurden ein für alle Mal geklärt,
wo der Weihnachtsmann zuhause ist, wie man Jingle Bells
auf Kroatisch singt
und dass sich marokkanischer Bauchtanz sehr wohl mit
der christlichen Weihnacht verträgt - auch
wenn das etwas ungewöhnlich ist.
Ich würde euch ja gerne alles erzählen,
was ich an diesem Abend gesehen, gehört und gegessen
habe, aber leider muss ich eine kleine Auswahl treffen,
also putzt eure Brillengläser und lest:
So zum Beispiel wurde mir erklärt, dass es das
Panettone - ein italienischer Früchtekuchen - nicht
nur in Italien gibt, sondern auch in Peru - dort ist
es sogar die einzige Süßspeise,
die es zu Weihnachten gibt. Und sie haben eine
andere Besonderheit, was das Weihnachtessen betrifft:
Dieses wird von der Familie gemeinsam gekocht. Das
dauert den ganzen Tag und ist - finde ich zumindest
- schon ein Fest für
sich alleine.
Im Libanon hat man einen Weg gefunden, wie Moslems
und Christen gemeinsam Weihnachten feiern können:
Dort besuchen die Moslems ihre christlichen
Freunde an Weihnachten und bringen Süßigkeiten
mit. Ich bin von dieser Variante schlicht weg begeistert
- und das nicht nur, weil ich den arabischen Süßigkeiten
absolut verfallen bin ;-)
Japan und China gaben uns einen kleinen Eindruck von
ihrer traditionellen Musik, die einen sofort in eine
andere Welt entführt.
Die türkischen Gäste brachten mit einer
Perkussions-Einlage, zu der Marokkanerinnen, Libanesinnen
und Türkinnen tanzten, dann noch ein bisschen
Schwung in dieses Fest. Zum Abschluss eroberte eine
südamerikanische
Band dann noch vollends die Herzen der Gäste.
Das alles sind nur ein paar kurze Notizen zu diesem
tollen Fest, das von AFA (Akademishes Forum für Außenpolitik),
der KHG (Katholische Hochschüler Gemeinde) und
der ÖH
(Österreichische Hochschülerschaft) organisiert wurde,
aber es ist nun mal schwer - wenn nicht gar unmöglich-,
alle Facetten eines solchen Festes zu beschreiben.
Auf alle Fälle war dieses Fest eines der farben-
und facettenreichsten, die ich seit langem erlebt
habe.
#kathrin feichtner
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