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Jim Jarmusch-Klassiker
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. . . "Mystery Train"
und "Stranger than Paradise": Viel
zu entdecken gibt es in diesen beiden Filmklassikern
des amerikanischen Regisseurs Jim Jarmusch. Er steht
für das rebellische amerikanische Autorenkino,
das mittlerweile mit seinen Protagonisten auch schon
wieder in die Jahre gekommen ist.
Sieht man diese beiden Filme heute nochmals,
da sie endlich auf DVD erhältlich sind, kommt man
aus dem Staunen kaum heraus. Denn Jarmusch ist von Anfang
an seiner Linie treu geblieben, die alles Mögliche
ist, nur keine Linie. Jarmuschs Handschrift zeichnet
sich durch Ecken und Kanten aus, was ihn aber nicht
daran hindert, in "Mystery Train" (1988) drei
Episoden zu erzählen, die sich raffiniert und nur
für den aufmerksamen Beobachter mehr als einmal
überschneiden.
Musik spielt in Jarmuschs Filmen eine zentrale Rolle
und das nicht nur als Soundtrack: nicht wenige Musikgrößen
wirken auch in diesen beiden Filmen mit. Das auf den
ersten Blick lethargische Autorenkino von Jarmusch erschließt
sich dem unvorbereiteten Beobachter nicht unbedingt
spontan. Um so eruptiver wirken die Szenen, wenn in
Memphis/ Tennessee, der Heimat des in "Mystery
Train" allgegenwärtigen Elvis, ein Schuss
fällt.
"Stranger than Paradise" (1984) ist sogar
noch statischer. Willies ungarische Kusine Eva kommt
nach New York auf Besuch. Der Vetter ist gar nicht erfreut
und froh, dass sie zur Tante nach Cleveland abreist.
Ein Jahr später macht sich Willie aber mit seinem
Kumpel auf den Weg, um Eva in Cleveland zu besuchen.
Wenig später findet man sich dann zu dritt in Florida
- im Paradies - wieder: doch Paradies und Hölle
sind nicht weit voneinander entfernt. Auch dieser Film
liefert eine traurige Geschichte mit ironischen und
überraschenden Elementen und Wendungen (Arthaus/Kinowelt).
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