Drift & Boost
28. Februar 2006
Der Weg ist das Ziel: Drifts und enorme Beschleunigungen
prägen Namcos Ridge Racer 6 auf der Xbox 360.
Es dauerte bis zum sechsten Teil, ehe das Kult-Rennspiel
Ridge Racer auch auf einer Microsoft Spielekonsole
gespielt werden kann. Exklusiv für
die Xbox360 sorgt Namco mit Ridge Racer 6 für atemberaubende
Drifts und spannende Kopf-an-Kopf-Rennen. Aber wie
gut ist das Rennspiel wirklich?
RR6 ist auf dem sogenannten Welterkundungsmodus aufgebaut,
in dem über 100 Rennen absolviert werden müssen.
Es gibt so immer verschiedene Herausforderungen,
um diverse Wagen, Strecken oder andere Features freizuschalten.
Neben dem Welterkundungsmodus stehen noch ein
Einzelrennen- und ein Zeitrennenmodus
zur Auswahl. Außerdem ist es möglich, online über
Xbox Live gegen bis zu 13 Spieler gleichzeitig zu
fahren und um die beste Rundenzeit und einen Stockerlplatz
zu kämpfen.
Die Strecken sind grafisch toll dargestellt und wirken
auf den ersten Blick enorm umfangreich. Jedoch werden
"alte Hasen" bemerken, dass es sich bei manchen „neuen“ Strecken
nur um bekannte Strecken handelt, die in entgegengesetzter
Richtung gefahren oder nur um einige kleine Passagen
erweitert wurden. Neben des Umfelds variiert auch die
Tageszeit, zu der die Rennen ausgetragen werden. Enttäuschend
sind die Nebeneffekte bei Nachtrennen, die rund um
die Strecke eigentlich als Aufputz dienen
sollten. Andererseits: Der Funkenflug des
voranfahrenden Wagens nach einer harten Landung ist
einfach sehenswert und wertet
die Nachtrennen deutlich auf.
Im Spiel werden zahlreiche PS-Monster freigeschalten,
die allesamt einer sehr umfangreichen Fantasie entstanden
sind. Die Fahreigenschaften der Wagen könnten
unterschiedlicher nicht sein. Im Großen und Ganzen
können die Rennboliden aber in zwei Gruppen aufgeteilt
werden. Es gibt die "Karren", die sofort beim Kurveneingang
zu driften beginnen und dadurch eine rasche Aufladung
des Nitrotanks ermöglichen und es gibt die "Schlitten",
die fast wie auf Schienen durch die Kurven pressen
- und es sehr schwer machen, die Nitrobooster
aufzufüllen.
Das gesamte Spiel wurde - wie schon seine Vorgänger
- darauf ausgelegt, durch die Kurven zu driften und
dadurch so wenig Geschwindigkeit wie möglich zu
verlieren. Die Drifts müssen recht schnell beherrscht
werden, da ein Weiterkommen bei der Welterkundungstour
nur sehr schwer möglich ist.
Ausgepimpt: Es besteht keine Möglichkeit,
die Wagen in irgendeiner Form zu verändern, da
auf optische Aufwertung, Tuning oder dergleichen gänzlich
verzichtet wurde. Einzige Ausnahme ist die Farbwahl,
die aber auch erst ab einem gewissen Spielfortschritt
ermöglicht
wird.
Insgesamt betrachtet wirkt die Grafik anfänglich
sehr gut. Leider schwächt dieser Eindruck rasch
ab, da es kaum Nebeneffekte am Straßenrand
zu sehen gibt. Dadurch richtet sich der Blick stur
auf Wagen und Straße - und beides ändert
sich auch nur sehr bedingt.
F**k DJ : Die Kommentare des DJ´s werden
durch wiederholte Ansagen recht schnell nervig - sie
können
aber einfach ausgeschalten werden. Leider sind auch
die Motorengeräusche
nicht kernig genug. Die Auswahl der Musik ist aber
für ein Autorennspiel passend.
Die Steuerung der Rennwagen ist recht leicht zu beherrschen,
dadurch kommen auch Neulinge rasch auf ihre Kosten.
Durch die einfache Handhabung ist ein Rennsieg an
manchen Stellen dann aber andererseits fast schon zu
leicht.
Fazit: Ridge Racer 6 ist recht übersichtlich
und bietet jedem, der auf Rennen ohne Hintergrundstorys
abfährt,
die Möglichkeit, mit wenigen Klicks das erste
Rennen zu starten und so richtig Gas zu geben - "Gentlemen,
start your engines!"
#peter janisch
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