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| Aliens aufgepasst: Der Masterchief
kehrt mit doppelter Feuerkraft zurück. Bild:
SN/microsoft |
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Killer-Applikation
20. November 2004
Eine der wohl am meisten erwarteten Fortsetzungen
der Videospielgeschichte ist da: "Halo 2"
für Microsofts Xbox bringt kinoreife 3D-Action
auf die Konsole.
Eine "Killer-Applikation" hat grundsätzlich
nichts mit roher Gewalt zu tun. Im Falle von "Halo
2" bestätigt die Ausnahme jedoch - wie so
oft - die Regel. Aber dazu später.
Killer-Applikationen sind Anwendungen, die einer neuen
Technologie zum Durchbruch verhelfen. Für Microsofts
Xbox ging die Rechnung mit dem Ego-Shooter "Halo"
auf. Die Storyline rund um den genetisch veränderten
Supersoldaten "Masterchief", der in der außerirdischen
Ringwelt Halo (engl. für einen ringförmigen
Schein um eine Lichtquelle) feindliche Aliens aufmischt,
schlug voll ein. "Halo" ist der bis dato erfolgreichste
Spieletitel auf der Microsoft-Konsole und veranlasste
etliche Spieler zum Ein- oder Umstieg auf die Xbox.
Glück für Microsoft, Pech für die PC-Spieler:
Diese mussten Monate lang warten, um auch unter Windows
den Außerirdischen zeigen zu können, wo der
sprichwörtliche Bartl den Most herholt.
Für den (logischen) Nachfolger wurde daher in
den letzten Monaten natürlich schon "gehypt",
was das Zeug hält. Die Fortsetzung von "Halo"
war ja nicht umsonst auf den Wunschlisten der Xbox-Community
ganz weit oben.
Der Hype-Höhepunkt wurde vor Kurzem in Wien mit
einer Halo-2-Launch-Party gefeiert. Microsoft lud die
Fachpresse in die SCS und "bearbeitete" die
versammelte Menge mit PR-Fakten zum Shooter-Nachfolger:
1,5 Millionen Vorbestellungen, mehr Umsatz in den ersten
24 Stunden als jeder Hollywood-Blockbuster, besser,
schöner und überhaupt und sowieso . . .
Aber was ist wirklich dran? Auch wenn die Neuerungen
nicht sofort ins Auge stechen, so hat das Entwicklerteam
von Bungie ordentliche Arbeit geleistet. Die Story wurde
auf die Erde verlegt - nach der Zerstörung Halos
im ersten Teil nicht weiter verwunderlich - und bietet
schon allein dadurch ein völlig neues Spielgefühl.
Ansonsten: Verbesserte Licht- und Soundeffekte, neue
Alien-Gattungen, neue Fahrzeuge und "sensible"
Umgebungen, die nach heißen Gefechten dringend
generalsaniert werden müssen. Und das wohl am meisten
erwartete Feature: volle Multiplayer-Unterstützung
über Xbox-Live.
Zurück zu den ewig gleichen Diskussionen zum Thema
Videospiele und Gewalt : Ja, Halo 2 ist ein gewaltbetontes
Spiel. Aber: Weder die filmähnliche Science-Fiction-Storyline
noch die der Fantasie entsprungenen feindlichen Aliens
könnten bei irgend jemandem die Grenzen zwischen
Realität und Fantasie verschwimmen lassen.
Fazit: Würdige Fortsetzung der Kult-(Alien-)Killer-Applikation
in kinoreifer Präsentation.
#michael einböck
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