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Schleichen, befehligen, stürmen,
schießen: GRAW bietet umfangreiche Möglichkeiten
- zumindest auf der XBox 360. Bild:
SN/ubisoft
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Dauerfeuer!
6. April 2006
Xbox-360-Besitzer haben's gut - sie
kriegen mit GRAW den derzeit ausgefeiltesten
Taktik-Shooter serviert.
Voll Ego - oder doch lieber 3rd-Person?
Die "Ghost Recon"-Entwickler
konnten sich noch nie für eine Variante
entscheiden - dass sie aber den aktuellen
Titel auf verschiedenen Plattformen in
unterschiedlichen Varianten präsentieren,
hinterlässt dann
doch den Eindruck, dass da was faul
ist - und wer Stephans Rezension
nebenan gelesen hat, wird in dieser Vermutung
bestätigt ...
Eines vorweg: Kollege Stef hat mit der
Xbox-Ego-Version diesmal den schwarzen
Peter gezogen und meine Wenigkeit - eigentlich
eher der Ego-Typ - hatte den richtige Riecher
und schoss sich auf der neuen
Konsole in Verfolgerposition durchs harte
Soldatenleben.
Die folgenden Ereignisse finden
in Echtzeit statt: Auch auf der Xbox 360
heißt
das EInsatzgebiet Mexico City - im Mittelpunkt
steht der Schutz westlicher Staatsoberhäupter
bei einem Treffen mit dem mexikanischen
Präsidenten.
Nach einem Attentat überschlagen
sich die Ereignisse - eine relativ leichte Übungsmission
entwickelt sich zu einer ausgewachsene
Krise mit allen erdenklichen Szenarien
von Personenschutz bis hin
zu deftigen Gefechten á la "Black
Hawk Down". Und das Schönste
daran: Alles geschieht in Echtzeit - der
Spieler erhält über Funk
neue Einsatzbefehle und wird mitsamt seines
dreiköpfigen Teams per Black-Hawk-Hubschrauber
ins neue Missionsgebiet geflogen. Während
des Transports werden euch die neuen Ziele
erklärt - und der Spieler kann die
fantastische Aussicht auf Mexiko City
"genießen".
Im Gegensatz zur Xbox-Version ist das
intelligente Head-Up-Display "Cross-Com"
die ultimative Steuer- und Informationseinheit:
Gegner werden nach Waffengattungen
erkannt, eingeblendete Displays zeigen
die Situation aus der Sicht der
Teammitglieder, Panzer und sogar
fliegende Aufklärungsdrohnen können
befehligt werden etc., etc., etc. - kurzum,
der Soldatenwunder-wuzzi-Helm des Jahres
2013, in dem die Action angesiedelt ist.
Neben der durchdachten Einzelspieler-Kampagne
können auch im Multiplayermode etliche
Solo-, Koop- und Teammodi gemeistert
werden.
Ansonsten:
Fantastische Licht- und Partikeleffekte wie aufwirbelnder Staub des Helikopters,
realistische Kampfgeräusche gepaart mit unaufdringlicher Hintergrundmusik und
eine ausgezeichnete Storyline lassen den Spieler den Controller nur ungern
aus der Hand legen - an ausreichend Schlaf ist somit eigentlich nicht zu denken
. . .
Fazit: GRAW ist grafisch und spielerisch
(nach anfänglichen Einarbeitungs-schwierigkeiten
der umfangreichen Steuerung und abgesehen
von dem doch eher deftigen Schwierigkeitsgrad)
auf der Xbox 360 ein Fest für Freunde
der gepflegten, intelligenten Taktik-Action.
Kaufen!
#michael einböck |
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Ladehemmung!
6. April 2006
Alt versus Neu: Tom Clancy schickt seine Ghosts
erneut in den Kampf gegen fiese Terroristen – aber
kann es die Xbox-Variante mit der Next-Gen-Konsole
aufnehmen?
Wo bleibt die Unterstützung?! Während die
Spielewelt „Ghost Recon: Advanced Warfighter“ (Ubisoft)
für die Xbox 360 in höhere Sphären lobt,
bleibt die Xbox-Ausgabe hinter den allgemeinen Erwartungen
zurück.
Durch diese Abweichungen entsteht unweigerlich der
Eindruck, dass sich die Entwickler vorwiegend auf die
jeweils aktuelle Konsole konzentrieren und das „alte
Teil“ im Kampf gegen die voranschreitende Weiterentwicklung
verwundet zurücklassen. Ein derartiges Ungleichgewicht
sollte am Schlachtfeld nicht herrschen – Besitzer
der alten Xbox werden hier ganz einfach im Stich gelassen.
Was bleibt ist ein Hilfeschrei: Sani!
Der First-Person-(Taktik)-Shooter startet mit ...
nicht so schnell! Es kommt zur Ladehemmung, noch bevor
der erste Schuss fällt. Extrem lange Ladezeiten
kündigen das Unheil an und dämpfen die Euphorie
vorzeitig.
Grafisch erweist sich das Kampfszenario in Mexico
City als durchaus passabel. Vor allem die Panorama-Aufnahmen
aus den Helikoptern wirken realistisch und detailliert.
Bei den Schießerein wurde allerdings weniger
auf Feinheiten geachtet. Sowohl die Einschusslöcher,
als auch die Explosionen fielen nur mittelmäßig
aus.
Rückzug oder Sturmangriff? Die Steuerung ist
relativ umfangreich, der richtige Umgang mit der Waffe
benötigt deshalb eine gewisse Eingewöhnungsphase.
Erschwert wird dieser Prozess jedoch durch eine Vielzahl
an Hinweisen, Kommandos und Markierungen, die eher
verwirren als unterstützen. In einem einzigen
Schwall an Informationen preschen die Anweisungen auf
den Spieler herein, bis der völlig orientierungslos
als lebende Zielscheibe in der Gegend herumsteht.
Schon zu Beginn des Spieles gibt es einige Hänger – allerdings
nicht wegen einer ausgereiften Gegner-KI, sondern auf
Grund der mangelhaften Infos bezüglich der unterschiedlichen
Anweisungs- und Befehlsbefugnisse gegenüber dem
Partner. Darüber hinaus leistet der Teamkamerad
den Befehlen nicht immer Folge oder nimmt kurzerhand
Umwege zum Ziel.
Der Mini-Schirm der Cross-Coms der Soldaten zeigt
sowohl Feindbewegung als auch sonstige übermittelte
Daten und Videobotschaften an. Bis man diesen Informationsüberschuss
allerdings erst einmal katalysiert und zu nützen
gelernt hat, ist es meistens schon zu spät: „Im
Kampf gefallen“.
Geladen und gesichert – Probleme beim Speichersystem:
grundsätzlich wird der Spielstand nach jeder erfolgreich
abgeschlossenen Mission abgespeichert.
Doch auch während der Einsätze kann der Spieler
seinen Fortschritt an bestimmten Terminals sichern
und dabei seine Gesundheit wieder auffüllen.
Soweit so gut. Neben diesen Vorgängen gibt es
allerdings noch eine automatische Zwischenspeicherung,
bei der die Checkpoints nicht selten in Mitten eines
heftigen Schusswechsels liegen. Der Einstieg nach dem
Ausscheiden fällt somit unnötig schwer.
„From my cold dead hands“: Insgesamt können
die High-Tech-Soldaten von Ghost vier unterschiedliche
Waffengattungen tragen – in der Regel befinden
sich darunter ein Scharfschützengewehr, eine Pistole,
Granaten und schweres Geschütz. Zwar können
in den umkämpften Straßen und Häuserschluchten
einige Gefechtstürme besetzt werden, wirkliche
Highlights gibt es darunter allerdings nicht.
Die diversen Aufgaben und Missionen, die es als Elite-Soldat
zu erfüllen gilt, reichen von Befreiungsaktionen
und Sprengeinsätzen bis hin zu Ablenkungsmanöver
und Schutzaufträgen. Insgesamt fehlt es jedoch
an Abwechslung – dies, obwohl das Taktik-Element
ohnehin zu Gunsten des relativ hohen Action-Anteils
extrem minimiert worden ist (ähnlich auch die
PC-Version zu „Rainbow Six – Lockdown“).
Etliche Fehler (z.B. erzielen manche Treffer bei den
Gegnern einfach keine
Wirkung) und einige Ruckler vervollständigen das
Gesamtbild eines völlig lieblosen, monotonen und
durchschnittlichen Ego-Shooters, dessen Potential zu
selten in den Mündungsfeuern aufblitzt.
Ein aktuelles Beispiel dafür, wie man es richtig
macht: „Far Cry Instincts:
Evolution“. Das Review gibt's demnächst . . .
Fazit: Zu viele Fehler, zu wenig Biss. „Ghost
Recon: Advanced Warfighter“ mag zwar ganz unterhaltsam
sein, in Hinblick auf die hochgelobte 360-Version ist
der Shooter aber ein echter Reinfall.
#stephan kliemstein
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