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Fight Night: Round 3 - Xbox 360 - Testbericht - Review

Der (singende) Boxprofi Oscar De La Hoya ziert das Cover von Fight Night 3. Bild: SN/easports

 
Feel the pain
31. März 2006

Mit „Fight Night: Round 3“ beweist Electronic Arts einmal mehr, wer im dünn gesäten Genre der Boxspiele die Shorts an hat.

Schmerz ist geil: Es soll ja wirklich Menschen geben, die sich in aller Herrgottsfrüh den Wecker stellen, nur um dann im Fernsehen zwei erwachsenen Männern zuzusehen, wie sie sich gegenseitig das Gesicht zu Brei schlagen. Aber egal - Geschmäcker sind nun mal verschieden und an ein bisschen „Schmerzvoyeurismus“ ist ja im Grunde nichts auszusetzen. Und so sitzt man(n) vorm TV-Gerät und ergötzt sich an Punches, Jabs und geschwollenen Augen.

Aber oft bleibt danach trotzdem ein schaler Beigeschmack. Es ist irgendwie wie beim Sex – im Grunde ist selber machen doch einfach lustiger als nur zuzuschauen. Wer sich jedoch seine Nase nicht im Boxclub um die Ecke platt machen lassen will, dem bietet Electronic Arts bzw. der firmeninterne Ableger EA Sports die derzeit wohl beste Boxsimulation für die Spielkonsole: „Fight Night: Round 3“. Speziell auf Microsofts neuer Xbox 360 präsentiert sich das Ganze in so pipifeiner Grafik, dass dem Spieler erst einmal der Atem stockt: Schwitzende Körper glänzen im Flutlicht und jeder Muskel lässt die Wucht der Schläge erahnen . . .

Blut, Schweiß & Tränen: Das gesamte Repertoire boxerischer Fertigkeiten offenbart sich erst nach einiger Zeit – neben zahlreichen Angriffs-, Deckungs- und Kontermöglichkeiten sind drei Spezialangriffe möglich, die den Gegner im richtigen Augenblick ordentlich ins Taumeln bringen. Aber Vorsicht: Werden diese „Impact Punches“ unbedacht angewandt, ist die Deckung offen und der Gegner könnte den Kampf für sich entscheiden. Die Standard-Ansicht(en) wechseln diesmal bei speziellen Treffern auch in die Ego-Sicht, wenn entscheidende K.o.-Schläge oder dringende Deckungsversuche angebracht sind. Und sollte man trotz aller Bemühungen – und das wird passieren - auf die Bretter geschickt werden, kann – ebenfalls aus der Ego-Perspektive – in einem Mini-Geschicklichkeits-Game mit den beiden Sticks der Boxer wieder auf die Beine gebracht werden.

Von Bienen und Schmetterlingen: Wer auf Boxgrößen wie Ali, Frazier oder Gatti steht, wird bei FN:R3 bestens bedient – 32 Boxer aus sechs Jahrzehnten sind wählbar und der Spieler kann im ESPN-Classic-Modus sogar die größten Kämpfe der Boxgeschichte nachspielen.

Wer selbst einmal gegen die Stars der Szene in den Ring steigen möchte, der kann sich im ausgefeilten Editor selbst „nachbauen“, den gestählten Body mit fetten Tatoos verzieren und entweder eine Boxkarriere starten oder gleich versuchen, einen Gatti oder Ward auf die Bretter zu schicken – was anfänglich wohl eher nicht der Fall sein dürfte . . .

Und sonst: Mehrspielermodi on- und offline, fette Hip-Hop-Beats, tolle Umgebungen vom Box-Gym bis zur voll besetzten Halle, Eqiupment-Upgrades, Replays und, und, und ... - irgendwie ist an „FN:R3“ alles dran, was man von einer guten Arcade-Simulation erwartet.

Fazit: War die Fight-Night-Serie schon bisher – wegen fehlender Konkurrenz eigentlich nicht weiter verwunderlich – die Referenzsimulation für Boxfreunde, so kann EA Sports mit der aktuellen Xbox-360-Version durch die knackige Grafik und die butterweichen Animationen mit Sicherheit sogar Boxsport-Verweigerer süchtig machen nach (virtuellen) Schmerzen. Unbedingt Anschauen!

#michael einböck

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Fight Night: Round 3 - Xbox 360 - Testbericht - Review
 
  Fight Night: Round 3  

 

Spieler: 1 - 2
Genre: Sport
Entwickler: EA Sports
Herausgeber: Electronic Arts
 
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screenshots
 
  SYSTEME
 
  INTERNET
www.eagames.at/...
Mehr Infos zu "Fight Night: Round 3" auf EAGames.at.
 
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