Auf Ronaldinhos Spuren
12. April 2006
Mit "FIFA Street 2" bringt EA die konsequente
- und fehlerbereinigte - Fortsetzung der etwas anderen
Fußballsimulation auf den Markt.
Mit "Fifa Street" erblickte
eine Fussballsimulation das Licht der Videospielewelt,
wie sie bisher noch nie dagewesen war. Sie hatte allerdings
noch einige Schwächen wie z. B. die komplizierte
und kaum durchdachte Steuerung der Spieler.
In "Fifa Street2" wurden diese
Mängel behoben und ein Spiel auf den
Markt gebracht der den Vorgänger deutlich
in den Schatten stellt.
Die Entwickler von "Fifa Street 2" haben
das erfolgreiche Konzept des ersten Teils fortgesetzt
und zudem die Steuerung der Spieler einfacher gestaltet.
Waren sämtliche Moves
im ersten Teil nur sehr schwer durchzuführen,
können die Kicker in der Fortsetzung relativ leicht
unter Kontrolle gebracht werden. EA legte
bei den Spielern diesmal großen Wert auf deren
individuelles Können. Somit weist jeder Spieler
eigene Tricks auf, mit denen der Gegner wahrscheinlich
nicht rechnen wird.
Um diese Tricks auszuführen, muss
aber nicht lange die Anleitung studiert werden
- ein Drücker
auf die Tricktaste, dazu noch eine Angabe mit dem
rechten Analogstick und schon zeigt der Ballartist,
was er kann. Für
jeden Trick werden anständig Punkte verteilt.
Jeder Schuss, jeder Pass, jede Flanke, jeder Move
wird mit Punkten belohnt. Oft werden Spiele durch
das Erreichen eines gewissen Punktelevels gewonnen,
ohne auch nur ein Tor geschossen zu haben.
Es gibt
also verschiedene Arten, ein Match zu gewinnen.
Einmal ist das Ziel eine gewisse Punktezahl zu erreichen,
ein anderes Mal muss eine gewisse Anzahl an Toren
geschossen werden. Außerdem
gibt es die Möglichkeit, durch den so genannten
Gamebraker das Match vorzeitig zu beenden. Der
Gamebraker tritt in Kraft, sobald eine gewisse
Punktezahl erreicht wurde. Im ersten Teil ließ
der Kicker einen extrem scharfen und genauen Schuss
los, der für den
Keeper meist nicht zu halten war. In "Fifa Street
2" gibt es diese Variante ebenfalls - aber zusätzlich
noch die Option das Spiel vorzeitig zu beenden
und als Gewinner vom Platz zu gehen. Wurde der
Gamebraker gestartet, beginnt das Spiel wie in
Zeitlupe abzulaufen. Werden in einer vorgegebenen
Zeit alle gegnerischen Feldspieler überspielt
und anschließend ein Tor erzielt, so ist
das Spiel beendet und das Match gewonnen.
Im Karrieremodus, im Spiel "Absolute Street" genannt,
spielt der von einem selbst erstellte Kicker die Hauptrolle.
Von Statur bis zur Augenfarbe, von Schuh bis Armband
kann der Spieler hier selbst entscheiden, wie der Straßenfussballer
aussehen soll. Ein Spieler ist aber noch lange kein
Team. Ist erst eine Nationalität gewählt,
kann aus 320 Spielern ein Team mit 3 Mitspielern gebildet
werden. Mit jedem Sieg, der durch verschiedene Anforderungen
bestimmt wird, steigt die Anzahl der Talentpunkte.
Die Talentpunkte dienen dem Spieler dazu, den selbst
erstellten Fussballer weiterzuentwickeln. Geschwindigkeit,
Ballgefühl und einige andere Fähigkeiten
können mit den Talentpunkten verbessert werden.
Deutlich verbessert wurde das Abwehrverhalten. War
es in "Fifa Street" nur sehr eingeschränkt
möglich, den tricksenden Gegner vom Ball zu trennen,
so ist es in diesem Teil schon eher möglich, ins
Geschehen einzugreifen, wenn der Gegner mal richtig
loslegt.
Die Grafik des Spiels erinnert an den ersten Teil,
jedoch wurden Spieler und Umfeld deutlich realer gestaltet,
sodass die Kicker ihren menschlichen Ebenbildern mehr ähneln
und fast schon unverkennbar sind.
Der Kommentator aus dem ersten Teil wurde ersatzlos
gestrichen - dafür kamen einige Hintergrundgeräusche
hinzu, die das Spiel ein wenig aufwerten.
Alles in Allem ist das Spiel besser als der Vorgänger.
Grafisch gibt es zurzeit einige bessere Fussballsimulationen,
jedoch spielt hier der Spaßfaktor eine große
Rolle, der natürlich beim Spiel gegen Freunde
noch deutlich gesteigert wird.
#peter janisch
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