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Im Dschungel hört dich niemand
schreien: Far Cry 2006. Bild:
SN/ubisoft
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Doppelpack
13. April 2006
Farbenfrohes Geballere: Auf der Xbox
360 kommen die Spieler in den - teilweise
zweifelhaften - Genuss eines Far-Cry-Zweiteilers.
Eia popeia, was raschelt
im Stroh? Carver, Jack Carver - und
der Mann ist stinksauer, nachdem er
eine Reporterin in eine abgelegene
Bucht gebracht hat und ihm kurz danach
sein Boot sprichwörtlich
unter dem A*** weggeschossen wurde
. . . Aber hoppla: Boot, Reporterin,
Explosion? Das hatten wir doch schon,
oder?
Crytech und Ubisoft "beglücken"
Xbox-360-Besitzer in "Far Cry Instincts:Predator"
nicht nur mit dem neuen Teil des Dschungel-Abenteuers,
sondern sie haben auch das ursprüngliche
Game adaptiert und etwas aufgebohrt auf
Microsofts neue Konsole gepresst. Aber
- und das ist irgendwie ärgerlich: Der
Spieler muss zuerst den ersten Teil bewältigen,
um den zweiten freizuschalten.
Andererseits
haben die Entwickler die Möglichkeiten
der Xbox 360 voll ausgenutzt und präsentieren
ein wahres Fest an grafischen Schmankerl
- angefangen von den unglaublichen Wassereffekten
bis hin zu den riesigen und abwechslungsreichen
Inselgegenden.
Einmal links und einmal
rechts: Ein weiteres Problem bereitet -
zumindest anfangs - die Steuerung. Im
Kampfgetümmel ist es manchmal nahezu unmöglich,
den Gegner rasch genug ins Visier zu bekommen.
Einmal zu weit links, dann wieder zu weit
rechts - und oft ist es dann schon
zu spät. Licht aus, danke,
Servus!
Aber sonst gibt's an der
Xbox-360-Version wirklich nichts auszusetzen:
Spitzen Grafik, super Sound, riesige Kampfgebiete,
unzählige steuerbare Fahrzeuge und knackige
Mulitplayer-Modi. Ach ja - zusätzlich
gibt's noch eine feschen Map-Editor, mit
dem ihr eure Level selbst zusammenbauen
könnt . . . - und den Rest könnt ihr in
Stefs Review rechts nachlesen.
Fazit: FCI:P ist auch auf
der Xbox 360 ein Vorzeigebeispiel des Genres.
Bis auf kleine Steuerschwierigkeiten, das
aufgezwungene Erledigen des ersten
Teils und dem teilweise recht hohen Schwierigkeitsgrad
kann das Spiel uneingeschränkt - sofern
der Spieler über 18 Jahre alt ist - empfohlen
werden. Far-Cry-Neulinge und Naturfreunde
finden hier sowieso den ultimativen Action-Kracher.
Noch
was zur Info: FCIP ist nur auf TV-Geräten
spielbar, die den 60-Hz-Modus unterstützen!
Also erst die TV-Bedienungs-Anleitung durchlesen! #michael einböck |
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Inselparadies?
13. April 2006
Ego-Shooter und doch mehr: Die Fortsetzung von "Far
Cry Instincts" für Xbox/Xbox 360 zeigt die umfangreichen
Möglichkeiten im Genre auf.
First-Person-Shooter gelten meist als anspruchslos,
einfältig und primitiv – zurecht! Mal ehrlich,
die breite Masse an Ego-Shootern, die täglich
die Läden überflutet, besteht größtenteils
aus mittelmäßigen Titeln mit nur einem Ziel:
den Drang nach voyeuristischer Gewaltverherrlichung
zu befriedigen (siehe „Soldier Of Fortune“ – viele
fanden den Shooter nur auf Grund der detaillierten
Schussverletzungen unterhaltsam).
Immer wieder kommt es jedoch vor, dass „Baller-Spiele“ dieses
Schema durchbrechen und, dank innovativer Gameplays,
die umfangreichen Möglichkeiten des Genres aufzeigen. „Half
Life“ und „Halo“ beispielsweise bewiesen
eindrucksvoll, wie komplex „hirnlose“ Schussgefechte
sein können und wie viel Handlung man in „sinnlose“ Ballerorgien
verpacken kann.
Mit "Far Cry Instincts" bewies Ubisoft schon im letzten
Jahr, dass eine Umsetzung des kultigen PC-Spiels auch
auf der Konsole eine gute Figur machen kann. Vor kurzem
erschien nun die Fortsetzung dazu: "Far Cry Instincts:
Evolution".
Jack Carver, Ex-Navy-Soldat und inzwischen Touristen-Guide,
ist am falschen Ort zur falschen Zeit. Eigentlich sollte
er nur eine junge Frau mit seinem Boot zu einer abgelegenen
Südsee-Insel fahren, um dort ein paar „harmlose“ Piraten
zu beklauen, doch schon bald wird der Routineauftrag
zum Überlebenstrip. Jack findet sich inmitten
eines Mordkomplotts wieder, umgeben von bösen
Piraten, die es auf ihn und die Frau abgesehen haben – im
Schatten der Palmenblätter verbirgt sich ein dunkles
Geheimnis.
Im Paradies bricht die Hölle los: Wirklich fies
an „Far Cry Instincts:
Evolution“ sind die wundeschönen Landschaften.
Während Jack nämlich von einer aufgebrachten
Meute blutrünstiger Piraten quer durch den Dschungel
gehetzt wird, stechen dem Spieler exotische Pflanzen,
traumhafte Wasserfälle und paradiesische Strände
ins Auge – solchen Blickfängen zu wiederstehen
ist wahrlich nicht immer leicht.
Wie bereits angedeutet, erweist sich die Grafik als
absolut bombastisch. Die Spiegeleffekte des Wassers
sind dermaßen gelungen, am liebsten würde
man selbst ins nasse Kühl springen (schade nur,
dass keine Fische darin schwimmen – plötzliche
Haiattacken hätten für zusätzliche Spannung
gesorgt).
Das Meer schillert in all seinen Grün- und Blau-Tönen,
das Inseldesign ist einfach atemberaubend und wunderschön.
Auch die Sonneneinstrahlung und die dadurch entstehenden
Lichteffekte wirken überaus realistisch und sind – für
Konsolenverhältnisse – überdurchschnittlich
gut gelungen.
Naturecht klingen auch die hervorragenden Soundeffekte,
die besonders beim Aufprall der Kugeln und beim Trampeln
auf Wellblech-Dächer deutlich werden.
Vor allem aber die peitschenden Themen pumpen zusätzlich
Adrenalin in die Adern und stehen denen eines echten
Film-Blockbusters um nichts nach.
"Wenn Du durch die Hölle gehst, geh weiter":
Die Steuerung klappt - nach einer kurzen Eingewöhnungsphase
- recht reibungslos. Ein kurzes Einführungs-Turturial
hilft, schneller in die Rolle des Jack Carver zu schlüpfen.
Wirklich toll ist, dass Jack in jeder Hand eine Waffe
halten kann (außer Schrotflinten und ähnliches
versteht sich). Im Gefecht gegen angreifende Horden,
kann diese Funktion von enormer Bedeutung sein.
Astfallen, Granaten, Rohrbomben und Minen sollten schließlich
auch die härtesten Krieger ausschalten.
Per Knopfdruck verwandelt sich unser Anti-Held in
ein blutrünstiges Monster, das seine Gegner wie
ein wildes Tier anfällt und wie Puppen durch die
Luft schleudert. In diesem Adrenalin-Modus kann Jack
besonders hoch springen und schnell laufen – zudem
färbt sich der Bildschirm gelb, was die Sicht
im Dunkeln verbessert.
Gut gesniped ist halb gewonnen: da Eure Feinde – obwohl
ihre KI nicht überragend ist – sehr wachsam
sind und bereits beim leisesten Geräusch (z.B.
Nachladen) Verdacht schöpfen, ist der Kampf aus
der Distanz eine ratsame Option. Am besten Ihr klettert
auf einen Aussichtsturm und erledigt so viele Gegner
wie möglich mit dem Scharfschützengewehr
(samt Schalldämpfer!) aus sicherer Entfernung.
Danach sollte dem Kampf Mann gegen Mann nichts mehr
entgegenstehen.
Auf Eurem Weg durch das gefährliche Dickicht
des tropischen Dschungels stehen verschiedenste Fahrzeuge
zur Auswahl: Jetskis, Quads, Jeeps, Pick-Up-Trucks,
Motor- und Fischerboote und sogar Gleitschirme zum
Paragleiten! Viele davon sind mit Maschinengewehren
oder Granatwerfern ausgestattet, die ebenfalls bedient
werden können.
Einfach nur fantastisch: Ganze Lagerhallen müssen
gesprengt, Marihuana-Felder in Brand gesetzt, Geiseln
befreit, Personen beschützt und viele weitere
spannende Missionen bewältigt werden. Ein Kompass
am unteren Bildschirmrand zeigt an, wo sich Feinde
aufhalten und das nächste Ziel auf Euch wartet – angesichts
des umfangreichen Inselareals ist diese Anzeige auch
wirklich von Nöten um nicht im Palmen-Wirr-Warr
verloren zu gehen.
Ein Kritikpunkt, betrifft die Zwischensequenzen, die
leider nicht übersprungen werden können.
Da es an einigen Punkten im Spiel wirklich knifflig
zugeht (und man den Piraten nicht bloß einmal
zum Opfer fällt), kann es vorkommen, dass manche
Sequenzen immer und immer wieder durchlaufen werden
müssen. Irgendwann kann man den Text dann auswendig
mitsprechen – ein echt nervendes Manko, das vermeidbar
gewesen wäre.
Wenig Mühe haben sich die Entwickler meines Erachtens
auch bei den Flammen gemacht, die zweidimensional und
schlampig animiert wurden.
Gespeichert wird – ganz im aktuellen Trend – automatisch
mit Hilfe von Checkpoints. Dieses Prinzip ist reine
Geschmacksache. Des weiteren können nur begrenzt
viele „Ballermänner“ getragen werden:
Ein inzwischen gängiges Konzept, das sich erfolgreich
im Genre etablieren konnte.
Bei der Gesundheitsanzeige gingen die Entwickler einen
Kompromiss ein:
einerseits lädt sich diese während einer
Erholungsphase automatisch wieder auf, andererseits
gibt es auch weiterhin die altbekannten Medi-Packs.
Mit dieser Entscheidung kann man leben – im wahrsten
Sinne des Wortes.
Obwohl das Abenteuer nicht übermäßig
brutal ausfiel, fließt bei jedem Treffer gehörig
Blut. Die Altersbeschränkung ab 18 Jahren ist
deshalb angebracht und nachvollziehbar.
Fazit: Wer sich von diesem grandiosen Inselfieber
nicht packen lässt, ist selbst schuld. „Far
Cry Instincts: Evolution“ ist abwechslungsreich,
innovativ und schöpft das gesamte Potenzial der
Xbox aus. Highlight-Faktor garantiert!
#stephan kliemstein
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