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Dogfights bis zum Abwinken
- oder Ableben: Blazing Angels. Bild:
SN/ubisoft
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Aces
High
3. Mai 2006
Rolling, turning, diving: "Blazing
Angels" bringt heiße Luftkämpfe im
Arcade-Style auf die Xbox 360.
Konsolenpiloten
führen eine tristes Dasein - nach
der wirklich wunderbaren "Ace
Combat"-Reihe
(PS2) und dem actionreichen "Crimson
Skies" (Xbox) wartete die kleine,
aber feine Fraktion der HImmelsstürmer
lange Zeit vergeblich auf Nachschub.
Seit
kurzem weht allerdings wieder der
süße Duft von Flugbenzin durch die
heimischen Wohnzimmer - Ubisoft hat
mit "Blazing
Angels" das Genre der Arcade-Flugsimulationen
neu belebt.
Die Entwicklerfirma hatte
ja schon immer ein Herz für Flieger
- "Il-2 Sturmovik" und die Nachfolgetitel
gehören zweifellos zu den realistischsten
Flugsimulationen, die es gibt.
Der Nachteil: Die unzähligen Steuer-
und Einstellungsmöglichkeiten können
nur über eine Tastatur und einen
Flightstick vernüftigt erledigt
werden - und bleiben somit der
PC-Spielergemeinde vorbehalten.
Aber Schwamm drüber: "Blazing
Angels" richtet sich dafür
direkt an die Konsolenspieler und
punktet dabei mit "watscheneinfacher"
- und trotzdem exakter - Steuerung,
atemberaubender Fly-by's mit aufgeschalteter
Zielkamera und knackigen Grafikeffekten.
Apropos Grafik: Anscheinend hat
Ubisoft sich bei "Blazing
Angels"
Grafiker aus dem Electronic-Arts-Lager
ausgeborgt - die meisten Level
haben diesen grausamen gelb-bräunlichen
Farbton (wie ein uraltes, vergilbtes
Schwarz-Weiss-Foto), der mich
schon bei "Need for Speed:
Most Wanted" (hier
geht's zum Review) genervt
hat. Aber Geschmäcker
sind nun mal verschieden - und
bei "Blazing Angels" passt
dieser Effekt wenigstens in die
Zeit des Spielgeschehens.
Ansonsten: Die Missionen und Turorials
sind ordentlich gemacht und die
Spielaction reißt wirklich keine
Sekunde ab - einzig an der Abwechslung
mangelt es nach einer gewissen
Zeit, wenn die 80ste "Zero" in
Midway vom Himmel geholt ist ...
Aber da heißt es durchbeißen
- die nächsten Missionen kommen
bestimmt. Und wenn diese erledigt
sind und alle 38 Flugzeuge von
Spitfire bis Me-109 freigeschaltet
sind, starten Xbox-Live-Piloten
in heiße Online-Dogfights.
Fazit: Von subsonisch bis supersonisch:
Im Gegensatz zu meinem Kollegen (siehe
Review rechts) zog es mich schon immer
in die Lüfte - warum marschieren,
wenn es auch schneller geht? Ubisofts "Blazing
Angels" hat zwar
ab und zu einen Strömungsabriss in
puncto Farbgebung und Abwechslung,
in Summe sind aber unzählige Stunden
an heißer Flugaction garantiert. Unbedingt
Anschauen!
#michael
einböck |
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Adleraugen
28. April 2006
Arcade siegt über Simulation: In „Blazing
Angels“ für die Xbox und Xbox 360 setzt
Ubisoft auf heiße und zudem unkomplizierte Luftgefechte.
Der US-amerikanische Flugpionier Wilbur Wright antwortete
1903 auf die Frage, ob die Luft nicht ein sehr gefährliches
Element sei: „Die Luft ist völlig ungefährlich.
Das einzig gefährliche am Fliegen ist die Erde.“
Ein Fliegerass, wie es Cruise als Lt. Pete 'Maverick'
Mitchell im Film Top Gun verkörperte, war ich
noch nie – zumindest was Flugsimulationen betrifft.
Die komplexe Steuerung und die vielen Funktionen am
Armaturenbrett haben mich schon immer ein wenig überfordert
und so blieb ich am Boden und sah den Himmelstürmern
lieber als Infanterist zu.
Ubisoft´s WWII-Fliegerepos „Blazing Angels“ setzt
allerdings mehr auf Arcade-, als auf realistische Flugsimulations-Elemente.
Konkret: keine
Höhen- und Geschwindigkeitsanzeigen, unbegrenzte
Munition und ein Gameplay, das mit Action und Kugeln
regelrecht vollgepumpt wurde. So bieten die „brennenden
Engel“ einiges an Spielspaß und verzichten
auf langweilige technische Feinheiten und Simulator-Details.
Der Story geht zwar bei den Dauer-Bombardements und
den dichten Rauchschwaden schon mal der Sprit aus,
kleinere Plot-Fehler und seichte Dialoge werden aber
gerne in Kauf genommen. Viel bedeutsamer ist nämlich,
dass das Spiel mit seiner leicht zugänglichen
Steuerung und den rasanten Luftduellen auch Unerfahrene
ins Cockpit lockt.
Über den Wolken ... ist die Freiheit nicht grenzenlos:
wie bereits erwähnt, ist „Blazing Angels“ mitten
im zweiten Weltkrieg angesiedelt. Auf den Spieler warten
18 gefährliche Einsätze in Dünkirchen,
London, Pearl Harbor, in der Wüste und sogar in
der Antarktis.
Gleich zu Beginn des Spiels erläutert eine kurze
Einführungsmission die Steuerung und die Flugeigenschaften
der Maschine. Nette Einfälle – beispielsweise
bewirkt das Drehen des Controller-Sticks das Starten
des Propellers – begeistern dabei ebenso wie
die tolle Kameraführung.
Die Perspektiven fangen das Geschehen sehr gut ein.
Und sollte man den Feind einmal aus den Augen verlieren,
gibt es eine eigene Taste, die den Gegner aufspürt
und ihn im Sichtfeld behält. Dieses Feature ist
das inoffizielle Kernstück des Abenteuers und
von enormer Wichtigkeit. Bei den spektakulären
Flugmanövern passiert es nicht selten, dass der
Spieler die Orientierung verliert – hier hilft
die Taste, indem sie vor Abstürzen bei Verfolgungsjagden
bewahrt.
Auch wenn „Blazing Angels“ nicht immer
abwechslungsreich ist – vor allem weil die Missionen
nur sehr selten variieren (feindliche Bomber vom Himmel
holen, Schlachtschiffe versenken, Gebäude beschützen,
usw.) – das Game überzeugt auf der ganzen
Linie. Nicht nur die herrlichen Landschafts- und Stadtaufnahmen
entzücken, auch die detailgetreuen Flugzeuge lassen
Fan-Herzen höher schlagen.
Als absolutes Highlight empfand ich den simplen Umgang
mit den Maschinen.
Ohne sich an diffizile Parameter und Anzeigen halten
zu müssen, düst der Spieler in „Blazing
Angels“ spielerisch durch die Lüfte, als
wäre er dort geboren worden. Einzig und allein
der etwas hoch angesetzte Schwierigkeitsgrad fiel negativ
auf. Ansonsten sind alle Anzeigen im grünen Bereich.
Erwähnenswert: Multiplayer-Modi über Xbox Live
oder Splitscreen und zusätzliche Dogfights, bei denen der Spieler ohne Umschweife
ins Luftgefecht zieht.
Fazit: Die „Blazing Angels“ verwandeln
selbst den überzeugtesten Infanteristen in ein
beherztes Fliegerass. Ausprobieren und neue Horizonte
eröffnen entdecken!
#stephan kliemstein
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