Cyber-Spiele
24. September 2005
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| Olympia-Feeling bei
der bei
der Eröffnungszeremonie der World Cyber
Games 2004 in San Franzisko . Bild:
SN/wcg |
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104 österreichische Videospieler
kämpften im Wiener Rathaus um einen der 13 Startplätze
bei den „World Cyber Games 2005“ in Singapur.
Es begann in Südkorea. Ein Land, das meist
nur durch den Konflikt mit dem nördlichen Nachbarn
in die Schlagzeilen kommt. Ende der 1990er-Jahre – nach
Erscheinen des Echtzeitstrategie-Spiels „Starcraft“ – wurde
dort begonnen, Mehrspieler-Computerspiele auch außerhalb
der Szene zu beachten. Das führte dazu, dass „E-Sport“ dort
Dimensionen erreicht hat, die hier zu Lande dem Profisport
vorbehalten sind.
Im Jahr 2000 wurden in Seoul zum ersten Mal die
World Cyber Games (WCG) mit 17 teilnehmenden Nationen
ausgetragen. Die Veranstaltung mauserte sich relativ
bald zum Pendant der Olympischen Spiele und so begann
man 2004 – so wie das große Vorbild –,
auf Wanderschaft zu gehen. Nach den Spielen 2004
in San Franzisko, welche durch das Einreiseverbots
von Spielern aus „Schurkenstaaten“ überschattet
waren, ist dieses Jahr Singapur an der Reihe.
Um für Österreich an der WCG teilnehmen
zu können, mussten sich die Spieler über
diverse Lanparty- oder Internetligen für das
Finale im Wiener Rathaus qualifizieren.
Dort wurden dann vergangene Woche die 13 österreichischen Vertreter in den
acht Disziplinen („Counterstrike: Source“, „Halo 2“, „Starcraft:
Broodwar“, „Dawn of War“, „FIFA 2005“, „Dead
or Alive“, „Need For Speed“ und „Warcraft 3: TFT“)
ermittelt. Über zwei große Videowände konnten die Zuschauer ausgewählte
Spiele mitverfolgen. Die sehr gute Moderation verlieh der Veranstaltung fast
das Niveau einer Fußballübertragung.
Die Turniere waren teilweise an Spannung kaum zu überbieten. Ein Paradebeispiel:
Das „Counter-Strike“-Finalspiel musste in die siebte Verlängerung
gehen, weil die Teams schlichtweg gleich gut waren. Würde das auf ein Fußballspiel übertragen
werden, dann könnte man es mit einem stundenlangen Elfmeterschießen
vergleichen.
Auch Verena „Noob“ Vlajo, der „Star“ der österreichischen
Multiplayerszene – und die einzige Frau unter den 104 Teilnehmern – konnte
sich im Prügelspiel „Dead or Alive“ ein Singapur-Ticket sichern.
Aber egal, wie Österreich im November in Singapur abschneidet: „E-Sport“ wird
auch in unseren Breiten die Medienaufmerksamkeit erreichen, die er bereits in
Ostasien besitzt. Ein untrügliches Zeichen dafür ist der Austragungsort
der WCG 2006: Monza in Italien.
#lukas gasser
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