Game-Boy-Killer?
3. September 2005
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| Die PSP präsentiert sich als
Multimediaplayer mit Spielfunktion.. Bild:
SN/mike |
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Das lange Warten hat ein Ende: Sonys
erste tragbare Spielkonsole „PSP“ ist
jetzt endlich auch bei uns erhältlich. FRITZ
hat das Teil unter die Lupe genommen.
Die
Japaner sagen „Nippon“ zu Japan, was übersetzt
so viel wie „Ursprung der Sonne“ bedeutet.
Dass Japan aber nicht nur das Land der aufgehenden
Sonne ist, sondern auch bei Videospielen die Nase
vorn hat, beweist Marktführer Sony einmal mehr
mit seiner „Playstation Portable“, die
seit Donnerstag auch in Österreich erhältlich
ist. Der Marktführer bei TV-Spielkonsolen möchte
mit der „PSP“ nun auch in der von Nintendo
mit „Game Boy“ & Co. dominierten
Sparte der tragbaren Konsolen mitmischen.
Und bereits nach dem Einschalten steht fest: Sonys
Zauberwort heißt „Multimedia“.
MP3-Player, Fotobetrachter, Videospieler – alles
da. Aber technischer Schnickschnack hin oder her:
MP3-Wiedergabe gehört ja mittlerweile fast schon
zum guten Ton in der Elektronikindustrie. Und manche
MP-3-Player können heutzutage sogar schon Videofilme
wiedergeben . . .
Andererseits: „Alien vs. Predator“ oder
andere Blockbuster auf einem 480 Pixel breiten 16:9-Display
anzuschauen ist einfach fantastisch – ganz
zu schweigen von der gelungenen Soundkulisse.
Die „PSP“ präsentiert sich im Gegensatz
zum altbackenen „Nintendo DS“-Design
stylisch modern und passt so sogar perfekt in die
Anzugtaschen spätpubertärer Yuppies.
Aber Technik, Design und Coolness beiseite: Letztendlich
definiert sich jede Spielkonsole über die dazugehörige
Software, sprich die Spiele. Wenn die so genannten
Killerapplikationen fehlen, die den Ein- oder Umstieg
auf das System geradezu lebensnotwendig machen, dann
sorgt auch der starke 333-MHz-Prozessor – der
zwecks Stromsparens derzeit auf 222 MHz „gedrosselt“ ist – unter
dem etwas spiegelnden Display nicht für den
richtigen (kommerziellen) Schub.
Die Auswahl der Spiele aus dem Hause Sony ist klein – aber
durchaus fein. Rennspiele, Golf, Fußball, Action,
Abenteuer, es ist zum Start alles dabei. Ab und zu
stören längere Ladezeiten, ein gravierender
Fehlkauf ist aber ausgeschlossen.
Fazit: Auch wenn sich die „PSP“ im Gegensatz
zum „Nintendo DS“ (der mit druckempfindlichem
Bildschirm und einer Steuerung über Stift glänzt)
als weniger innovativer Multimediaplayer präsentiert,
so ist das Spielerlebnis das bis dato faszinierendste – jeder,
der auf Handheld-Konsolen steht, wird daran nicht
vorbeikommen.
#michael einböck
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