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| Erfrischend dreckig: World Rallye
Championship 4. Bild: SN/sony |
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Schlamm-Schleuder
19. November 2004
WRC 4 macht McRae & Co. ordentlich Konkurrenz:
Driften im Schnee und Dreck beim einzigen offiziellen
PS2-Spiel der FIA World Rally Championship.
Man muss wirklich kein fanatischer Rallye-Freak sein,
um die dazugehörigen Spiele gut finden zu können:
Im Dreck driften, durch schneebedeckte Landschaften
rasen und den Wagen über enge Bergpässe manövrieren
macht Spaß und sorgt für Nervenkitzel - nicht
nur bei Motorsport-Begeisterten.
Seit den ersten Rallye-Games - Colin McRae Rallye zählt
zu den Spitzenreitern des Genres - hat sich im Prinzip
nur wenig geändert. Gearbeitet wurde aber an Details:
Die Zuschauer am Straßenrand wirken schon längst
nicht mehr wie zwei-dimensionale Pappgestalten, die
den Fahrern früher völlig regungslos zujubelten.
Texturen mit höherer Auflösung sorgen für
realistischere Landschaften und deutlichere Schäden
an den Autos.
Konkret im Fall von WRC 4: Zwar kann der Spieler die
Wagen ganz schön verschrotten, dennoch gibt es
ein paar Dinge - wenn auch nur Kleinigkeiten - zu bemängeln:
Ob sich die Rallyeautos überschlagen oder lediglich
durch einen Zaun brettern, das Schadensbild ist meistens
das gleiche. Und auch nach einem der vielen Rendezvous
mit einem Tannenbaum, würde die Kühlerhaube
bei diesen Geschwindigkeiten in Wirklichkeit anders
aussehen.
Trotzdem bietet WRC 4 außerordentlich viel Rennspaß
und muss sich keineswegs hinter bereits genannten Größen
verstecken. Bei 16 Austragungsorten, über 100 verschiedenen
Etappen und allen Fahrern der Saison 2004 kommt nicht
so schnell Langeweile auf. Die verschiedenen Perspektiven
sind ein echter Eyecatcher, die diversen
Replays vermitteln pures Zuschauer-Feeling. Mit einem
erweiterten Repertoire an Sprüchen wird schließlich
auch der Beifahrer mehr ins Geschehen miteinbezogen.
Fazit: Die Reifen quietschen und der Schlamm spritzt:
WRC 4 ist ein actionreiches und gelungenes Rennvergnügen.
#stephan kliemstein
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