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| Langzeitvergnügen für herrenlose Möchtegern-Krieger
Bild: SN/sony | |  |  |
Die Kunst des Krieges 4.
August 2004 Das PS2-Spiel "The Way of the Samurai 2" entpuppt
sich als packender Kampf um Ehre und Ruhm. Der Philosoph und General Sunzi
schrieb: Die Kunst des Krieges ist eine Angelegenheit von Leben und Tod, eine
Straße, die zur Sicherheit oder in den Untergang führt. In Capcoms
"Way of the Samurai 2" entscheidest Du über das Schicksal eines
Ronin und über das einer ganzen Stadt. Sunzis Lehren, Bushido und andere
literarische Werke des alten Japans sind aus den Büchereien nicht mehr wegzudenken.
Auch auf der Leinwand sind Schwert schwingende Samurai ein angesagtes Thema, siehe
Cruise und Tarantino. "Way of the Samurai 2" ist, cineastisch gesehen,
eine Mischung aus "Last Man Standing" und den "Okami" Filmen
aus den 70ern. Als halb verhungerter Ronin - so die Bezeichnung für herrenlose
Krieger - beginnt für den Spieler die Geschichte hinter den Toren der Stadt
Amahara. Bereits hier entscheidet sich der Fortlauf des Spiels und das Schicksal
der Stadt. Es herrscht Krieg zwischen den radikalen Banden und den Magistraten
- ein neuer Regierungsstil soll die Wende bringen, sorgt aber für Aufruhr
und Gewalt. Zwischen die Fronten geraten, muss man nun den Lauf des Spiels bestimmen:
Entweder Kampf auf Seiten der Regierung oder für die ursprünglichen
Machthaber? Die Spieldauer für eine der vielen Varianten liegt bei drei
Stunden, im Spiel begleitet man den Krieger zehn Tage. Anfangs noch etwas langweilig,
entpuppt sich der realistische Storyablauf - der Ronin muss schlafen, sich ernähren
und sich neue Schwerter schmieden lassen - schon bald als packender Kampf um Ehre
und Ruhm. Die Aufträge reichen vom einfachen Taschendiebstahl, über
das tägliche Einfordern von Schutzgeld bis hin zum bezahlten Mord. Je mehr
Vertrauen man gewinnt, desto üppiger fällt auch die Belohnung aus. Beim
Aufbau der Szenarien machen sich Mängel bemerkbar: Zum Beispiel tauchen Stadtbewohner
aus dem Nichts auf. Die Grafik an sich überzeugt, obwohl die einzelnen Bezirke
von Amahara und deren Gestaltung etwas simpel ausfallen. Wird das Schwert einmal
gezogen, gilt das als Aufforderung zum Duell. Wenig später spritzen Blutfontänen
über den Schirm - wessen Blut fließt, hängt vom Können des
Spielers ab.Ein bisschen mehr Action im Angriffsrepertoire hätte nicht geschadet.
Dennoch bereitet das authentische Gameplay Spaß und ist wegen der verschiedenen
Handlungsmöglichkeiten ein Langzeitvergnügen.
#stefan
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