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| Helden der Leinwand: Viewtiful
Joe und Silvia. Bild:
SN/sony |
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Cut, cut, cut!
1. Mai 2005
Henshin a go-go, Baby: Der trashigste Superheld
aller Zeiten ist zurück, um in “Viewtiful
Joe 2” seine geliebte Filmwelt zu retten.
Eine dunkle Bedrohung lässt die Filmwelt erzittern
und die Kinoleinwände vor
Angst erblassen: Der „Black Film“, eine
dämonische Macht, ist drauf und dran,
das gesamte Filmarchiv der Menschen auszulöschen
und macht dabei noch nicht
einmal Halt vor echten Klassikern. Chuck Norris und
Co. ist eine Sache, aber
das geht eindeutig zu weit!
Ein Albtraum wird Wirklichkeit und darum schlüpft
Filmfreak Joe erneut in
sein Heldenkostüm. Mit von der Partie, als gewissermaßen
zweiter „Bodyguard“ des
bewegten Bildes, ist Freundin Silvia, die im ersten
Abenteuer von einem
fiesen Dämon im Kino entführt wurde. Schlagfertiger
denn je gehen beide
dieses mal gemeinsam als Helden-Duo an den Start und
verkloppen Bösewichte
im Sekundentakt. Per Taste kann der Spieler während
des Levels zwischen Joe
und Silvia wechseln. Das ist vor allem dann nötig,
wenn die Hindernisse nur
mit den speziellen Fähigkeiten von einem der beiden
gemeistert werden
können.
Kung Fu-Action, Matrix-Moves und ein Pärchen voll
cineastischer Leidenschaft – „Viewtiful Joe 2“ knüpft dort
an, wo der Vorgänger geendet hat und wird
sein Stammpublikum mit Sicherheit zufrieden stellen.
Unwesentliche
Veränderungen in punkto Gameplay und Grafik dürften
indes zu keiner
Erweiterung der Zielgruppe führen.
Wieder gibt es einen Slowmotion- und einen Mach-Mode:
Während die Slow-Mo
den Superhelden befähigt, schnellen Schlägen
der Gegner auszuweichen um
diese anschließend mit gezielten Schlagkombinationen
außer Gefecht zu
setzten, wird der Mach-Mode hauptsächlich für
die Lösung der „Rätsel“ verwendet. Um beispielsweise ein verschlossenes Tor
zu öffnen, muss Joe in
einem überdimensionalen Hamsterrad schnell rennen
und dabei Strom erzeugen– logisches
Denken ist durchaus gefragt. Die Vielzahl an Combos
und erweiterbaren Spezialtechniken wird Beat em´ Up-Liebhaber vor ihrem Bildschirm fesseln; heiße
Stunden voll „filmreifer“ Kampfszenarien
sind garantiert.
Wegen der lustigen Anspielungen auf
klassische Filmtitel wie Jurassic Park
und Indiana Jones kommen aber auch echte Filmfreaks
in den sieben
Action-geladenen Welten voll auf ihre Kosten.
Einziges Manko: Die 2D-Grafik ist wie schon in Teil
1 etwas
gewöhnungsbedürftig und wird vermutlich Spielern
mit hohen visuellen
Ansprüchen nicht genügen.
Fazit: „Viewtiful Joe 2“ ist leichte “Hau-Drauf-Kost”,
angereichert mit viel
Witz, Selbstironie und einer Portion Filmgeschichte.
#stephan kliemstein
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