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| Der persische Prinz ist kampflustiger
denn je. Bild: SN/ubisoft |
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Kult in Fortsetzung
17. Jänner 2005
Mit "Prince of Persia: Warrior Within"
übt sich Ubisoft in der Festigung einer Kultmarke.
Ein Prinz im Wandel. Über ein Jahrzehnt liegt
das erste Abenteuer des Prince of Persia zurück.
Die Urversion lief quasi schon in der "Steinzeit"
des Computerzeitalters - auf einem PC mit mageren 16
Mhz und 640 kb RAM.
Inzwischen war Prince of Persia in einer abgespeckten
Fassung sogar auf dem Handy zu spielen. Das Konzept
änderte sich bei der Renaissance des Kultgames
zum Glück nicht. Wie bei "Sands of Time",
dem Spiel des Jahres 2003, hat auch die aktuelle Ausgabe,
"Warrior Within" (für Xbox, GameCube,
PlayStation 2 und PC erhältlich), einen Wiedererkennungswert.
Vergleichbar mit seinen Vorgängern ist die neueste
Version dennoch nicht.
"Warrior Within" ist eine gelungene Weiterentwicklung
und setzt bei Grafik und Gameplay neue Maßstäbe.
Dunkel und düster präsentiert sich "Warrior
Within". Der Prince of Persia ist erwachsen geworden
und kämpft mit einem Schwert in der einen und einer
Axt oder einem Stock in der anderen Hand nicht mehr
gegen die aus dem Vorgänger bekannten "menschlichen"
Wächter. Gegner sind nun Furcht einflößende
Gestalten in Form von Monstern, Mumien oder Tieren,
die oft um ein Mehrfaches größer sind als
der Prinz selbst. Geblieben ist der gelungene Mix zwischen
fesselnden Kampfszenen und kniffligen Rätseln,
der das Kultspiel so einzigartig macht.
Der Prince of Persia wird gejagt von Dahaka. Dieses
riesige Monster lässt den Puls des Spielers rasant
ansteigen. Ein Entkommen ist auf Grund der Schlingenarme
des Dahaka meist nur nach unzähligen Versuchen
möglich. Um letztlich zu überleben, gibt es
für den Prince of Persia nur eine Lösung:
die Ausbreitung des Sands der Zeit zu verhindern, den
man in "Sands of Time" noch gutgläubig
geöffnet hatte.
So spektakulär und ausgeklügelt das neue,
so genannte Free-Form-Fighting-System in "Warrior
Within" ist, verlangt es auch überdurchschnittlich
viel Geduld. Anfangs überfordern die unzähligen
Kampfformen trotz exakter Beschreibung noch, danach
entwickelt sich langsam ein eigener Kampfstil. Das gesamte
Können des Prinzen ist jedoch kaum abrufbar. Dazu
sind die Tastenkombinationen (zumindest bei unserer
Testversion auf der PlayStation 2) zu kompliziert.
Unbestritten bleibt: Prince of Persia bietet mit der
neuesten Ausgabe wieder ein packendes Abenteuer, das
Seinesgleichen sucht. Wer die spannende Geschichte in
"Warrior Within" durchspielen möchte,
sollte sich allerdings "tausend und eine Nacht"
Zeit nehmen. War es bei "Sands of Time" anspruchsvoll,
aber durchaus machbar, kann es bei "Warrior Within"
unter Umständen zu einer unendlichen Geschichte
werden.
#michael unverdorben
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