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| Ataris Killerapplikation auf
dem 2600er kehrt zurück. Bild:
SN/activision |
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Damals & heute
9. Jänner 2005
Mal wieder ein Remake eines Spieleklassikers: "Pitfall:
The Lost Expedition" bietet bekannte 3D-Plattform-Abenteuer.
Schön langsam sieht es in der Spielebranche
aus wie in Hollywood. Nicht, was Budgets und Optik
angeht – dort natürlich auch – sondern
im Hinblick auf die Tatsache, dass fast alles, was
das Licht der Welt erblickt, ein Remake, ein Sequel,
ein dritter Teil eines Remakes, oder ein Prequel zum
Spin-Off einer Neuauflage der Fortsetzung eines Klassikers
ist. Heute im Visier: "Pitfall: The Lost Expedition",
Activisions Modernisierung des Oldies "Pitfall",
seinerzeit auf dem Atari 2600 der Renner schlechthin.
Das war 1982. Und – sind wir uns mal ganz ehrlich – man
fühlt sich alt, wenn man die Originale solcher
Neuauflagen damals tatsächlich gespielt hat. Wie
ja auch bei der aktuellen Wiederbelebung von "Pirates".
Aber was war das für ein Erlebnis, den Abenteurer
Pitfall Harry (freilich nur ein paar klobige Pixel)
durch einen Plattform-Dschungel zu bugsieren, per Lianen über
Schluchten, Skorpione und Krokodile zu hechten und
im Goldrausch Schätze einzusammeln. "Pitfall" war
wohl das erste Plattform-Jump'n'run-Game, ohne das
es Super Mario, Sonic the Hedgehog und (seufz) die
Giana Sisters wohl nicht gegeben hätte.
Und heute? Heute sieht Harry natürlich ganz
modern aus, im schicken 3D-Tomb-Raider-Gewand, mit
fabelhaften Lichteffekten und feinen Animationen, und
im witzig designten Comic-Stil geht es immer noch um
Krokodile und Lianen. Je mehr sich die Dinge ändern,
desto größer die Gewissheit, dass alles
gleich bleibt. In einem ansprechend gebastelten Mix
aus Plattform-Game und Adventure rennt man durch verschiedene
zusammenhängende Welten – Dschungel, Eishöhlen,
unterirdische Passagen. Mit den Gegenständen,
die man so findet, kann man weitere Bereiche erschließen:
Erst mit einem abseits versteckten Eispickel beispielsweise
kann man eine Eiswand hinaufklettern.
Und so sucht man im Dschungel von Peru Harrys Kollegen,
die sich bei einem Flugzeugabsturz per Fallschirm gerettet
haben und nun über die gesamte (Spiel-)Welt verteilt
sind. Das ist nicht extrem schwierig, aber unterhaltsam
gestaltet. Und wer ganz genau sucht, findet als Schmankerl
1:1-Emulationen des Originalspiels und seiner Fortsetzung "Pitfall
II" – sicherlich ein ästhetischer Schock
für Spieler, die mit einem N64 großgeworden
sind, aber ein Edelstein für die Nostalgiker unter
uns.
Lange braucht man nicht, um das neue "Pitfall" durchzuspielen.
Die feine Grafik, die immer wieder eingestreuten Gags
und das leichtfüßige Gameplay aber sorgen
für Kurzweil. Mit leichtem Kopfschütteln
und dem Wunsch, mal wieder etwas wirklich Originelles
auf dem Spielesektor sehen zu wollen, kann "Pitfall:
The Lost Expedition" für Neulinge wie für
vereidigte alte Hasen empfohlen werden.
#christian genzel
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