Museum der Moderne
9. Jänner 2006
Retro kehrt nun auch in den Spielkonsolen ein.
Pac Man & Co. wurden in „Namco
Museum“ für die PSP
ins 21. Jahrhundert transformiert.
Nicht nur die Mode wird vom bereits da gewesenen wieder
eingeholt, auch unsere Games. Wer kann sich nicht mehr
erinnern an die simplen Figuren, die in ihren Anfängen
noch über
die green-flats gelaufen sind?
Nun haben einige Klassiker
den Weg ins neue Jahrhundert gefunden – manche
davon gekleidet in einem angepassten Erscheinungsbild,
jedoch mit denselben Aufgaben. „Namco Museum“ ist
eine Sammlung dieser Games. Angeführt wird die
Spielefront der Neuadaptionen vom wohl bekanntesten
aller: Pac Man, der mittlerweile schon beachtliche
25 Jahre auf dem Buckel hat.
Zu den einzelnen generalüberholten Spielen:
Pac Man: Das Spiel hat sich von den Aufgaben her
nicht verändert. Pac Man frisst sich durch das
Labyrinth und versucht den Gestalten im „Geistergewand“ auszuweichen.
Die Neuentwicklung beschränkt sich auf die Farbenpracht
der Figuren und auf die 3D-Darstellung der Spielfläche.
Fazit: Ein sehr nettes Spiel für zwischendurch,
jedoch wenig anspruchsvoll und keine Herausforderung
für den ambitionierten Zocker.
Galaga: Ziel ist es, die angreifenden Klein- bis
Kleinstflugzeuge zu zerstören, bevor in den Endrunden
ein überdimensionaler Gegner wartet. Danach geht
es sofort ab in die Bonusrunde. Das Original besticht
mit seiner Eindimensionalität, die Gegner sind
in ihren Bewegungen sehr steif und festgefahren. Die
Widersacher des Remakes dagegen zaubern Schwung auf
den PSP-Bildschirm. Erweitert mit neuen Farben und überarbeiteten
Hintergründen wurde der Spaßfaktor deutlich
erhöht und sorgt garantiert für galaktische
Unterhaltung.
Rally X: Same as ever! Bei diesem Spiel hat man den
Eindruck, es hat sich kaum etwas verändert. Im
Vergleich zu den heutigen Drive-Games ist sowohl die
adaptierte Grafik als auch der Gametask nicht wirklich
aufregend. Fazit: Ein weniger gelungenes Retroprodukt
der neuen Spielpalette in „Namco Museum“.
Dig Dug: Auch wenn es anfangs ein wenig einfach gezeichnet
scheint, versucht der spacige Bauer den Boden von Schädlingen
zu befreien. Grabend wird der Weg ins Erdreich geebnet,
bevor die Eindringlinge durch „Aufpumpen“ gesprengt
werden. Die Aufbereitung des Games bietet eine detailliert
gestaltete Spieloberfläche, kombiniert mit Farbenreichtum.
Dig Dug ist eine nette Unterhaltung frei nach dem Motto:
easy gambling.
Ansonsten: Die 20 Original-Klassiker bieten Retro-Freaks
echte Zuckerl – und leider auch etliche Ausschussware.
Auf der Plusseite: Pac-Man, Mrs. Pac-Man, Galaga, Galaxian,
Rally-X, New Rally-X, Dig Dug, Dig Dug II, Bosconian
und natürlich die Mutter aller Vertikal-Shooter,
Xevious,
welches bereits erfolgreich in der NES-Version für
den Game Boy Advance umgesetzt wurde. Die restlichen
Namco-Spiele sind einer Erwähnung eigentlich nicht
mehr wert – „klingende“ Namen wie
Grobda und Tower of Druaga lassen das Potenzial aber
erahnen. Eines noch: Der Schwierigkeitsgrad scheint derselbe
wie in der Spielhalle zu sein - durch den kleineren
Bildschirm und die schwierigere Steuerung wird da so
manches Arcadespiel - speziell Xevious - zur "Mission:
Impossible" ...
Fazit: Namco Museum ist eine nette Mischung aus alten
Arcade-Spielen und fünf grafisch aufgepeppten
Neuversionen, denen Retro-Freaks durchaus etwas abgewinnen
können – nicht mehr und nicht weniger.
#oliver drachta/ michael einböck
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