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| Der Rachefeldzug ist noch nicht abgeschlossen. Bild:
SN/rockstargames | |  |  |
Feel The Payne
11. Februar 2004
Mit "Max Payne 2" kommt eine düster-spannende
(und bleihaltige) Actionspiel-Fortsetzung im Film-noir-Stil
auf PS2, PC und Xbox.
"Ich bildete mir ein, dass alles vorbei
sei. Ich war noch am Leben, meine Familie immer noch tot. Es war nicht vorbei."
Filme, Bücher und Videospiele haben eines gemeinsam: Die Masse ist durchschnittlich
bis schlecht, Ausnahmen sind selten. "Max Payne" war eine solche Ausnahme.
Als das "Sieben" unter den Spielen erlangte es Kultstatus. Im Mittelpunkt
stand eine Figur mit Persönlichkeit und Tiefe. Ein Polizist drehte nach der
Ermordung seiner Familie durch und startete einen blutigen Rachefeldzug.
Eine kinoreife Story, die nicht adaptiert worden war.
Neben dem Plot waren auch die Möglichkeiten für
den Spieler bereits sensationell: Mit der "Bullet
Time" in Zeitlupe um Ecken springen, während
des Fluges Geschossen ausweichen und danach die Gegner
durchlöchern.
Dreckige Gassen, verrauchte Appartements und U-Bahn
Stationen. Der Feind rauchte, scherzte und versteckte
sich während der Schusswechsel hinter Tischen und
Mauervorsprüngen. Eine Art Film Noir mit dem Spieler
in der Hauptrolle.
Die Mündungsfeuer zischen nun erneut. Patronenhülsen
klirren am Boden und Einschusslöcher überziehen
die Wände. "Max Payne 2 - The Fall of Max
Payne" ist ein würdiger Nachfolger. Die inneren
Monologe sind philosophisch und düster, die detaillierten
Locations stehen dem ersten Teil um nichts nach.
Bricht Payne zum Beispiel durch die Tür in eine
fremde Wohnung, liegen am Tisch Pizzen und der Fernseher
läuft. Die Handlung wird wie gewohnt in Form von
Comic-Strips erzählt - die typischen Traum-Sequenzen
wurden beibehalten. Zwar gibt es wenig Neues, dafür
verfeinerte Shootings und mehr Action. Die Innenausstattung
der Räume lässt diesmal spektakulärere
Moves und Stunts zu. Explosive Tonnen, Granaten und
Schnellfeuerwaffen fordern ihre Opfer. Ob mit Uzi, AK-47
oder einer abgesägten Schrotflinte: Auch diesmal
fließt das Blut wie auch die exzellente Grafik.
Beeindruckende Sniper-Einsätze, unterstützende
Charaktere und Mona Sax sind die Highlights dieses Thrillers.
Mona ist Payne´s Geliebte und birgt so manches
Geheimnis in sich. Der Controller vibriert durch die
Gewehrsalven, die Kugeln pfeifen durch die Luft. Wer
über 18 ist und sich dieses Ereignis entgehen lässt,
dem ist nicht zu helfen.
#stephan kliemstein |