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| Die Erfolgsserie geht
weiter: Medal of Honor. Bild:
SN/EA Games |
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Medaillen-Sammler
8. Juli 2005
Mit "European Assault" geht die Erfolgsserie "Medal
of Honor" - nach dem eher schwachen Vorgänger "Rising
Sun" - in eine neue Runde.
Als Video- und Computerspieler hat man den Zweiten
Weltkrieg mittlerweile in fast schon jeder erdenklichen
Form nachgespielt. Die "Medal of Honor"-Serie gilt
als die Mutter aller Weltkriegsshooter und wird auch
weiterhin von Electronic Arts fleißig fortgesetzt.
Aber kann "European
Assault" die Serie nach dem etwas misslungenen "Rising
Sun" wieder in Fahrt bringen?
Im neuesten Teil von "Medal of Honor" schlüpft
ihr in die Rolle von William Holt, einem Spezialagenten
der OSS, der die amerikanischen Truppen an den verschiedenen
Schauplätzen des Zweiten Weltkriegs unterstützen
soll.
Die Reise führt euch vom Häuserkampf in
der Normandie über sandige Bunkerschlachten in
Nordafrika bis hinein ins eiskalte Russland, wo ihr
im Schatten der Stalinorgeln die tödliche Schlinge
um die 6. Armee enger ziehen werdet. Während der
Missionsbesprechungen sorgen Original-Filmdokumente
für die richtige Atmosphäre. Das Spiel zieht
sich über ein Dutzend Missionen, die euch
ungefähr
acht Stunden am Stück beschäftigen werden.
Der enthaltene Mehrspielermodus ist lediglich per Splitscreen
spielbar, einen Onlinemodus hat man sich leider gespart.
Die 15 Spielkarten können in den klassischen Spielmodi
Deathmatch, Team Deathmatch und Capture the Flag bestritten
werden und die dabei zur Verfügung stehenden Optionen
sind reichlich und lassen wohl kaum Wünsche offen.
"European Assault" bietet euch einige
bemerkenswerte Neuerungen gegenüber seinen Vorgängern.
Eine davon ist das freie Spielfeld mit offenem
Missionsdesign: Jeder Level besteht aus drei primären
Zielen, die auf jeden Fall zu erfüllen sind. Dazu
gibt es bis zu fünf Sekundär- und Bonusaufträge,
die ihr je nach Lust und Laune erfüllen könnt,
aber nicht unbedingt müsst.
Kümmert ihr euch um die zusätzlichen Aufgaben,
macht sich das nicht nur in Form von Medaillen auf
eurer Soldatenbrust gut, sondern bringt euch auch »Wiederbelebungen«.
Das sind quasi Bonusleben, mit denen ihr sofort auf
dem Schlachtfeld wieder aufersteht, wenn ihr niedergeschossen
wurdet – so müsst ihr nicht den Level von
vorn starten.
Die Steuerung in "MOH" ist ziemlich einfach.
Nur schade, dass man die Tasten nicht selbst belegen
kann. Aber vier vorgefertigte Layouts sorgen dafür,
dass sich jeder Spielertyp nach kurzer Zeit wohl fühlen
sollte. Ihr dürft laufen, kriechen und robben,
euch um Ecken lehnen und aus der Deckung heraus auf
alle möglichen Feinde feuern.
Eines der großen Markenzeichen jedes "MOH-Games" war
immer der aussergewöhnlich gute Sound - das ist
natürlich auch in European Assault nicht anders:
Zum einen gibt es realistische Soundeffekte mit jeder
Menge Geballer, krachender Explosionen, knisternder
Funksprüche
und knirschender Panzerketten. Dazu kommt eine gelungene
Sprachausgabe, die aufgrund verschiedener Akzente problemlos
den Spielparteien (Amerikaner, Briten und
Russen) zugeordnet werden kann.
Begleitet wird das Ganze von einem schwermütigen Orchester-Soundtrack des
London Symphonic Orchestra. Die Musik passt sich perfekt
dem Geschehen an: Legt ihr zum Beispiel eine Sprengladung,
drehen die Klänge plötzlich schnell und hektisch
auf. Geht das Ziel in die Luft, ertönt eine kurze "Hurra-wir-haben’s-geschafft-Melodie".
Nach dem eher enttäuschenden "Rising Sun" zeigt
EA mit "European Assault" jetzt deutlich, welches Potenzial
immer noch in der Serie steckt: Die intelligenten Verbesserungen,
das freie Spielprinzip, der dezente Arcade-Einschlag
mit Nemesis-Gegnern und Adrenalin-Modus, die tolle
Präsentation – all das sorgt für ein
aufregendes Spielerlebnis, welches für jeden Shooter-Typ
geeignet sein dürfte.
#thomas geiregger
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