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| Tarnen und täuschen ist Pflicht
bei MGS3. Bild:
SN/ |
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Schlangen-fresser
1. April 2005
Ein Mann kämpft in der Vergangenheit für
unsere Zukunft - "Metal Gear Solid 3" sorgt
für heißen Spielspaß im
Kalten Krieg. Die Schlange ist zurück: Im neuesten Stealth-Action-Knaller
"Metal Gear Solid 3 - Snake Eater" von Konami schlüpft
der Spieler in die Rolle des Spezialkämpfers "Naked
Snake", der inmitten des Kalten Krieges das Schlimmste
verhindern soll: Nur er ist im Stande eine nukleare
Katastrophe abzuwenden und das Überleben der westlichen
Welt zu sichern.
Damit der Kalte Krieg nicht zum Heißen wird,
ist die Ein-Mann-Armee mit allerhand Waffen und Fähigkeiten
ausgestattet. Sie sollen es ihr ermöglichen, weit
hinter den feindlichen Linien Informationen über
den Waffenprototyp "Metal Gear" herauszufinden.
Mit dieser mobilen Abschussrampe für Nuklearsprengkörper
plant das Böse einen atomaren Angriff auf Amerika.
Snake hat es nicht leicht: Neben tödlichen Fallen
und gefährlichen Raubtieren lauern unzählige
Feinde im russischen Dschungel.
Einige technische Erneuerungen im Gameplay sollen
diese Gefahren entschärfen: Ein Camouflage-Index
am oberen Bildschirmrand zeigt an, wie gut der Agent
getarnt ist. Durch den geschickten Einsatz der verschiedenen
Uniformen und Gesichtsbemalungen, die dem Spieler zur
Auswahl stehen, verschmilzt Snake förmlich mit
seiner Umgebung und wird für den Feind unsichtbar.
Das ist jedoch nur zu Beginn des Spiels von Bedeutung.
Später rückt das Stealth-Element zunehmend
in den Hintergrund und das Tarnen wird bei den Action-geladenen
Shootouts - außer im finalen Kampf - schlichtweg überflüssig.
Jäger und Sammler: Um einen schnelleren Heileffekt
und eine Top-Ausdauer zu erzielen, muss sich Snake
unter anderem von wilden Tieren ernähren. Auf
dem Survival-Speiseplan stehen: Ziegen, Krokodile,
Wildhasen, Fische, Pilze und wie der Titel bereits
verrät - Schlangen. Vorsicht: Nahrungsmittel können
auch verderben.
Ein weiteres Highlight ist das neue Verletzungsmenü.
Der Überlebenskünstler kann jetzt Knochenbrüche,
Schussverletzungen, Verbrennungen, Schnitte, Blutegel
und sogar Magenbeschwerden behandeln.
"Metal Gear Solid 3" setzt auch grafisch
neue Maßstäbe: Was dem Spieler hier geboten
wird ist nicht kinoreif, sondern großes Kino.
Butterweiche Animationen, ein atemberaubendes Leveldesign,
liebevoll gezeichnete Charaktere und kurze Ladezeiten
- Konami schöpft das maximale Pensum der PS2 aus
und punktet auf voller Linie. Die spektakulären
Zwischensequenzen machen sogar den Altmeistern John
Woo und Jerry Bruckheimer Konkurrenz.
Wie auch schon bei den beiden Vorgängern sind
die Sequenzen in "MGS 3" relativ lang.
Action-Fans kommen trotzdem voll auf ihre Kosten: Per
Knopfdruck können Maschinengewehr-Stellungen und
Flak-Geschütze besetzt und feindliche Hubschrauber
zerstört werden. Zudem sorgen spannende Boss-Kämpfe
und rasante Verfolgungsjagden für Nervenkitzel
und feuchte Handflächen. Unterlegt mit einem genialen
Soundtrack wird die dichte Atmosphäre zum unvergesslichen
Spielerlebnis, das noch lange nachwirkt.
Fazit: "MGS 3" ist als bester Titel der
Trilogie ein absolutes Muss für jeden Spieler über
16 Jahren.
#stephan kliemstein
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