Gruselspaß für unterwegs
15. November 2005
„Medievil: Resurrection“ bringt eine
perfekte Mischung aus Action, Abenteuer und Witz auf
die PSP.
Sir Daniel Fortesque, einäugiges Knochengerippe
und alter Gast auf der Playstation, erwacht auf Sonys
neuestem Handheld in „Medievil: Resurrection“ wieder
zum Leben. Sein Erzrivale, der böse Zauberer Zarok,
kehrt aus dem Jenseits zurück und verwandelt Gallowmere
in ein Königreich voller Zombies und anderer finsterer
Gestalten. Und nur unser - wenig mutiger - Held kann
ihn besiegen.
Anfangs nur mit seinem - als Wurfwaffe eingesetzten
- Arm ausgerüstet, wird das Arsenal im Laufe des
Spiels auf alle Arten von Hieb-, Stich- und Wurfwaffen
ausgedehnt. Sogar Kombinationen sind möglich – eine
Holzkeule wird am Lagerfeuer so beispielsweise zur
nützlichen Fackel.
Und so arbeitet sich Sir Daniel miefend von seiner
Gruft aus durch zahlreiche bizarre, düstere – und
doch farbenfrohe – Levels, die irgendwie an Tim
Burtons „Nightmare before Christmas“ erinnern.
Der Strom der Gegner scheint endlos und so ist es ratsam,
die - anfangs doch eher verzwickte – Steuerung
zu beherrschen. Denn wie bei vielen analog gesteuerten
3rd-Person-Abenteuern ist auch hier die Kameraperspektive
unser größter Feind.
Wer die Steuerungs-Hürde überwunden hat,
kann sich auf ein knackiges Action-Abenteuer mit zahlreichen – leichten
bis mittelschweren – Rätsel einstellen.
Außerdem warten an manchen Stellen fiese Endgegner,
mit denen sich unser Held Minuten lange Gefechte liefern
muss.
Die zahlreichen Zwischensequenzen erzählen die
Geschichte weiter und sorgen durch die witzigen Dialoge
für etliche Schmunzler.
Das Spiel kann jederzeit gespeichert werden – das
ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist,
dass die aktuelle Lebensenergie mitgespeichert wird.
Und so kann es passieren, dass unser Knochenmann bei
einem Neustart nach nur einem Hieb (wieder) das Zeitliche
segnet. Aber ein kleiner Cheat - der eigentlich keiner
ist - sei hier verzweifelten Zombiejägern verraten:
In der Übersichtskarte
kann der Spieler in frühere Levels einsteigen
und somit auch zu Dans Gruft zurückkehren, die
bei jedem Einstieg ins traute Heim des Helden eine
so genannte Gesundheitsphiole bereithält.
Fazit: „Medievil: Resurrection“ überzeugt
mit knochentrockenem Humor, viel Action und etlichen
wunderbar gestalteten Umgebungen. Ein Muss für
3rd-Person-Action-Freunde!
#michael einböck
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