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Stark, stinksauer - und ziemlich
groß: King Kong. Bild:
SN/ubisoft
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SYSTEMVERGLEICH
Kong für unterwegs
13. Dezember 2005
Ubisoft
spendierte auch Sonys neuem
Handheld eine Version von "Peter
Jackson's King Kong" -
und diese hat es in sich.
Gleich zu Beginn wird der Spieler
dadurch überrascht, dass
die tragbare Version genau
so beginnt wie sein großer
Bruder auf PS2 und Konkurrenz:
Unser erster Blick als menschliche
Hauptfigur schweift von der
Bordwand, auf der wir den Schiffsnamen
"Venture" lesen, nach oben
zu einem der Offiziere an der
Reling. In solch schicker 3D-Umgebung
fühlt man sich dann gleich
wie zuhause (vor der TV-Konsole)
. . .
"Hallo, ist da jemand?": Bei
der Landung auf der Insel vermisst man
die Begleiter der TV-Versionen. Diese hätten
offensichtlich zu viel CPU-Leistung
verbraucht und so macht sich
Jack auf der PSP alleine
auf den Weg, um Ann zu retten.
An manchen Stellen weicht
die Geschichte dadurch zwar
von der Konsolenversion ab und
etliche Dialoge fallen ins
Wasser - die wichtigen und
spannenden Schlüsselszenen
blieben jedoch erhalten.
Die
Steuerung erweist sich anfangs als gewöhnungsbedürftig
- sobald alle Tasten und Knöpfe erlernt sind,
lassen sich alle Aktionen aber - beinahe
- wie auf der "Großkonsole"
ausführen.
Optisch steht die PSP-Version der PS2-Version
bis auf kleine Grafikfehler
(Konturen der Umgebungs-Objekte blitzen
des Öfteren punktiert auf) in Nichts
nach - sogar die Weitsicht ist atemberaubend
umgesetzt.
Fazit: Wer auch unterwegs Hollywood-Abenteuerluft
schnuppern will, der wird um
diese Game nicht herumkommen.
#m2e |
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Affentheater
25. November 2005
Der wohl größte und bekannteste Affe
neben Donkey Kong erklimmt die Konsolen und den PC: "Peter
Jackson's King Kong."
Wer kennt sie nicht? Die Geschichte von King Kong,
dem Riesenaffen von Skull Island, der sich in die schöne
Ann Darrow verliebte und letztendlich vom Empire State
Building in den Tod stürzte – ein Klassiker
eben. Ex-Splatter-Regisseur Peter Jackson ("Herr Der
Ringe"-Trilogie, Bad Taste, Meet The Feebles,
Braindead, Heavenly Creatures, The Frighteners) wagte
sich an den Stoff heran und inszenierte einen sündhaft
teuren Blockbuster, dessen Trailer – mich zumindest – nicht überzeugen
kann.
Doch jetzt zum Game: Das offizielle Spiel zum Film
ist angeblich in enger Zusammenarbeit mit Jackson entstanden,
behauptet der Spielehersteller Ubisoft. Ob die Kollaboration
Früchte getragen hat?
Spiele Jack, spiele Kong: Während in der Leinwandversion
Oscarpreisträger Adrien Brody Jagd auf das haarige
Monster macht, obliegt diese heldenhafte Aufgabe im
Spiel euch. Ihr schlüpft in die Rolle des tapferen
Jack Driscoll, der Ann (im Film gespielt von Naomi
Watts) aus den Klauen des Ungeheuers retten muss.
Ubisofts „King Kong“ (freigegeben ab
zwölf Jahren) ist kein reiner Ego-Shooter. Immer
wieder übernimmt der Spieler auch den Part des
acht Meter großen Primaten, der sich über
schwindelerregende Abgründe schwingt und Dinosaurier
bekämpft. Das Game präsentiert sich als flotter
Mix aus Shooter und Adventure, der beweist: gut durchdachte,
spannende Abenteuer kommen auch ohne Gewalt aus. Vor
allem Jugendliche werden sich darüber freuen:
das (verrufene) Ego-Shooter-Genre mit seinen hohen
Altersbeschränkungen ist für die Jüngeren
ansonsten nämlich eher schwer zugänglich.
Filmumsetzungen mangelt es häufig an Qualität,
weil sie angesichts des enormen Zeitdrucks oft vorschnell
an die Spielefront geschickt werden. Deshalb bleiben
Games, die ihren großen Bruder auf der Leinwand
haben, selten langzeitig im Gedächtnis. „Peter
Jackson´s King Kong“ ist da eine Ausnahmeerscheinung:
die virtuelle Welt von Skull Island begeistert – Spieler
wie Zuseher – von der ersten Minute an. Alles
funktioniert so reibungslos, logisch und keineswegs
gekünstelt. Vieles wirkt spontan und extrem realistisch – angefangen
bei den Inselbewohnern: Dinosaurier, Spinnen, Libellen,
Schlammspringer, Riesenkrabben und Mega-Tausendfüßler
folgen alle dem Prinzip der Nahrungskette. Groß frisst
Klein. Jack kann beispielsweise herumkriechende Maden
auf einem Speer aufspießen und damit giftige
Spinnen von einem Eingang weglocken. Schießt
er Flugsaurier vom Himmel, stürzen sich Raubtiere
auf die Kadaver – der animalische Urinstinkt
kann für wichtige Ablenkungsmanöver genützt
werden. Realistisch: Raptoren-ähnliche Saurier
meiden das Wasser, fürchten das Feuer oder streiten
mit Artgenossen um die Beute.
Im Kampf gegen King Kong, die grimmigen Ureinwohner
und die zahlreichen anderen Lebewesen der Insel ist
Drehbuchautor Jack nicht allein: Der junge Matrose
Jimmy, Hayes der Waffenexperte, Regisseur Denham und
die schöne Ann stehen ihm tapfer zur Seite.
Beim Zusammenspiel mit den verschiedenen Figuren
ist gegenseitige Unterstützung von enormer Bedeutung:
Stirbt nämlich einer der Gefährten, ist das
Spiel auch für euch zu Ende.
Feuer als Überlebensgrundlage: an einigen Stellen
des Spiels sind Tore durch Dornenbüsche blockiert.
Um die Büsche in Brand zu setzten benötigt
der Spieler einen Speer – Knochen von herumliegenden
Skeletten können ebenfalls verwendet werden – und
natürlich Feuer. Letzteres zu finden, ist nicht
immer leicht. Herden von überdimensional großen
Bronto-Sauriern müssen durchquert, Wasserfälle
umgangen und reißende Flüsse durchschwommen
werden. Abgesehen vom Gameplay-Wechsel zwischen Kong
und Jack, sorgen turbulente Floßfahrten für
Spannung und Abwechslung. Immer wieder werden die unerwünschten
Inselgäste von aufgebrachten Stämmen attackiert – Langeweile
kommt auf Skull Island wirklich nicht auf.
Der gefährlichste Gegner im Spiel ist der V-Rex
(die Ähnlichkeit zu T-Rex ist auch optisch gegeben
;-)) Während Menschen dem bissstarken Saurier
nahezu hilflos ausgeliefert sind, nimmt es Kong gleich
mit mehreren Rexen gleichzeitig auf. Er ringt sie nieder,
knackt ihre Kiefer oder schleudert sie durch die Luft;
er reißt Bäume aus, springt von Felswänden
herab oder rammt die Fleischfresser in Grund und Boden.
Was wirklich beeindruckt, sind die verschiedenen
Perspektiven und Größenunterschiede im Spiel.
So wirken King Kong oder der V-Rex durch Jacks Augen
riesengroß. Spielt man hingegen mit Kong erscheint
die selbe Umgebung winzig klein.
Grafisch beeindruckt das Dschungelabenteuer mit wunderschönen
Landschaften, realistischen Licht- und Schatteneffekten
und flüssig animierten Charakteren. Der Sound
tut ein Übriges: die hervorragende Geräuschkulisse,
angereichert mit pompösen Melodien, sorgt für
eine passende Atmosphäre und lässt den Spieler
förmlich die Moskitos auf der Haut spüren.
Auch an der Steuerung gibt es nichts zu bemängeln.
Das große Finale: In New York geht es dann richtig
zur Sache. Hier kann sich der Spieler als Kong noch
einmal so richtig austoben, Autos durch die Luft schmeißen
und eine noch nie da gewesene Spur des Chaos und der
Verwüstung hinterlassen. Der letzte Akt, die legendäre
Erklimmung des Empire State Buildings – besser
hat man sie noch nie erlebt.
Wehmütig steht der Initiator der Tragödie,
Carl Denham, vor dem Kadaver des Ungetüms und
philosophiert ein letztes Mal: „Nicht die Flieger
waren es, die Schöne hat das Biest getötet.“
Fazit: Egal wie der Film ausfällt, das Spiel
ist überragend. Die Hoffnung auf ein ähnlich
faszinierendes Leinwandabenteuer lebt somit wieder
auf. Tolle Effekte, eine wundervolle Grafik und ein
hervorragendes Gameplay – wer hier zulangt, macht
sich garantiert nicht zum Affen.
#stephan kliemstein
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