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Gottlieb's Pinball Classics - PSP - Testbericht - Review

Goin' Nuts: Gottlieb's Pinball Classics für die PSP. Bild: SN/system3

 
Realitäts-Check
14. April 2006

Flippersimulationen sind auf Konsolen rar gesät. Mit "Gottlieb's Pinball Classics" wird das Genre auf der PSP - äußerst realistisch - wiederbelebt.

Retro ist in - aber anstatt die alten Arcade-Automaten aus den 80er-Jahren "aufzuwärmen", gingen die Entwickler von "Gottlieb's Pinball Classics" bis in die 30er-Jahre des letzten Jahrhunderts zurück, um die glorreichen Zeiten der Flipperautomaten wiederzubeleben. Die US-amerikanische Firma "D. Gottlieb & Co" wurde 1930 von David Gottlieb gegründet und stellte zuerst rein mechanische und später dann auch elektromechanische Flipperautomaten her. In den späten 70ern wurde die Firma von Columbia Pictures aufgekauft und produzierte neben den Flipperautomaten auch Videospiele. Der berühmteste Ableger aus dieser Zeit ist wohl "Q-Bert", bei dem der Spieler mit seiner Figur ein Gebilde aus Würfeln umfärben muss.

Aber zurück zu den Flipperautomaten: Nach mehreren Firmenumwandlungen schlitterte Gottlieb's geistiges Erbe 1996 in den Konkurs. Umso erfreulicher ist es, dass die jüngeren Generationen nun mit "Pinball Classics" die besten Spieltische aus der Gottlieb-Ära nachspielen können.

Die Entwicklerfirma System 3 hat sich der Umsetzung in einer Art und Weise angenähert, wie es für - die an einer Hand abzählbaren - Flippersimulationen eigentlich eher untypisch ist: Die Originaltische wurden lebensecht übernommen und lassen den Spieler "wirklich" am Flipperautomaten spielen - bis auf den klobigen Tisch selbst, den wohl nur jeder zehnte Flipperfreund unter uns in seinem Eigenheim unterbringen könnte ...

Neben den Klassikern El Dorado (1984) oder Black Hole (1981) finden sich im Spiel auch unveröffentlichte Tische wie der geniale Prototyp "Goin' Nuts", bei dem sich gleichzeitig mehrere Kugeln auf dem Spielfeld befinden.

Virtuelle Realität in Perfektion: Neben den Originalumsetzungen der Spieltische aus sechs Jahrzehnten haben System 3 sogar eine realistische - und abschaltbare - Spiegelung der Anzeigentafel auf der virtuellen Glasscheibe des Tisches integriert. Klingt irgendwie verrückt - aber genau diese kleinen Details machen im Endeffekt den Reiz dieses Spiels aus: Keine surrealen Sprungschanzen, keine herumhopsenden Tierchen auf dem Spieltisch oder unendlich große Areale - es ist einfach "flippern" in seiner ureigensten Form.

Die vier Spielmodi von Übung bis Turnier bieten genug Möglichkeiten, um die einzelnen Tische zu erkunden bzw. freizuspielen. Und auch der Schwierigkeitsgrad - und somit der Frustfaktor - hält sich bei "GPC" absolut in Grenzen. Auch die Steuerung ist - logischerweise - denkbar einfach und beschränkt sich auf wenige Tasten.

Die Grafik ist außergewöhnlich "lebensecht" und die verschiedenen Ansichtsmöglichkeiten von realistischer Spielerperpektive bis zur angenehm spielbaren Draufsicht bieten ebenfalls genug Auswahlmöglichkeiten. Ein nettes Feature ist die Möglichkeit, die Tische um 90 Grad zu drehen und somit die gesamte Breite des PSP-Schirms auszunutzen, um einen besseren Überblick zu erhalten.

In guter Gesellschaft: Der Mehrspielmodus für bis zu vier Spieler und das Game-Sharing-Feature mit nur einer UMD lassen sogar andere PSP-Besitzer an der wohl zeitlosesten Form der Automatenspiele teilhaben

Fazit: System 3 haben mit "Gottlieb's Pinball Classics" die bisher realistischste Flippersimulation auf die Spielkonsolen gezaubert - echter geht's nicht!

#michael einböck

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Gottlieb's Pinball Classics - PSP - Testbericht - Review
 
  Gottlieb's Pinball Classics  

 

Spieler: 1 - 4
Genre: Flippersimulation
Entwickler: System 3
Herausgeber: System 3
 
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