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| Mit Flipnic hat Ubisoft
die beliebten Flipper-Umsetzungen in ein neues Zeitalter
katapultiert.Bild: SN/Ubisoft |
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Psycho-Flipper
7. Februar 2004
Zwei Flipper und eine silberne Kugel: Das ist alles,
was beim PS2-Game Flipnic von Ubisoft vom
alten Pinball-Automaten übrig geblieben ist.
Manchmal erzählen ältere Game-Freaks ihren
Kindern, wie das früher so war. In finsteren Spielhallen
und Wirtshaus-Hinterzimmern gab man sich dem Spieltrieb
an Flipperautomaten hin. Stundenlang wurde die Silberkugel
durchs Gerät gejagt, benebelt vom Aufblinken der
roten Lämpchen und einem nervigen Musik-Gedudel.
Jetzt kehrt der Pinball-Kult zurück - in dem grandios
gestalteten Ubisoft-Game Flipnic für
die PS2.
Fünf Umgebungen, fünfzig Levels und 60 Missionen
sind nur die nackten Daten. Der klassische Flipper-Tisch
hebt ab in bunte, lebendige Zauberwelten wie einen dicht
bewachsenen Dschungel oder eine chromblitzende Metall-Arena.
Krokodile und UFOs kommen ins Spiel, normale Dimensionen
werden außer Kraft gesetzt - oben und unten, links
und rechts wechseln in schwindelerregendem Tempo.
In Multiball-Levels wird der Score mittels einer Kugel-Lawine
gepusht. Doch Punkte sammeln ist in Flipnic
nicht alles: Es gilt, die Missionen zu erfüllen,
um sich in die nächste Wunderwelt weiterzubeamen.
Dabei halten einen Überraschungen wie eine plötzliche
Eiszeit im Flipnic-Land in Atem.
Augenzwinkernde Andeutungen an die Glanzzeit des Flippers
und damit die Steinzeit der Computerspiele
fehlen nicht: Eine der Welten ist in der sparsamen Grafik
der frühen Arcade-Games gehalten und beinhaltet
ein Breakout-Game, bei dem mit der Kugel
Bausteine abgeschossen werden. Flipper-Fußball
und -Basketball beleben schließlich noch den Zweispieler-Modus.
Die Entwickler haben bei Flipnic mit viel
Liebe zum Detail gearbeitet und zahlreiche kuriose Einzelfeatures
eingearbeitet. Und sie haben die historischen Wurzeln
des Flipperns nicht vergessen: Spätestens beim
Game over-Clip im psychedelisch-verschwommenen
70er-Look wird die Wickie-Generation nostalgisch aufseufzen.
#gerhard öhlinger
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