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| Sonys Eye-Toy entpuppt
sich als Partyspaß für alle Altersgruppen.
Bild: SN/Sony/mike |
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Reale Virtualität
1. August 2003
Mittendrin statt nur davor. Mit der Minikamera Eye-Toy
und zwölf abgedrehten Spielen sorgt Sony für
einen Innovations-Schub im Videospiel-Bereich.
Statt ständig auf dem Spiele-Controller herumzudrücken,
wäre es doch viel lustiger, mit echtem Körpereinsatz
Videospiele zu bestreiten, oder? Und genau das musste
sich auch irgendein schlauer Kopf bei Sony gedacht haben.
Herausgekommen ist dabei das Eye-Toy, eine
Minikamera für die PS2, die die Bewegungen des
Spielers erkennt und im Spiel umsetzt. Und wenn die
Kamera sowieso schon läuft, warum dann nicht auch
gleich das Bild des Spielers mit einbinden, oder?
So findet man sich nach erfolgter Kameraeinrichtung,
die mit witzigen Animationen und der Synchronstimme
von Tom Hanks erklärt wird, nach kurzer Zeit selbst
auf dem Bildschirm wieder, inmitten einer kunterbunten
virtuellen Welt. Statt Knöpfe auf dem Controller
zu drücken, greift man einfach nach den knuddeligen
Buttons am Schirm und wedelt kurz mit der Hand. Faszinierend,
würde Spock sagen.
Aber was nützt die beste Technik ohne entsprechender
Software - sprich Spielen. Nix. Also packt Sony zur
Kamera noch eine Sammlung von zwölf Minigames mit
drauf. Die Palette reicht dabei von Kung-Foo-Kampf über
Geisterjagd und Ball-Jonglieren bis hin zum witzigen
Wishi Washi, bei dem der Spieler den Bildschirm
putzen muss. Sollte also Mami schon alle (echten) Fenster
sauber haben, kann sie hier nach Lust und Laune weiterputzen.
Ein Spiel fällt dann aber doch etwas aus dem Rahmen
der Fun- und Partygames und beflügelt gleichzeitig
die Fantasie für zukünftige Anwendungsmöglichkeiten:
Boxing Chump. Anders als bei den anderen
elf Spielen dreht sich der Spieler hier um 90 Grad und
kämpft in der Seitenansicht gegen einen Boxroboter.
Und da klingelts! Wäre es nicht fantastisch,
zukünftige Karate- oder Boxing-Games ohne Controller
zu spielen und sich dem Gegner mit Ganzkörpereinsatz
zu stellen? In einer Zeit, in der die Menschen immer
weniger Zeit für immer mehr Dinge haben, könnte
man so zumindest Videospielen und Fitnesstraining sinnvoll
verknüpfen.
Fazit: Was auf den ersten Blick wie ein überflüssiges
Spielzeug wirkt, erweist sich bei näherer Betrachtung
als präzises Eingabeinstrument mit (derzeit noch
im Bereich der Fantasie angesiedelten) unerschöpflichen
Möglichkeiten.
#mike
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