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Rennspiel der Superlative:
DTM 3. Bild:
SN/codemasters
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GT-Knacker?
14. April 2006
Mit DTM 3 zeigt Codemasters, dass
auch auf den Konsolen noch Platz für
gute Rennspiele ist.
"Gran Turismo ist das beste Rennspiel
auf der PS2 und eigentlich des ganzen
Universums. Jede gegenteilige Behauptung
ist Blasphemie!" So oder ähnlich
sehen wohl die meisten Couch-Rennfahrer
die Situation im Autorenngenre. Doch mit
DTM Race Driver 3 kratzt Codemasters gewaltig
am Thron von Sonys Überspiel.
Als vor wenigen Jahren DTM Race Driver
auf den Markt kam, konnte sich das Spiel
mit einer kleinen, beinahe schon sensationellen
Neuerung von den meisten Rennspielen positiv
abheben. Denn eine Hintergrundgeschichte
in einem Rennspiel gab es bis dato noch
nie. Auch wenn die Handlung dieser Story
selten über das Niveau einer Seifenoper
hinweg kam, so sorgte diese nette Idee
doch für
eine gewisse Motivation. Bei DTM 3 hat
man zwar auf eine Geschichte verzichtet,
aber das ist bei dem gebotenen Abwechslungsreichtum
gar nicht
unbedingt nötig - vom Go-Kart
bis zum Tourenwagen ist praktisch (fast)
alles fahrbar, was man zur Zeit in Autorennen
findet. Und mit „Rick“ tritt
ein virtueller Trainer auf, der
das Verhalten des Spielers während
des Rennens in kurzweiligen Videosequenzen
kommentiert.
In der sogenannten „Welttournee“,
welche im Endeffekt nichts anderes als
ein biederer Karrieremodus ist, fährt
man sich vom hoffnungsvollen Nachwuchsfahrer
in den verschiedensten Disziplinen zum
Weltstar. Dies geschieht innerhalb von
mehreren Levels wobei man pro Level aus
drei, meist grundverschiedenen, Rennen
wählen
kann. Und hier ist auch schon das Außergewöhnliche
von DTM 3 zu finden, denn der Spieler kann
zum Freischalten des nächsten Levels
den Rennmodus wählen, der ihm am
ehesten zusagt. Das sieht es dann in der
Praxis so aus, dass der gescheiterte Rallyefahrer,
dessen Auto auf der rutschigen Schotterpiste
auch beim zehnten Versuch im angrenzenden
Wald landet, einfach zurück ins Menü geht
und dort das für ihn sympathischere
Tourenwagenrennen startet. Perfektionisten
können natürlich
auf dem Weg zur Spitze alle Rennen durchspielen,
zwingend notwendig ist das jedoch nicht.
Umgesetzt ist das Ganze wahnsinnig gut,
denn egal ob Ovalrennen, Rallye, DTM oder
Formel 3000 - alle Autos steuern sich von
Grund auf verschieden und verhalten sich
sowohl was Fahreigenschaften als auch das
Kollisionsverhalten betrifft extrem realistisch.
Natürlich kommen die Rallye Levels
nicht an ein „Colin McRae-Rallye“ heran,
dennoch überzeugen auch die Rennen
abseits der „normalen“ Asphaltstrecken.
Zur richtigen Hochform läuft das
Spiel aber erst hier an. Realistisch werden
die Auswirkungen von Zusammenstößen,
Wetterbedingungen und Einstellungen des
Autos simuliert. Dazu kommen virtuelle
Konkurrenten die ein ziemlich menschliches,
wenn auch sehr aggressives, Verhalten
zeigen.
Immer auf der Suche nach der Ideallinie
kollidieren schon mal zwei KI-Fahrer
oder rutschen bei zu hoher Geschwindigkeit
aus der Kurve. Das hinterlässt
einen ziemlich natürlichen Eindruck,
führt aber
zeitweise zum Frust, da auch das eigenen
Auto hin und wieder von computergelenkten
Fahrzeugen abgeschossen wird. Überhaupt
wird das Spiel mit der Zeit verdammt
schwer und nur wer sich Zeit nimmt
und sich an die Eigenschaften des Autos
und der Strecke anpasst, hat eine Chance
zu gewinnen.
Fazit: Eigentlich gibt es kaum etwas an
DTM Race Driver 3 zu bemängeln. Die
Grafik ist gut, der Sound überzeugend
und das Spielprinzip ist angenehm realistisch
und vielseitig. Einzig der hohe Schwierigkeitsgrad
in den späteren Levels und die etwas öde
Präsentation von Boxenstopps und Zuschauertribüne
nerven ein wenig. Ansonsten ist das Spiel
wohl das
umfang- sowie abwechslungsreichste Rennspiel
auf dem Markt.
#lukas gasser |
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Motorsport total
14. April 2006
„Realitätsnähe, Fahrspaß und
Freiheit“ verspricht Entwickler Codemasters den
Spielern von "DTM Race
Driver 3". FRITZ hat die Rennsimulation getestet.
Nachdem die ersten beiden Teile der DTM Serie ein
voller Erfolg waren, kommt nun der Nachfolger, von
dem sich manche sicherlich mehr als „nur“ klassisches
Rennfeeling erwarten. Immerhin bietet DTM – Race
Driver 3 dem Fahrer nicht nur die Gelegenheit sich
virtuelle Tourenwagenrennen zu liefern, sondern versetzt
den Spieler in viele weitere Szenen des Motorsports – sei
es der Formelsport, Ovalrennen, Offroad- oder Go-Kart-Rennen.
Also rein mit der DVD und es kann endlich los gehen!
Doch die ersten Hindernisse, welche es zu überwinden
gibt, sind nicht etwa gegnerische Fahrzeuge, sondern
leider die überaus hohen Systemvoraussetzungen
(1.4 GHz, 6GB Festplattenspeicher und vor allem eine
vom Spiel unterstützte 32MB-Grafikkarte – KEINE
integrierten Sound- oder Grafiklösungen und auch
KEINE Laptops). Es wäre also vor dem Kauf wirklich
darauf zu achten, welche Grafikkarten unterstützt
werden. Dann, nachdem man also die benötigte Hardware
zusammen hat, kann dann doch der Rennspaß losgehen.
Zum Ablauf des Spiels gibt’s eigentlich nicht
sonderlich viel zu sagen, da sich ein Motorsport-Spiel
meistens von selbst erklärt. Zu Beginn hat der
Spieler natürlich die Qual der Wahl – denn
in DTM – Race Driver 3 stecken über
35 Rennsportdisziplinen in 120 Meisterschaften – also
Rennsport pur! Mit dem Werbe-Slogan „Mehr Freiheit“ wollte
Codemasters auch andeuten, dass bei DTM 3 jetzt endlich
gleich zu Beginn mehrere Serien zur Verfügung
stehen und nicht eine ganz streng aufgebaute Abfolge
der Rennen verlangt wird. Natürlich gilt es jedoch
wieder, mit Siegen und Podestplätzen neue Strecken
usw. frei zu spielen. Außerdem liegt das Hauptaugenmerk
natürlich auf dem Karrieremodus, welcher „Welttournee“ genannt
wird.
Des Rennfeeling ist im Vergleich zum Vorgänger
noch realistischer geworden, was allerdings auch dazu
geführt hat, dass es auch um einiges schwieriger
wurde, wenn auf der höchsten Stufe (Pro-Simulation)
gefahren wird. Für alle Einsteiger ist es sicherlich
interessant und überaus hilfreich, die Pro-Simulation
zu Beginn noch zu deaktivieren, um nicht sofort in
der ersten Kurve im Kies zu stecken oder sich den Wagen
anderweitig zu demolieren. Zur Realitätsnähe
trägt auch ein ausgeklügeltes System an eventuellen
Strafen ein, die sich der Spieler wegen diversen Vergehen
einhandelt.
Mit der neu entwickelten und integrierten Physik-Engine
zeigt sich DTM – Race Driver 3 auch von der grafischen
Seite her in hellstem Sonnenschein. Überaus gut
gelungene Rutsch-, Überschlag- oder sonstige Phasen
tragen dazu bei, dass dem Spieler vor allem bei der
Rallye die Schweißperlen auf der Stirn stehen
und sich die Finger um das Lenkrad(falls vorhanden)
krampfen – da jeder noch so kleine Schaden einen
Einfluss auf Gewicht, Aerodynamik und Fahrverhalten
des Boliden mit sich zieht.
Negativ fällt neben den Systemvoraussetzungen
eigentlich nur auf, dass man während einer etwaigen
Qualifikation zu einem Rennen nie genau weiß,
aus welcher Position man starten wird – das erfährt
man erst nach dem Ende der Quali. Doch dieser „Fehler“ wurde
schon gemeldet und soll auch in kurzer Zeit mit einem
Patch behoben werden.
Wem die KI-Fahrer, welche mit allen Wassern gewaschen
sind, einmal doch zu leicht geworden sind (oder schon
zu sehr nerven), der kann per Netzwerk(TCP/IP) oder
auch übers Internet (Breitbandverbindung vorausgesetzt)
gegen bis zu elf weitere Lenker antreten und testen,
wer die Nase, nein, natürlich den Frontspoiler,
vorn hat.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass ein Motorsportfan
mit DTM – Race Driver 3 ein Spiel zur
Verfügung hat, bei dem die Suchtgefahr wirklich äußerst
groß ist – vor allem natürlich für
die Glücklichen, welche auch noch ein Force-Feedback-Lenkrad
und Gas- und Bremspedal vor dem PC stehen haben! Codemasters
hat ganze Arbeit geleistet und ein Spiel auf den Markt
gebracht, welches sich mehr als zurecht „Nachfolger“ von
DTM Race Driver 2 nennen darf.
#michael mayrhofer-r.
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