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| Dantes Rückkehr: Devil May Cry
3. Bild:
SN/capcom |
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Teufelstränen
29. April 2005
Lange erwartet, so cool wie noch nie: Dante, der
größte
Dämonenjäger aller Zeiten ist zurück – düstere
Gothic-Action in „Devil May Cry 3“.
Nach einem hervorragenden Debüt und einem
eher mittelmäßigen Aufguss ist es endlich
soweit: Dante kehrt zurück.
Capcoms „Devil May Cry 3“ ist allerdings
keine Fortsetzung, sondern ein Prequel und ist zeitlich
vor den ersten beiden Kultspielen der Dämonen-Saga
angesiedelt. Dante, hier noch ein junger und aufmüpfiger
Rowdy, bekommt den Auftrag, Vergil, einen der schrecklichsten
Dämonen, zur Strecke zu bringen.
Der Clou daran: Vergil ist sein Bruder. Während
sich Dante dazu entschlossen hat, die Unterwelt mit
aller Macht zu bekämpfen, schlug sich sein Bruder
auf die Seite des Bösen. Als oberster Anführer
der dunklen Streitkräfte strebt Vergil nach der
Weltherrschaft und kann nur durch die Hand seines Bruders
gestoppt werden. Die Jagdsaison auf finstere Gestalten
ist eröffnet und das höllische Familientreffen
beginnt alles andere als idyllisch.
„Devil May Cry 3“ dürfte das mit
Abstand actionreichste Spiel des Jahres
werden: Vom Intro bis zum finalen Kampf gibt es kaum
Pausen, um aufzuatmen.
Gleich nach dem Start der ersten Mission dringen
dutzende mit Sensen bewaffnete Untote in Dantes „Büro“ und
wollen dem Jäger an den Kragen. Was folgt ist
ein Gemetzel, das blitzschnelle Reaktionen fordert
und nur einen Wunsch offen lässt: Eine Taste
für
den Dauerfeuermodus.
Erst mitten im Schlachtgetümmel - während
des Spiels - wird die Steuerung
erläutert: Die kurzen Unterbrechungen hemmen zwar
einerseits den Spielfluss, andererseits bleiben dem
Spieler dadurch langweilige Einführungsmissionen
erspart. Vier unterschiedliche Kampfstile können
nach Belieben eingesetzt, erweitert und kombiniert
werden. So eignet sich beispielsweise für den
Nahkampf der „Sword Master“-Modus: Er
erleichtert den Umgang mit dem Schwert und bietet
dem Spieler die Möglichkeit, seine Techniken
zu verfeinern.
Während sich das teuflische Fußvolk relativ
unbeholfen und in Massen vor dem Lauf von Dantes
Flinte schart, sind die Bosse einen Tick schwieriger
zu handhaben – doch
selbst sie müssen sich (spätestens nach
ein paar Anläufen) dem Schwert des Dämonenschlächters
beugen.
Das düstere Gothic-Design verbreitet eine fesselnde
Atmosphäre, die, unterlegt mit gruseligen Klängen,
für absolute Hochspannung sorgt. Kommt es zum
Gefecht, wird der Spieler von peitschenden Metal-Stücken
angetrieben.
Ein echter Genuss: Das breite Waffenarsenal, die
perfekt ins Spiel mit einbezogene Umgebung (z.B. zerstörbare
Gegenstände und benutzbare Einrichtungen wie
eine Stripteasestange ;-) und eine Grafik-Engine,
die das Potential der PS2 voll ausschöpft,
bieten höllischen
Spielspaß und geniale Spezialeffekte. Oben
drauf sorgt Dante als Anti-Held, der an Coolness
und witzigen Sprüchen nicht zu überbieten
ist, für
den einen oder anderen Schmunzler.
Fazit: Den Gruselexperten von Capcom ist mit „Devil
May Cry 3“ ein würdiger
Nach,- beziehungsweise Vorfolger gelungen, der
nicht nur eingefleischte Dämonenjäger faszinieren
wird.
#stephan kliemstein
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