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| Nina in Action in dem Prequel
zur Tekken-Serie. Bild:
SN/sony |
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Femme Fatale
3. Mai 2005
Sie ist blond, sexy und absolut tödlich: Nina
Williams, die hübsche Agentin aus der Tekken-Reihe,
lässt in ihrem ersten eigenen Abenteuer „Death
by Degrees“ die Fäuste
fliegen.
Mündungsfeuer zischt. Patronenhülsen prasseln
zu Boden. Knochen brechen in Zeitlupe. Das Intro in
Namcos neuestem Actionknaller „Death by Degrees“ wird
Freunde von durchgestylten Fightorgien entzücken:
Schnelle Schnitte und eine perfekte Rendertechnik kombiniert
mit coolen Charakteren und lakonischer Gewaltdarstellung – die
blonde Schönheit Nina Williams als Protagonistin
ist längst nicht der einzige Grund, warum dem
Spieler das Wasser im Mund zusammenläuft.
Der Plot ist schnell erzählt: Um die terroristische
Organisation Kometa auszuspionieren nimmt die schlagfertige
Agentin Williams an einem geheimen Turnier, mitten
auf einem Kreuzfahrtschiff teil. Zeitlich ist das Spiel
vor „Tekken 1“ angesiedelt und soll zeigen,
wie Nina ihren Weg zum späteren Iron-Fist-Turnier
gefunden hat. Klingt gut soweit?
Doch die Vorfreude verfliegt mit dem ersten Kampf.
Nur im Bikini am Pool gilt es, unmittelbar nach dem
spektakulären Intro, mehrere Gegner auszuschalten;
die Steuerung und das 360-Grad-Kampfsystem werden anhand
dieses Einführungs-Tutorial kurz erklärt.
Anfangs noch völlig euphorisch – schließlich
war der 360°-Mode in „Rise To Honour“ echt
genial – vermöbelt man einen Schurken nach
dem anderen bevor man merkt wie sehr die Steuerung
schwächelt.
Es fehlt die Vielfalt an Combos und
man vermisst vor allem den typischen Rundumschlag durch
Kreisen des Analogsticks – auch wenn der, angesichts
der einfältigen Bösewichte, nicht unbedingt
nötig ist. Während Tritte und Schläge
meistens ihr Ziel finden, bereitet das Schießen
große Schwierigkeiten. Die Waffen werden nämlich
ebenfalls mit dem Analogstick abgefeuert, was unpräzise
Shootouts und deutlich mehr Projektile in den Wänden
als in den Feinden zur Folge hat. Zudem enden schnelle
Richtungswechsel und Bewegungen in totaler Orientierungslosigkeit.
Das ist schade, denn was Grafik und Abwechslung betrifft,
ist „Death by Degrees“ ganz vorne mit dabei.
Ob spannungsgeladene Scharfschützen-Missionen,
die (ausnahmsweise) auch steuerungstechnisch einwandfrei
klappen, oder knallharte Boss-Duelle, die beispielsweise
in einer Kühlkammer zwischen tiefgefrorenen Rinderhälften
ihren heißen Höhepunkt finden: Ein ordentliches
Waffenarsenal und außergewöhnliche Rendersequenzen
lassen keine Sekunde Langeweile aufkommen.
Innovativ ist die etwas makabere X-Ray-Vision. Dieser
Röntgenblick ermöglicht es der brutalen Blondine,
Knochen im Körper ihrer Kontrahenten
anzuvisieren und diese mit einem Schlag
in Slo-Mo zu zerschmettern. Der Röntgen-Modus
war vermutlich auch ausschlaggebend für die
Altersbeschränkung „ab
18 Jahren“: Insgesamt präsentiert sich das
Spiel allerdings blutarm und ist viel eher harmlos
als gefährlich.
Fazit: „Death by Degrees“ ist unbedenklicher
Spielspaß und abgesehen von Defiziten in der
Steuerung eine unterhaltsame Mischung aus Stealth-Action
und Beat 'em Up.
#stephan kliemstein
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