König der Tanzmatte
17. November 2004
Mit "Dancing Stage Fusion" wird die schweißtreibende
Partyspiel-Tanzserie um Eye-Toy-Features erweitert.
Seit Playstation & Co. in die Wohn-, Kinder- und
Jugendzimmer Einzug gehalten haben, erfreuen sich diverse
Partygames immer größerer Beliebtheit. Waren
es vor wenigen Jahren noch zaghafte Versuche, mit einem
Dschungelbuchspiel inklusive Tanzmatte für die
PSone den Kleinsten unter uns zu etwas Bewegung zu verhelfen,
so hat sich spätestens seit Sonys Superseller "Eye-Toy"
die Partyspiel-Community vervielfacht.
Von Tanzspielen wie "Dancing Stage" über
Singspiele wie "Sing Star" und Schießspiele
wie "Time Crisis": Zusatzhardware in Form
von Tanzmatten, Mikrofonen, Kameras und mehr wollen
an den Mann und die Frau gebracht werden. Die neuesten
Innovationen auf dem Markt: Nintendos Bongo-Trommeln
für "Donkey Konga" und Ataris Kampfhandschuhe
"Gametrek".
Aber zurück zu den Tanzmatten. Wie so oft kommt
der Tanzhype direkt aus den japanischen Spielhallen.
Der Spielablauf: Zu verschiedenen Songs bewegen sich
im Takt Pfeile von unten nach oben über den Bildschirm.
Im richtigen Augenblick müssen genau diese Richtungen
auf der Tanzmatte nachgetanzt werden. Dass dabei natürlich
Hirn, Taktgefühl und Beinarbeit gefordert (und
gefördert!) wird, ist verständlich.
Um Dancing Stage in der aktuellen Augabe noch attraktiver
zu gestalten, wurde kurzerhand die Eye-Toy-Kamera als
zusätzliches Eingabegerät integriert. So hat
der Spieler die Möglichkeit, sich entweder selbst
im Fernseher zu sehen - bei Neulingen ist Lacherfolg
garantiert - oder in diversen Minispielen sowohl Eye-Toy-
als auch Tanzmattenfeatures zu nutzen. Ein Beispiel:
Der Spieler trampelt mit den Füßen, um so
Kokosnüsse von Palmen zu schütteln und fängt
diese dann in Eye-Toy-Manier wieder auf.
So gesehen bietet DSF wirklich einige witzige Neuerungen
gegenüber dem Vorgänger - sofern man die passende
Zusatzhardware besitzt.
Die Songauswahl - zumindest bei den lizenzierten Liedern
- spannt einen Bogen quer durchs Pop-Gemüsebeet.
Von Kim Wilde über Atomic Kitten bis hin zu The
Darkness stehen einige bekannte Tracks zur Verfügung.
Die nichtlizenzierten Titel lassen jedoch - zumindest
für uns FRITZen - etwas zu wünschen übrig.
Die Tracks kommen beinahe allesamt aus der Techno-Ecke
und gehen nach dem dritten Nachtanzen ziemlich auf die
Nerven.
Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.
Und da bei Dancing Stage Fusion der Partyfaktor an oberster
Stelle steht, kann das Spiel durch die innovative Fortführung
des Spielprinzips trotzdem empfohlen werden. Und noch
ein erfreuliches Detail am Rande: Wer aus PSone-Zeiten
noch eine Tanzmatte (wie z.B. vom oben erwähnten
Dschungelbuchspiel) sein eigen nennt, kann diese ebenfalls
verwenden und spart sich eine Neuanschaffung.
#michael einböck
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