 |
 |
| Einmal Hölle und zurück:
Constantine. Bild: SN/Bits |
|
 |
 |
Himmel und Hölle
22. März 2005
Die Hölle will ihn, die Erde braucht ihn und
Du entscheidest über sein Schicksal: "Constantine"
für die PS2, Xbox und den PC schickt den Spieler
direkt in die Hölle.
Einmal Hölle und wieder zurück: John Constantin
ist schlecht gelaunt. Er ist Kettenraucher und leidet
an Krebs - schon bald wird er sterben. Weil ihm die
Himmelstore verwehrt bleiben und bereits ein Platz für
ihn in der Hölle reserviert ist, versucht Constantin
das triste Schicksal nach seinen Vorstellungen zu schmieden.
Gute Taten sollen Gott noch einmal umstimmen und gleichsam
die Pläne der Unterwelt durchkreuzen. Ein "Regelverstoß"
des Teufels kommt dem Anti-Helden dabei zu Gute: Luzifer
schickt nämlich immer mehr seiner bösen Kreaturen
auf die Erde. Das einzige was jetzt noch zwischen dem
Ende der Menschheit und der Herrschaft des Bösen
steht ist Constantin.
Das offizielle Spiel zum gleichnamigen Warner Bros.-Blockbuster
mit Keanu Reeves und Rachel Weisz wirkt wie eine entschärfte
Variante von Games wie "Max Payne" und "Silent
Hill". Der Third-Person-Shooter bietet dennoch
düsteren Spielspaß und knallharte Action.
Bei den linearen Levels ist ein leichtes Vorankommen
garantiert: Der Spieler hat gar keine Möglichkeit
sich zu verirren und findet die gut erkennbaren Wege
auf Anhieb. Verstecke und alternative Routen sind selten,
können aber mit dem "Wahrheitsblick"
- eine Ego-Perspektive die Licht ins Dunkle bringen
soll - entdeckt werden.
Einige Rätsel sollen Constantin das Leben zwischen
Himmel und Hölle erschweren. Doch wer nicht gerade
neu im Genre ist wird sich mit keinem echten Hindernis
konfrontiert sehen. Im Kampf gegen die Monster stehen
dem todkranken Constantin heilige Waffen zur Auswahl:
Weihwasser-Granaten, Voodoo-Puppen, sowie ein Drachenatem-Flammenwerfer
und eine Nagelpistole.
Während die normalen Gegner eine reine Zielübung
sind, benötigt man für die Boss-Kämpfe
zusätzlich eine bestimmte Taktik. Hat man jedoch
die Schwachstelle erst einmal durchschaut, ist der Endboss
so gut wie besiegt.
Das Highlight des Spiels sind zweifelsohne die beeindruckenden
Zwischensequenzen und das innovative Gameplay, bei dem
man zwischen Hölle und Erde wechseln kann. Das
ist vor allem dann nötig, wenn eingestürzte
Wände den Weg versperren.
Adrenalin und Nervenkitzel bieten Levels in denen man
beispielsweise gruselige Leichenhallen durchsuchen muss,
die Höllenszenarien fielen dagegen weniger spannend
aus.
Fazit: Höllischer Action-Shooter mit teuflischen
Gruselmomenten. Für Spieler ab 16 Jahren eine gute
Alternative zu den brutaleren Survival-Horror-Spielen.
#stephan kliemstein
|