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| Heiße Action im "kalten Winter". Bild:
SN/vivendi |
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Unter Beschuss
24. Juni 2005
Wilde Schießereien und coole Sprüche abseits
von James Bond: "Cold Winter" bringt explosive Agenten-Action
auf die Playstation2.
Nach einem verpatzten Auftrag findet sich der britische
Geheimagent Andrew Sterling im Todestrakt eines chinesischen
Gefängnisses wieder. Bekanntlich liegen die hiesigen
Strafvollzugsanstalten weit unter dem westlichen Standart:
Ratten, prügelnde Wärter und schmerzerfüllte
Schreie aus dem Foltertrakt stehen hier an der Tagesordnung.
Halbtod, am Ende seiner Kräfte, nimmt Sterling
gerade noch wahr, wie ihm seine chinesische Kollegin
Kim mit einer Taschenlampe in die Augen leuchtet. Sie
verarztet ihn und stattet ihn mit den nötigen
Waffen aus. Es folgt die Flucht.
Kaum ist es dem Duo – nach einer kugelreichen
Hetzjagd – gelungen, das Land zu verlassen, flattert
auch schon der nächste halsbrecherische Job des
MI6 herein.
Informationen des britischen Geheimdienstes zufolge
sollen Terroristen mehrere schreckliche Anschläge
planen und müssen deshalb schnellstmöglich
ausgeschaltet werden. Um diese dunkle Bedrohung von
der Menschheit abzuwenden, schickt der MI6 sein bestes
Pferd in den Kugelhagel: Dich, als Special-Agent Andrew
Sterling.
Ego-Shooter für Konsolen haben es wirklich nicht
leicht. Für gewöhnlich treten dabei immer
wieder Probleme mit der Steuerung auf, was viele Spieler
von vornherein abschreckt und auf den PC zurückgreifen
lässt. Doch Vivendis Ego-Shooter „Cold Winter“ räumt
mit diesen Vorurteilen auf. Das Gameplay und die Steuerung
funktionieren einwandfrei – der Shooter packt
diese Hürde mit Bravour. Brilliante Innovationen
sorgen darüber hinaus für mörderisch
heißen Spielspaß: Jeder erledigte Gegner
kann nach brauchbaren Gegenständen (z.B. Kugelsichere
Westen, Waffen, Werkzeuge, Schlüssel u.v.a.) durchsucht
werden, die für das Vorankommen oft von immanenter
Bedeutung sind. Unter den aufgesammelten Sachen finden
sich immer wieder Gegenstände, die im Pause-Menü kombiniert
werden können und zusammengesetzt gefährliche
Waffen wie Molotow-Cocktails oder Zeitbomben ergeben.
„Cold Winter“ besticht aber vor allem
durch ein Gameplay-Novum: Die Umgebung wurde atemberaubend
toll ins Spiel miteinbezogen. Nicht nur dass diverse
Objekte (darunter auch Autos und Kampf-Hubschrauber!)
in die Luft gejagt und verschiedenste Maschinengewehrstellungen
besetzt werden können, beinahe jede Einrichtung
dient dem Spieler als zusätzliche Schutzmöglichkeit.
So können Tische, Schränke und Stühle
einfach umgestoßen werden, um sich dahinter zu
verstecken. Achtung: Auch der Feind besitzt diese Fähigkeiten!
Entdeckt Euch ein Gegner, dann ruft er zunächst
Verstärkung und verbarrikadiert sich danach. Die
KI ist spektakulär ausgereift und wird für
einige Überraschungen sorgen. Nimmt man beispielsweise
Terroristen mit einem Scharfschützengewehr ins
Visier, werfen sie Rauchgranaten um die Sicht zu verschlechtern.
Die Atmosphäre rund um den Agenten-Thriller
ist packend und dicht, gespickt mit rasanten Zwischensequenzen
und wenigen Klischees. Zum Teil in Rückblenden
erzählt, zeigt sich die Handlung abwechslungsreich
und interessant.
Auch grafisch haben die Entwickler von Swordfish
Studios so ziemlich alles richtig gemacht, auch wenn
bei den Charakteren – insbesondere bei der Kleidung – etwas
lasch ans Werk gegangen wurde. Unterstützt durch
geniale Soundeffekte (die Projektile zischen nur so
an einem vorbei und der Klang des Aufpralls variiert
je nach Material) und den Synchronstimmen von Nicolas
Cage und Gillian Anderson werden Genrefans bei den
heftigen Schusswechseln und dutzenden Waffengattungen
voll auf ihre Kosten kommen.
Zur Altersfreigabe ab 18 Jahren: „Cold Winter“ präsentiert
sich - zumindest in unserer Testversion - völlig
blutfrei und unbedenklich, das Rating hingegen als
völlig überzogen.
Wer also auf beste Shooter-Unterhaltung im Agenten-Look
steht, muss hier einfach zugreifen und den Kopf unten
halten wenn die Kugeln um die Ohren fliegen. Zum Abschluss
noch ein letzter Tipp des Agenten: „Eines lernt
man beim SAS: Lass keine Kameraden zurück, niemals!“
#stephan kliemstein
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