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| Die Zeit vergeht bei "Burnout
Legends" (wie) im "Flug". Bild:
SN/eagames |
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Take-Away-Blechsalat
20. Oktober 2005
Klein, aber oho: Mit „Burnout Legends“ schafft
das heißeste Rennspielkonzept der Videospielgeschichte
den Sprung auf tragbare Konsolen.
Schlachtfeld Straße. Die basslastige Punkmusik
aus dem Autoradio versucht sich hartnäckig gegen
den Motorlärm durchzusetzen. In der Motorhaube
spiegeln sich die Silhouetten der vorbeirauschenden
Hochhäuser und der Tachometer zeigt 250 km/h.
Plötzlich ein kurzer Ruck, ein Rempler und schon „küsst“ das
eigene Auto die Betonwand. Glas splittert, Blech fliegt
durch die Luft, Flammen schlagen aus dem Wrack.
„Burnout“ ist zurück. Diesmal spielt
sich das Verkehrsdrama aber nicht auf den TV-Konsolen
ab, sondern auf Sonys neuer tragbarer Spielkonsole.
EA-Games hatten die Konvertierung des beliebten Arcade-Rennspiels
auf die PSP zwar schon lange angekündigt, so recht
wollten wir den viel versprechenden Screenshots aber
keinen Glauben schenken. Umso mehr wird der Spieler
in Erstaunen versetzt, wenn dann tatsächlich ein „Best-of“ der
Burnout-Reihe über den 480-Pixel-Bildschirm flackert.
Das Spielprinzip sollte nach der mittlerweile vierten
Auflage des Spiels für die „großen“ Konsolen
bekannt sein: Ordentlich Gas geben und bloß nicht
zimperlich sein mit den anderen Verkehrsteilnehmern – speziell
mit den unmittelbaren Gegnern, die einem ständig
ans Blech wollen. Gezielte Takedowns – sprich: „feindliche“ Boliden
gegen Wände oder diverse Hindernisse zu bugsieren – verschaffen
Vorsprung. Sollte der Gegner einmal einen „Takedown“ landen,
können mit dem so genannten „Aftertouch“ nachkommende
Fahrzeuge in den Crash verwickelt und zusätzliche
Punkte abgeräumt werden.
Der Crashevent – bei dem absichtlich ganze
Straßenzüge zu Schrott verarbeitet werden
- ist ebenso integriert wie der fiese Crashbreaker,
mit dem das eigene Auto zusätzlich in die Luft
gesprengt werden kann, um noch mehr Schaden anzurichten.
Die Unterschiede zu den Burnout-Teilen der TV-Konsolen
sind gering - aber vorhanden. So sind die Renn- und
Crashevents hier aufgeteilt und der Spieler kann je
nach Lust und Laune zwischen Rennaction oder Zerstörung
wählen. Der Schwierigkeitsgrad wurde für
die PSP-Version definitiv nach oben geschraubt – das
macht das Vorankommen einerseits interessanter und
fordernder, andererseits kann es mitunter auch nerven,
manche Rennen unzählige Male fahren zu müssen,
um endlich den ersten Platz oder genügend Punkte
für eine zusätzliche freigeschaltete Strecke
zu erreichen.
Fazit: Das Faszinierendste an „Burnout Legends“ ist
gleichzeitig das Unspektakulärste: Es ähnelt
seinen großen Brüdern in vielen Belangen
- und katapultiert sich damit einerseits grafisch und
spielerisch gesehen unangefochten an die Spitze der
Handheld-Rennspiele. Wer
andererseits die Xbox- oder PS2-Versionen gespielt
hat, wird wenige Überraschungen erleben. Trotzdem: „Burnout
Legends“ ist das derzeit beste Arcade-Rennspiel
für unterwegs – wenn auch das Spielprinzip
an sich sehr bedenklich ist und vor einer Nachahmung
im richtigen Leben dringend abgeraten werden muss.
#michael einböck
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