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| Fette Karren, dicke Goldketten
und heiße Bräute: "187 Ride or Die". Bild:
SN/ubisoft |
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Todescode
28. September 2005
Durchladen und Vollgas: Echte Pimps und heiße
Lowrider in "187 Ride Or Die”
für die PS2 und Xbox.
Bleifuß meets Rambo: Die Erwartungen für
Ubisofts Genremix aus Combat und Racing, "187 Ride
Or Die", waren groß. Die
Trailer zum virtuellen Drive-By-Shooter sahen klasse
aus, das innovative Gameplay versprach hohen Spielspaß.
Doch im direkten Vergleich mit GTA & Co muss das
Gang-Epos Staub schlucken.
Als kleiner Gangster Buck müsst ihr zusammen
mit eurem Mentor an illegalen Straßenrennen teilnehmen
und konkurrierende Gangs ins Jenseits, beziehungsweise
in den Straßengraben befördern. Selbstverständlich
dreht sich dabei alles um schnelle Flitzer, schöne
Frauen, Schmuck und Schmauch.
Konkret: Würde der Schauplatz des Geschehens
jetzt noch San Andreas heißen, wäre es eine
1-zu-1-Kopie ;-) Der Spieler kann wählen: entweder
tritt er das Gaspedal im Single-Modus alleine durch,
oder er nimmt zusammen mit einem Freund gegnerische
Fahrzeuge im Buddy-Mode unter Beschuss. Letzteres ist
definitiv die spaßigere Variante, denn als "einsamer
Cowboy" wird es zwischen explodierenden Autos
und Bikini-Schönheiten dann doch rasch langweilig.
Da können auch unterschiedliche Missionen (Todesrennen,
Attentat, Bullenjagd,
Bodyguard) nichts daran ändern.
Die Steuerung funktioniert hingegen überraschend
gut und präsentiert sich als leicht überschaubar – sowohl
im Solo-, als auch im Kooperations-Mode.
Ein kleines Highlight, so gesehen aber schon fast ein
Muss, ist der Sound:
Die Effekte sind wirklich gut gelungen und für
die passende Hintergrundmusik wurde auch gesorgt. Boomender
Beat und bombige Waffen – ein umfangreiches Arsenal
ist freilich inkludiert.
Zur Grafik: "187" (Paragraf für "Mord"
im kalifornischen Strafgesetzbuch,
Anm.) versucht zu sehr mit aufgepimpten Rendersequenzen
zu beeindrucken und liefert nur halbherzige Ware während
des Spieles. Einige Ruckler und Fehler – das
hätte nicht sein müssen. Den Stadtteilen
fehlt es zudem an Detailverliebtheit.
Zwar ist die Hetzjagd vorübergehend unterhaltsam
- vor allem dann, wenn sich die Edelkarren in Zeitlupe überschlagen
-, rasch verkommt sie jedoch zur monotonen Ballerorgie
ohne Ideenreichtum, dafür mit Gähneffekt.
Fazit: Es ist nicht alles Gold, was glänzt – auch
wenn hier die Goldketten nur so funkeln! Wer trotzdem
Lust auf die Ghetto-Action bekommen hat, kann bereits
für 29,90 Euro "187 Ride Or Die" sein
Eigen nennen.
#stephan kliemstein
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