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F.E.A.R. - PC - Testbericht - Review

"The Ring" lässt grüßen: F.E.A.R. Bild: SN/sierra

 
Böses Mädchen
30. November 2005

"F.E.A.R." gilt als "größter Hoffnungsträger seit Half Life 2" - aber kann der düstere Horror-Shocker dem König der Ego-Shooter tatsächlich das Fürchten lehren?

Gordon Freeman, Black Mesa – Du bist auch Half Life-Fan? Wer ist es nicht? Für mich ist "Half Life 2" mehr als nur ein Ego-Shooter. Jedes Kapitel des Kultspiels eröffnet unglaubliche Möglichkeiten, jede Spielminute bleibt als unvergessliches Highlight im Gedächtnis. Die Schöpfer kreierten eine fantastische Si-Fi-Welt, die den Spieler unwillkürlich in ihren Bann zieht. Davon wieder loszukommen um ein wenig für die Uni zu lernen – schier ein Ding der Unmöglichkeit.

Nun soll Sierras "F.E.A.R." den König der Ego-Shooter vom Thron stoßen: "Bestes PC-Game 2005" meint die Games Convention - und auch die Kritiken überschlagen sich größtenteils.

Zum Plot: Als Mitglied von F.E.A.R. (First Encounter Assault Recon), einer Elite-Einheit spezialisiert auf paranormale Phänomene, bekommt man es mit allerlei schrägen Dingen zu tun. Was die Soldaten jedoch in der Forschungsabteilung der Armacham Corporation vorfinden, übersteigt alles bisher Gesehene. Die Sicherheitskräfte sind tot. Grausam zerstückelt, manche sogar "angenagt". Paxton Fettel, ein zombieartiger Kannibale, gilt als Hauptverdächtiger. Dein Einsatz: Fettel aufspüren und eliminieren. Blutverschmierte Gänge, Killer-Klone und immer wieder taucht dieses kleine schwarzhaarige Mädchen auf – das Gebäude birgt zweifelsohne ein dunkles Geheimnis. Der Horrortrip beginnt ...

Hideo Nakata lässt grüßen: kleine, todbringende Mädchen mit einer dunklen Vergangenheit – die Story von "F.E.A.R." erinnert stark an japanische Horrorstreifen wie "Ring" und "Dark Water". Wie auch in den Filmen dominiert hier der subtile Horror. Plötzlich huscht ein Mädchen um die Ecke. Gekicher. Klirr – eine Flasche zersplittert am Boden. Das Kind, spurlos verschwunden.

Der eindeutig überwiegende Anteil an subtilem Grusel ist neu im Shooter-Genre. Bisher kannten wir Schocker wie "Doom 3", die durch ihre permanenten Schreckensmomente schon fast unerträglich wurden (an dieser Stelle: Respekt an alle die "Doom 3" nachts stundenlang zocken und noch kein Nervenleiden davongetragen haben!). "F.E.A.R." überzeugt hingegen mit einer düsteren Grundstimmung und Puls beschleunigenden Schockeffekten, die allerdings noch im erträglichen Bereich bleiben.

Die Liebe zum Detail macht den Schocker zum Shooter-Highlight: riesige Einschusslöcher, "wunderschöne" Explosionen und dichter Rauch nach den Schussgefechten. Endlich zeigen die unterschiedlichen Waffengattungen auch unterschiedliche Wirkungen. Der Spieler kann zudem nur begrenzt viele Waffen tragen, was einerseits realistisch, andererseits auch Spaß hemmend wirkt. Ob man dieses Prinzip – bekannt aus Killzone – gut findet, ist Geschmacksache. Fakt ist: Die Entwickler von Monolith Productions haben bei den Adrenalin geladenen Schießereien wirklich ganze Arbeit geleistet. Das zeigt sich vor allem auch bei der ausgereiften Gegner-KI.

Wird es einmal brenzlig und scheint die Situation ausweglos, hilft der "Bullet-Mode" (Strg-Taste) aus der Patsche. Auch der ist im Genre – soweit ich weiß – neu. Die Slo-Mo betätigt man, ähnlich wie bei "Max Payne", "True Crime" oder "Rise Of Honour", per Knopfdruck. Zusätzlich besteht jedoch in "F.E.A.R." die Möglichkeit, reaktionsfördernde Spritzen zu sammeln, die den Spieler bei den Shootings in Zeitlupe schneller werden lassen.

Was "F.E.A.R." im direkten Vergleich mit "HL 2" fehlt, ist das Spektakuläre, das Atemberaubende, das Unglaubliche. Während "HL 2" Einblick in eine völlig eigene, unverwechselbare Welt gewährt, beschränkt sich "F.E.A.R." auf durchgestylte und schmauchhaltige Baller-Orgien. Selten agiert der Spieler während der Gefechte zusammen mit anderen Charakteren, selten benötigt er mehr als nur gute Reaktionen beim Betätigen des Abzugs. Geschütze und Maschinen stehen beispielsweise gar nicht zur Auswahl.

Trotzdem steht fest: Besser kann man einen Ego-Shooter vermutlich nicht machen. Sowohl die Grafik als auch der Angst einflößende Sound in "F.E.A.R." sind grandios. Man hat zwar weniger Möglichkeiten als in "HL 2", auf ein variantenreiches Gameplay haben es die Programmierer aber womöglich gar nicht angelegt. Wer das begriffen hat, kommt in den Genuss einer richtig packenden Atmosphäre und rasanten Stand-Offs.

Fazit: Vergleiche mit "HL 2" sind einerseits zulässig – schließlich handelt es sich hier um das gleiche Genre – andererseits macht der unterschiedliche Spielaufbau eine faire Gegenüberstellung unmöglich. "F.E.A.R." ist perfekt inszenierte Horror-Shooterkost, von Fans für Fans. Nervenkitzel und Gänsehaut sind garantiert!

#stephan kliemstein

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F.E.A.R. - PC - Testbericht - Review
 
  F.E.A.R.  

 

Spieler: 1
Genre: Action/Shooter
System: WindowsXP, x64 oder 2000, P4 1.7 GHz o. vglb., 512 MB RAM, 64 MB GeForce 4 Ti oder Radeon 9000, 5 GB freie Festplatte, DVD-Laufwerk
Entwickler: Monolith
Vertrieb: Sierra

 
  IMBILD
screenshots
 
  INTERNET
www.whatisfear.com/de
Offizielle Homepage von F.E.A.R.
 
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