Klempner-Kart
21. Jänner 2006
Heiße Reifen, heiß erwartet: Mit "Mario
Kart DS" in die bunte Welt des Retro-Fun-Racings
eintauchen.
On the road again: Zum mittlerweile fünften Mal
starten Mario und seine Kontrahenten Luigi, Toad, Bowser,
Wario, Donkey Kong, Peach, Shyguy und Yoshi die Motoren
ihrer Renn-Karren. Kaum ein anderer DS-Titel (Metroid
Prime Hunters einmal ausgenommen) wurde so heiß erwartet
wie die hochtourige Kult-Fortsetzung "Mario Kart
DS".
Rennspaß statt Realismus-Simulation: Seit dem
SNES beglückt uns Nintendo in regelmäßigen
Abständen immer wieder mit Ablegern des spaßigen
Fun-Racers und sorgt mit neuen Strecken und tollen
Power-Ups für gehörigen Spielspaß und
qualmenden Gummi.
Nach kurzen Zwischenstopps auf dem Nintendo 64, dem
Game Boy Advanced und dem Nintendo Game Cube, haben
es die Bleifüße Mario & Co endlich auch
auf den Nintendo DS geschafft.
30 turbulente Rennstrecken – darunter 16 komplett
neue – und jede Menge neue Specials sollen dem
DS ordentlich einheizen und die Buttons zum Glühen
bringen. Der Stylus bleibt dabei meist im Halter verstaut,
was dem Gameplay allerdings nicht schadet. Ein Konzept,
welches den Touch-Screen gekonnt in das Rennen miteinbezieht,
wäre ohnehin völlig überflüssig
gewesen – die Buttons und das Fadenkreuz als
Steuerungselemente reichen nämlich vollkommen
aus.
An manchen Stellen des Spiels kommt der kleine graue
Stift dann doch noch zum Einsatz: man benötigt
ihn beispielsweise für sämtliche Menü-Einstellungen
und kann mit seiner Hilfe sogar ein eigenes Fahrer-Logo
designen, das anschließend den Wagen ziert.
Den fehlenden TS gleicht die Dual-Screen-Funktion
etwas aus. Der untere Bildschirm dient somit als Landkarte,
die die eigene Position und die der anderen Fahrer
anzeigt. Darüber hinaus geht aus der Überblick-Perspektive
hervor, welche Figur gerade welches Item gebunkert
hat – dies ermöglicht eine rudimentäre
Form des Taktierens.
"Mario Kart DS" gliedert sich in fünf
Spielmodi: Den Grand Prix (50 CCM, 100 CCM, 150 CCM),
das Zeitrennen, Versus, den Wettkampf – dieser
wiederum spaltet sich, wie auch schon früher,
in die Ballonbalgerei und die Insignienraserei auf – und
die Rennmissionen, bei denen man entweder Item-Boxen
zerstören, Münzen einsammeln oder Gumbas
besiegen muss. Alles in allem bieten die umfangreichen
Missionen Abwechslung in Hülle und Fülle – Langeweile
muss hier richtig Staub schlucken!
So wird wieder gedriftet, gesprungen und geschossen
was das Zeug hält – vor allem bei den Power-Ups
findet sich jedoch der ein oder andere Neuzugang:
Neben altbekannten Items wie den Bananenschalen, Pilzen,
Blitzen, Sternen und Schildkrötenpanzern finden
sich nun auch Novums wie der "Kugelwilli" und
der "Blooper". Das Item "Kugelwilli" ermöglicht
dem Spieler als überdimensionale Rakete über
die Rennstrecke zu sausen und dabei die Gegner in den
Straßengraben zu katapultieren. Der weiße
Tintenfisch "Blooper" hingegen verspritzt
Tinte auf gegnerische Windschutzscheiben und nimmt
den Fahren somit für kurze Zeit die Sicht.
Grafisch zählt "Mario Kart DS" zu
den absoluten Spitzenreitern unter den bisher erschienen
DS-Titeln. Das liebevoll animierte 3D-Rennspiel besticht
mit einer glatten, unpixeligen Grafik, die nur selten
schwächelt. Auch der Sound bleibt nicht auf der
Strecke.
Fazit: "Mario Kart DS" überzeugt
auf voller Linie, wird den hohen Erwartungen gerecht
und darf deshalb in keiner Spiele-Sammlung fehlen.
It´sa mi, Mario!
#stephan kliemstein
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