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| Ein Zoo-Quartett auf großer
Reise: Madagascar. Bild:
SN/activision |
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Born to be wild
20. Juli 2005
Direkt von der Leinwand auf Spielkonsole und PC:
Vier verweichlichte "Stadttiere" auf
ihrem abenteuerlichen Weg nach "Madagascar".
Im "Big Apple" sind die Tiere los: Die
Publikumsattraktionen des New Yorker Central-Park-Zoos
leiden an einer Existenzkrise. Allen voran Zebra Marty,
das die Gefangenschaft satt hat und von einem Leben
in freier Wildbahn träumt. Als Marty – ausgerechnet
an seinem zehnten Geburtstag – den Fluchtversuch
einiger Pinguine aufdeckt, packt ihn der Duft der Freiheit.
In einer Nacht- und Nebelaktion gelingt ihm der Ausbruch,
sehr zum Missfallen seiner tierischen Freunde. Jene
sind nämlich überaus zufrieden mit ihrer
momentanen Situation und wollen unter keinen Umständen,
dass sich daran etwas ändert. So machen sich der
Löwe Alex, das Nilpferd Gloria und die panische
Giraffe Melman, die mit ihrem Hygiene-Tick sogar Michael
Jackson in den Schatten stellt, gemeinsam auf den Weg,
um Marty zu überzeugen und in sein Gehege zurückzuholen.
Doch das Vorhaben scheitert kläglich: In kürzester
Zeit versetzen die drei Exoten die gesamte Stadt in
Panik und hinterlassen eine Spur des Chaos und der
Verwüstung. Gerade als sie das entflohene Zebra
an der Grand Central Station treffen, werden die Ausreißer
narkotisiert und wenig später auf ein Schiff nach
Afrika verfrachtet. Doch dort kommen sie nie an, denn
die Pinguine kapern das Schiff – es kommt zur
Meuterei. Für das tierische Quartett beginnt nun
das Abenteuer seines Lebens und für euch ein kurzweiliges
Action-Adventure, das sich eng an die Filmvorlage hält.
Activision bringt mit "Madagascar" ein
weiteres Lizenzspiel vom Zelluloid auf die heimischen
Zocker-Bildschirme. Wie so oft dürfte die Zeit
auch dieser Filmumsetzung zum Verhängnis geworden
sein. Zwar gelingt es den Entwicklern, den Witz und
Flair des Films einzufangen, insgesamt wirkt die Spieleversion
zu dem Dreamworks-Blockbuster aber überhastet
und lieblos. Das zeigt sich vor allem in der kantigen
Grafik und der sperrigen Steuerung.
Zudem gibt es nur einen "sehr einfachen" Schwierigkeitsgrad.
Die Folge:
Geübte Spieler sehen bereits nach fünf Stunden
und elf durchschnittlichen Levels den Abspann. Gerade
in Hinblick auf die gelungen Shrek-Teile ist das Dschungelabenteuer
"Madagascar" eher enttäuschend. Daran
können auch die recht
amüsanten Mini-Games und die deutschen Synchronstimmen
nichts ändern. Zumindest sorgen aber die Pinguine
und die partysüchtigen
Lemuren für einige Lacher.
Fazit: "Madagascar" ist nicht unbedingt
ein Löwenbrüller. Dafür eignet es sich
umso besser für Anfänger und junge Spieler,
die im Besitz eines PCs, einer PS2, Xbox oder eines
Nintendo GameCubes sind.
#stephan kliemstein
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