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| Unkonventionell und durch-geknallt:
Grusel-Shocker "Killer 7". Bild:
SN/capcom |
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Tödliche Identitäten
12. August 2005
Capcoms neuester Grusel-Shocker „Killer 7“ für
den GC gewährt Einblicke in die kranke Seele
eines psychopatischen Profikillers.
Sieben in einer Person: Der 65-jährige Auftragskiller
Harman Smith sitzt im Rollst uhl und wirkt auf den
ersten Blick völlig harmlos. Doch sein Alter und
seine Gebrechlichkeit trügen: Der Greis hat nämlich
eine Waffe, die mindestens so gefährlich ist wie
Hitman und Léon zusammen: Seinen Kopf.
Gleich
sieben unterschiedliche Personen – einer schräger
als der andere – tummeln sich darin und
Smith kann sich jederzeit in eine von ihnen verwandeln.
Ob blutverschmierte Frau oder kleinwüchsiger Freak:
Selbstverständlich ist jede Figur mit speziellen
Fähigkeiten und Waffen (z.B. Zielfernrohr,Explosivgeschosse
oder Wurfmesser) ausgestattet.
Natürlich gibt es auch den übl(ich)en Bösewicht,
der eine Horde teuflischer Dämonen befehligt und
diese kurzerhand auf die Menschheit hetzt.
Genau das ist der Grund für die Anheuerung von
Smith, bzw. dem siebenköpfigen Smith-Syndikat.
Der skurrile Profikiller soll die finsteren Machenschaffen
durchkreuzen und alle Kreaturen zurück in die
Hölle schicken.
Ein psychopatischer Unhold und ein genauso kranker
Killer als „Held“ – klingt merkwürdig?
Dann fang erst mal zu spielen an!
Was Shinji Mikami, der Schöpfer von Resident Evil
und Devil May Cry den Gruselfans hier vorsetzt, ist
in jeder Hinsicht krank, schrill und vor allem äußerst
gewöhnungsbedürftig. Angefangen bei der Steuerung: „Killer
7“ ist eine Mischung aus Action-Adventure und
Ego-Shooter (ähnlich wie Metal Gear Solid 3).
In die Ich-Perspektive muss der Spieler immer dann
wechseln, wenn es zu Kampfhandlungen kommt. Die meiste
Zeit schleicht man jedoch im Third-Person-View (Schulterblick)
durch gespenstische Gänge und löst herkömmliche
Rätsel. Kurios: Die Bewegungsfreiheit ist dabei
massiv eingeschränkt, weil man nur vor und zurück
laufen kann. Während eines Schusswechsels ist
noch nicht einmal das möglich. Auch die Cel-Shading-Grafik
im Comic-Look (siehe „XII“) ist nicht jedermanns
Sache.
Sind diese Einstiegsschwierigkeiten aber erst einmal überstanden,
so kommt man in den Genuss einer fesselnden Atmosphäre
voll Schrecken und Psychosen.
Mikamis Intentionen werden zunehmend klarer und der
düstere Horror-Plot beginnt zu wirken. Mit ein
bisschen Übung bekommt man auch die ungewöhnliche
Steuerung in den Griff. Die Soundeffekte sind klasse
und passen zum Grusel-Szenario wie die Faust aufs Auge.
Fazit: Das unkonventionelle, völlig durchgeknallte „Killer
7“ aus dem Geisterhause Capcom wird garantiert
polarisieren: Die, die es nicht hassen, werden es lieben.
#stef
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