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| Steinigt die Monster!: Fire
Emblem: The Sacred Stone. Bild:
SN/ |
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Denken, Dialoge, Duelle
9. Oktober 2005
Mit "Fire Emblem: The Sacred Stones" kommt
die Fortsetzung eines Klassikers, der im Rollenspiel-Hype
der letzten Jahre unberechtigterweise eine eher untergeordnete
Rolle gespielt hat.
Um ein rundenbasierendes Rollenspiel erfolgreich
fortzusetzen, bedarf es vor allem der richtigen Mischung
aus den erfolgreichen Eigenschaften der Vorgängerversion(en)
und einiger (nicht allzu gravierender) Neuerungen.
Da es bei der Fire-Emblem Serie bis jetzt praktisch
keine Fehler zu bemängeln gab, baut der Entwickler
auch bei der Fortsetzung The Sacred Stones wieder
auf Altbewährtes: Denken, Dialoge und Duelle.
Und dies alles in einer Welt, deren Königreiche
nacheinander von grimmigen Kreaturen attackiert werden,
welche bis jetzt von 5 Steinen in Zaum gehalten wurden.
Gleich zu Beginn ist eine Tutorial-Mission zu spielen,
welche sehr konzentriert durchgegangen werden sollte,
da neben der Steuerung auch die Zusammenhänge
der einzelnen Spielfiguren, die Eigenschaften von Gegenständen
und die Eigenschaften der Landschaft überaus komplex
aufgebaut sind. So gibt es zum Beispiel verschiedenartige
Klassen denen die einzelnen Kämpfer zugeordnet
sind. Hier ist vom Krieger, über den Paladin bis
hin zum Zauberer oder zum Dieb alles zu finden.
Jedes Level (Kampagne) ist in die folgenden Spielabschnitte
gegliedert:
Zuerst wird in Dialogform die Geschichte weitergeführt und der Spieler
erfährt, welchen Hintergrund und welchen Zweck das nächste Level
hat, danach können die Figuren gewählt werden, mit denen dieses Level
gemeistert werden soll. Außerdem müssen die Gegenstände ausgesucht
werden, welche während der Mission zur Verfügung stehen sollen. Des
weiteren kann die Landkarte der Mission vorausschauend betrachtet werden, um
etwaige Taktiken zu entwickeln, da die verschiedensten Landschaftsbegebenheiten
(Berge, Wälder, Flüsse, ...) auch unterschiedliche Auswirkungen auf
Angriff und Verteidigung aufweisen.
Die spielbaren Figuren sind wirklich ausgezeichnet
gelungen. Jeder Charakter weist spezielle Eigenschaften
und Fähigkeiten (ja auch eigene Charakterzüge)
auf, die auch in die Dialoge und somit ins Spiel eingebracht
werden. Außerdem schmerzt jeder Verlust eines
Kämpfers, da dieser dann in der nächsten
Mission nicht mehr zur Verfügung steht.
Die Grafik besteht vor allem aus zwei wesentlichen
Elementen. Einerseits sind die Dialoge und somit die
Weiterführung der Handlung und auch die Kämpfe
und Kampfanimationen im japanischen Comic-Stil gehalten,
andererseits gibt es die zweidimensionale Kartenansicht
von oben, die bei Planungen und Bewegungen der Figuren
angewandt wird.
Gekämpft wird also in einer One-to-One Darstellung,
bei der sich Angreifer und Verteidiger gegenüberstehen.
Hier werden dann die Angriffe abwechselnd ausgeführt,
wobei der Angreifer logischerweise beginnt. Durch die
unterschiedlichsten Einflüsse (wie zum Beispiel
der Landschaft oder auch die Nähe anderer Krieger),
Fähigkeiten, Eigenschaften und Gegenstände ändern
sich die Chancen auf einen erfolgreichen Kampf. Mit
Planung, Taktik und Kampfkraft schlägt man sich
von einem Level zum nächsten.
Meiner Meinung nach ist "Fire Emblem: The Sacred Stone" ein sehr gut gelungenes Rollenspiel,
welches Fans dieses Genres mehr als zu empfehlen
ist. Als Kritikpunkt ist allerdings aufzuzeigen,
dass die Handlung zwar gut durchdacht ist, die Dialoge
und Gespräche zwischen den einzelnen Missionen
aber sehr schnell lang und ermüdend wirken.
Alles in allem ist "Fire Emblem: The Sacred Stone"s
aber eine gelungene Rollenspiel-Alternative auf einer
portablen Konsole, auf die Spieler zurückgreifen
können, wenn ausgereiftere Varianten auf dem
PC zu Hause nicht zur Verfügung stehen oder
Zelda, auch wenn das an Unmöglichkeit grenzt,
zu langweilig geworden ist.
#michael mayrhofer-r.
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