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Hart und weich zugleich
1. September 2003
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| Mit "Ice Queen" auf
Airplay: Within Temptation Bild:
SN/BMG |
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Die niederländischen Senkrechtstarter Within
Temptation stürmen mit ihrer Mischung aus Metal
und orchestralen Klängen die Charts.
Knapp am Kitsch vorbei und einfach gut: Within Temptation
servieren mit ihrem aktuellen Album "Mother Earth"
eine wohl dosierte Mischung aus Heavy Metal und orchestraler
Musik, aus Härte und butterweichen Melodien. "Ein
guter Song muss dich gefangen nehmen. Wenn du ihn hörst,
entstehen sofort Bilder dazu im Kopf", sagt Gitarrist
Robert Westerholt.
"Viele Leute, die unsere CD gut finden, mögen
gar keinen Metal", meinte Westerholt. "Es
muss irgendetwas in unserer Musik sein, dass viele Leute
anspricht." Neben der epischen Breite und den ausgefeilten
Atmosphären spricht vor allem die Stimme von Sharon
ein breites Publikum an. "Ich kann sphärisch,
aber auch aggressiv singen - und beides macht mir Spaß",
so Sharon. Ihr Freund Robert ergänzte: "Sie
hat sich fantastisch weiterentwickelt. Die Bandbreite
ihres Könnens erlaubt uns, sehr unterschiedliche
Lieder zu schreiben."
Der Gitarrist vergleicht den Sound von Within Temptation
mit Filmmusik: "Bei Action will ich harte Klänge
als Soundtrack, zu einem Liebesfilm gehört ein
romantisches Orchester. Für uns ist es ganz natürlich,
nicht nur E-Gitarren zu verwenden, sondern die unterschiedlichsten
Instrumente. Man schreibt ganz andere Songs, wenn man
weiß, dass man sich nicht auf die klassischen
Rock-Instrumente beschränken muss. Ich glaube,
die CD kommt auch deshalb so gut an, weil die orchestralen
Teile öfters die treibende Kraft sind - und nicht
nur als Aufputz dienen."
"Mother Earth" und die Single "Ice Queen"
waren in einigen Ländern bereits vor Monaten Hits,
nach der Wiederveröffentlichung im deutschsprachigen
Raum klettern die Tonträger nun auch in Österreich
die Charts empor. Westerholt: "Wir waren immer
Skifahren in Österreich. Jetzt sind wir in der
Hitparade. Ein gutes Gefühl." Dass "Ice
Queen" von den Musik-TV-Sendern gezeigt wird, erfreut
den Niederländer ganz besonders: "Meine Mutter
hat früher ständig gefragt, warum wir nie
im Fernsehen zu sehen sind. Ich musste ihr erklären,
dass unser Stil nicht gefragt ist. Na ja, das hat sich
grundlegend geändert."
Within Temptation arbeiten bereits am nächsten
Album, wollen sich dabei jedoch nicht unter Druck setzen
lassen. "Kreativität lässt sich nicht
mit zeitlichen Vorgaben vereinbaren. Lieber bringen
wir in zehn Jahren drei sehr gute Alben heraus als jedes
Jahr eine durchschnittliche CD."
#apa/m2e
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