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Die flache Welle
18. November 2004
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| Deutsch-Popper im Rockhouse:
VJ! Bild: SN/universal |
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Am Dienstag gastierte die Band "Virginia Jetzt!"
im Salzburger Rockhouse. FRITZ-Mitarbeiterin Doris mischte
sich unter die Konzertbesucher.
Die Befürchtung, nur junge Menschen in Retro-Trainingsjacken
anzutreffen, bestätigte sich nicht, obwohl einige
der Anwesenden dieser Spezies zuzuordnen waren. Ansonsten
war das Publikum aber überraschenderweise sehr
gut gemischt.
Nachdem "Anajo" aus Augsburg die Zuschauer
etwas aufgeheizt hatten, begann die Show der Band "Virginia
Jetzt!" aus dem brandenburgischen Ort Elsterwerda
und Umgebung. Bestehend aus Nino (Gesang, Gitarre),
Mathias (Bass), Thomas (Gitarre, Piano) und Angelo (Drums),
beglückten uns die Jungs mit einer Stunde deutscher
Popmusik.
Der Anfang des Konzerts machte dem Tournamen "Tour
d'Amour" alle Ehre: "Love is in the air"
wurde eingespielt und danach betraten die Bandmitglieder
die Bühne, um uns noch mehr Liebe zu vermitteln.
Vorwiegend hielten sie sich natürlich daran, das
neue Album "Anfänger" zu präsentieren,
so hörten wir gleich zu Beginn den Ohrwurm "Ganz
normales Leben". Aber sie enttäuschten auch
die langjährigen Fans nicht. Mit VJ!-Klassikern
wie "Fast wie Giganten" oder "Dreifach
Schön" kamen somit auch diese auf ihre Kosten.
Die halbherzige Hockaktion war dann leider etwas enttäuschend.
Alle Fans wurden dabei aufgefordert, in die Hocke zu
gehen, um danach voller Enthusiasmus aufzuspringen.
Doch leider reagierte nur die Hälfte des Publikums.
Aber die Musik animierte auch nicht gerade dazu, das
Rockhouse auseinander zu nehmen. Den deutschen Kollegen
der Beatsteaks - die ich jetzt einfach mal die Erfinder
solcher Animationstricks nenne - gelang dieser Gag sehr
viel besser. Also bitte nix nachmachen und dann auch
noch schlechter als im Original, das gibt keine gute
Note.
Zur Abrundung des Programms wurden am Ende noch die
Coverversionen von "Money, Money, Money" und
"Waterloo" versucht. Na ja - aber wenigstens
die Anzüge waren wirklich fesch, in die sich die
Jungs für diese Lieder noch mal extra geschmissen
hatten.
Fazit: Im Großen und Ganzen gaben Virginia Jetzt!
ein nettes Salzburg-Konzert. Lieblicher Blümchenpop,
der etwas alternativ angehaucht wirken möchte -
was er aber leider nicht schafft.
Wir schwimmen momentan auf den Wellen der deutschsprachigen
Popbands. Und es gibt dagegen auch nichts einzuwenden.
Sie sind nämlich Gott sei Dank (meist) sehr flach
und werden nie gefährlich. Die "perfekte Welle"
sozusagen. Einfach drüber und dann wieder vergessen.
#doris felber
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