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Küchen-Sound
30. Oktober 2004
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| Von Karlsdorf in die weite Welt:
Supertoaster. Bild: SN/resonance |
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Von Jogurt und Toastern, Waffeln und Geschirrspülen.
FRITZ hat in "Time To Wash The Dishes" von
Supertoaster reingehört und mit den Jungs geplaudert.
Was ist das? Ein angehender Quantenphysiker. Ein Musikredakteur.
Ein Astronaut mit Nebenberuf Primaballerina. Alle miteinander
verwandt und innigst mit der Einflugschneise Wien Schwechat
verbunden? Genau, Supertoaster. Eh klar, oder?!
Die drei Burschen haben die Metropole Karlsdorf bei
Fischamend nahe des Wiener Flughafens verlassen, um
die weite Welt mit "Flink-Funk" zu beschallen.
Im Wiener U4 haben sie vor kurzem ihre CD "Time
To Wash The Dishes" präsentiert. Ungewöhnlicher
Funk-Sound, viel Bass und eine Kochanleitung für
Waffeln, das ist grob umrissen das Erstlingswerk der
drei Niederösterreicher Martin Edelmann, Thomas
Edelmann und Robert Ginko.
Wer das schmucke Stück im Regal haben will, muss
aber einen ausgeprägten Jagdinstinkt haben, denn
"einfach in den Virgin oder Saturn reineiern ist
nicht", wie Martin treffend bemerkt. Die Waffel-CD
gibt es nur bei Konzerten (derzeit also nur in Wien),
im ausgewählten Fachhandel oder über die Band-Webseite.
Einen Vorgeschmack auf das Gepresste gibt's
im Netz ebenfalls: die Funk-Rock-Mischungen "steve
mc queen" und "hello". Langsames wie
"langsam", Funkiges wie "funk addict"
oder Dunkles wie "black enough" bleibt allerdings
den CD-Besitzern vorbehalten.
Man merkt, das Trio steht auf aussagekräftige
Namen. Nicht nur für ihre Songs - auch untereinander
machen sie nicht Halt. Pomml alias Thomas hat trotz
harten Trainings und Gewichtsverlusts - er sei als Kind
mollig gewesen, sagt er - seinen Spitznamen nicht mehr
losgebracht. Robert heißt gar nicht Robert und
Martin wird - und das mag er gar nicht - immer mehr
zu Datinger. "Das kommt", erklärt Thomas,
"von Dati, aber Datinger gefällt mir besser."
Aha?!
"Kindheitsgeschichten . . ." lautet die Erklärung.
Und sonst? Privat?
Alles ganz "gesettelt". So extravagant der
Funk des Trios ist, so brav sind sie im echten Leben.
Alle seit Jahren in festen Händen und scheinbar
sehr küchenverbunden. Vier Stunden lang hat Martin
das Waffeleisen von Bekannten für das Coverfoto
"gequält".
Und nach den Songs "banane" und "yogurt"
hieß es für Supertoaster schließlich
wirklich: "Time To Wash The Dishes."
#dini lettner
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